Das Spielfortschritt-Tagebuch

  • ... oder einfach Eurer Spielfortschritt von Ocarina of Time. Hier könnt ihr berichten wie es bei euch in Ocarina of Time vorran geht. Egal ob der erste Durchgang oder der hunderste. Werdet eure Eindrücke einfach los. :z17:




    Und ich fang dann gleich mal an: Ich bin gerade im Feuertempel, die Masterquest-Version, und das zum ersten Mal. Und oh boy hat sich das gezogen! Der Masterquest-Waldtempel war auch nicht der einfachste, aber der Feuertempel hat mich bisher richtig lang beschäftigt und es ist nur zäh weitergegangen. Es waren bisher nicht allzu offensichtliche Rätsel dabei, man muss diverse Fackeln anzünden und das mit richtig engen Timings. Aber auch an den Flammenderwisch konnte ich mich nicht mehr erinnern, den ich dann mit den Bomben besiegen konnte. Der Kern vom Wisch hat Ähnlichkeiten mit den Garo-Kämpfern aus Majoras Mask und das ist mir natürlich auch das erste Mal aufgefallen. Die Session habe ich beendet als ich ein riesiges Loch runtergefallen bin und wieder fast am Anfang des Tempels war. Das war kein Ragequit, denn ich musste einfach nur schlafen! :ugly2:


    Leider kann ich mich auch nicht so gut an den originalen Feuertempel erinnern, weshalb mir da der Verlgeich ein wenig fehlt. Aber ich habe das Gefühl, dass die Masterquest-Version unglaublich viele Änderungen hat. Ich glaube ich werde mir mal ein Video dazu anschauen bevor ich den Beitrag in dem zugehörigen Thread schreibe.

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    “To Myself, You have been doing a great job delivering the mail. I have a request for my hard-working self.

    All of the townsfolk have taken refuge. I want myself to flee, too. Even if it is not written on the schedule, I want myself to flee. Please…“

  • Letztes Wochenende habe ich mich endlich mal wieder getraut Ocarina of Time Masterquest weiterzuspielen. Ein ganzer Monat Pause war das also? Wow! Ähnlich frustrierend ging der Feuertempel der Masterquest-Version weiter. Wenn man nicht ganz genau weiß wie es weiter geht wurde man ständig mit Respawns geplagt. Außerdem animierte mich das öfters mal mehrere Male in Abgründe zu fallen die bedeuteten einiges nochmal zu erledigen. Ein Teufelskreis.


    Das Geschreie der Lizalfos kann ich echt nicht mehr ab, denn in einem Raum sind jedes Mal wenn man ihn neu betritt 4-5 Stück und genau in diesem kam ich lange Zeit nicht weiter. Eine Plattform befand sich in der vermeintlichen Unerreichbarkeit und viel zu spät kam ich auf die Idee mal die Ocarina auszupacken um einen Stein der Zeit erscheinen zu lassen. Wie ich finde sowieso eine unglückliche Mechanik. Klar, Lore-Mäßig eine coole Sache, dass da ein Stein durch die Zeiten reist, aber die Spiel-Mechanik ist ein wenig Regelos oder Obskur. Das Spiel aber auch alt und es hat schon Gründe wieso die Dungeons so nicht in der normalen Version mit drin sind.


    Nachdem ich diesen Teil hinter mich lassen konnte fand ich nach endlosen Rumprobieren endlich einen Winkel in dem ich eine bestimmte Fackel an der Wand mit einem Pfeil und einer anderen (schon angezündetetn) Fackel anzünden konnte. Da hätte ich mich nicht so sehr aufs visuelle Feedback verlassen sollen, denn die Hitbox für das Feuer scheint größer zu sein als es aussieht. Leider kam ich erst sehr spät auf die Idee einfach drauf loszuschießen bis es geht. Ich schein eher ein Nachdenk-Mensch zu sein, hehe.


    Und dann bin ich auf eine noch obskurere Mechanik gestoßen und das zum ersten Mal! Es gab eine Stelle in der man eine Schatztruhe mit einem Zeitlimit erreichen musste nachdem man einen Schalter betätigt. Zu Fuß war das nicht schaffbar, selbst mit Sidehopping und Rollerei. Aber es gab, wie beim oben genannten Zeitstein auch, einen Stelle an der Navi grün wird und verhart. Tja, aber ein Stein der Zeit war es nicht. Sondern das Spawnen der Vogelscheuche mit der Vogelscheuchen-Polka! Ich bin nicht drauf gekommen... weil ich es nicht kannte. Ich wusste zwar vom Nebenquest, aber nicht davon, dass man diese noch irgendwo Beschwören kann. Um das herauszufinden habe ich einen Playthrough genutzt. Schande über mein Haupt.


    Und am Ende war das ganze Zeugs anscheinend nur für Gold Skulltulas? Den Bosschlüssel und den Hammer hatte ich schon länger, obwohl noch einiges vom Dungeon übrig war. Ich habe es gar nicht realisiert, dass ich schon zum Kampf kann. Da waren echt noch so viele große Räume nicht betreten, dass mir einfach nicht die Idee dazu kam.


    Der Bosskampf war schwieriger als ich es in Erinnnerung hatte. Der Drache macht recht viel Schaden, vor allem wenn man das Timing mit seinem Schweif noch nicht drauf hat. Aber ansonsten war das alles recht Straightforward.


    Bisher der schwächste Dungeon im MasterQuest. Nicht wegen der Schwierigkeit, sondern die Mechaniken auf die er setze machten einfach keinen wirklichen Spaß. Auch hat man irgendwie kaum Goronen befreit. Dass war in der normalen Version ich glaueb ein wenig mehr.

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  • Schande, Schande Schande. Wir schreiben nun schon das nächste Jahr und ich konnte kaum Fortschritte bei OoT Masterquest machen. Das liegt nicht nur daran, dass ich Ocarina Of Time Masterquest zu selten angeschmissen habe, sondern auch an (die damit verbundene) Verwirrung:

    Da ich Ocarina of Time nicht in- und auswendig kenne war mir nach dem Feuertempel nicht klar wohin es als nächstes geht. Schattentempel? Der Brunnen? Die Eishöhle? Oder doch in die Wüste? Nach einiger Überlegung war mir schon vor Monaten klar, dass die nächste Station die Eishöhle sein müsste. Ich kann mich noch gut erinnern wie ich vor einiger Zeit in der Eishöhle rumlungerte aber wegen einer Eiswand nicht weiterkam. Ich kam nach der Rumprobiererei zu dem Schluss, dass ich wohl Feuerpfeile bräuchte um hier weiterzukommen. Ich speicherte das in meinem Hirn ab und bin die nächsten Sessions zum Hylia See, in die Wüste und nach Kakriko gegangen, vielleicht sogar ein paar Stationen doppelt oder dreifach. Natürlich ohne Erfolg. Komischerweise blieben Hinweise von Navi aus und Salia wollte mir auch nicht weiterhelfen.


    Gestern war ich erneut in der Eishöhle, nachdem ich mir dachte, dass ich Ocarina of Time ja endlich mal wieder spielen könnte. Und was war? Ich habe tatsächlich einen blöden kleinen Kristall übersehen den man mit dem Bogen abschießen muss um die Eiswand zu entfernen. Dieser ist sehr unscheinbar neben anderen Kirstallen (die man nicht abschießen kann) an einer Wand platziert. Wenn ich ehrlich bin, empfand ich so eine Mechanik als nicht sehr wahrscheinlich... Ich mein... wieso sollte ein Schalter eine Eiswand loswerden? Eine klare Antwort habe ich auch nicht bekommen, denn die Eiswände sind ohne zusätzliche Animation einfach verschwunden. :tired2:

    Innerhalb von wenigen Minuten beendete ich die Eishöhle und kam mit den Eisenstiefeln wieder heraus. Auch die Eishöhle hatte einen anderen Aufbau, jedoch kann ich mich nicht gut genug an das originale Layout erinnern. Es gab eine Menge optionalen Content der ziemlich knackig war und nicht auf jede Lösung bin ich gestoßen. Nach dem zufälligen Vogelscheuchen-Zeug aus dem Feuertempel hatte ich aber auch nicht sonderliche Motivation es weiter zu probieren. Egal. Jetzt geht's weiter mit dem Wassertempel. Das nächste Mal weiß ich was das Ziel ist! Let's go!

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  • Egal. Jetzt geht's weiter mit dem Wassertempel. Das nächste Mal weiß ich was das Ziel ist! Let's go!

    Gesagt, getan! Ich wusste was mich erwartet: Die schlimme, repetitive Menü-Navigation für das An- und Abgrüsten der Eisenstiefel, große Verwirrung im Hauptkorridor, ein Zwischenboss der schwerer als der finale Boss ist und allgemein die coole Atmosphäre. Das hat die Masterquest-Version des Dungeons ohne Probleme einhalten können und ich hatte mein Ziel stets im Blick.

    Aber denkt ihr wirklich ich konnte mir den originalen Wassertempel-Wirrwarr merken und einen guten Vergleich zur Masterquest-Version machen? Das wären deutlich zu hohe Erwartungen. Im großen und ganzen hat sich diese Version ähnlich angefühlt und hätte ich nicht gewusst, dass das die Masterquest-Version ist, hätte ich mich nicht sonderlich gewundert. Es gab bloß keine Muschelgegner, ein paar Räume waren knackig aber nicht schön designed und wahrscheinlich war die Reihenfolge eine völlig andere. Ich habe nicht alles gemacht, da ich anscheinend nicht mal die Labyrinth-Karte gefunden habe.

    Als aller erstes hat mich Ruto verwirrt. Diese sagte mir ich sollte ihr folgen, aber Sekunden später verschwindet sie einfach. Die zweite Verwirrung war ein Rätsel mit 4 Fackeln im zentralen Turm des Hauptkorridors weil ich davon ausging, dass die Höhe des Triforce-Symbols auch die Höhe des Wasserspiegels andeutet, aber dem war nicht so. Die nächste Verwirrung war Dark Link. "Wie ging der nochmal?" Ich wusste, dass er recht einfach ist sobald man weiß wie es geht. Aber die Offenbarung kam nicht und ich tankte mit zwei Feen und Din's Feuer durch den Kampf. Bin ich der einzige der findet, dass Dark Link im Schattentempel oder im finalen Dungeon besser aufgehoben wäre?

    Der finale Kampf war sehr underwhelming. Das ist weder mechanisch, noch von der Atmosphäre ein Hingucker. Grundsätzlich wurde mir im Verlauf des Dungeons klar, dass dieser Spielabschnitt echt nicht gut gealtert ist. Das gilt wahrscheinlich auch für den originalen Wassertempel.


    Überraschenderweies war nach etwa 30 Minuten meine Odyssey durch den Wassertempel beendet. Aber meine Reise in Masterquest-Hyrule dauert noch ein wenig. Ich glaube jetzt geht es nach Kakariko. Mal sehen wie das wird. :)

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  • Der Meister der Zeit

    Eine Erzählung in zehn Akten



    Akt I


    Eines Morgens hatte uns der Schutzheilige des Waldes von den anderen Völkern Hyrules erzählt. Wir sollten uns, wie schon so oft zuvor, um den altehrwürdigen Baum versammeln, damit wir seinen Worten lauschen konnten. Ich erinnere mich daran, wie früh ich das Haus verließ und wie die Blätter auf dem Boden unter meinen Füßen knirschten, als ich in den Hain kam. Noch niemand aus dem Dorf war hier gewesen, nur er.


    Wie er da zwischen den Blättern saß und gen Deku-Baum blickte... Ein winziger grüner Fisch, der fast nicht im gelbroten Laubmeer zu entdecken war. Ich hatte tief in mir stets das Gefühl, dass er anders ist als wir. Er sah aus wie wir, aß mit uns, spielte mit uns und lernte beim Deku-Baum, wie wir alle. Doch wenn man ihm in die Augen blickte, leuchtete darin nicht das Licht des Waldes.


    Heute hat er uns verlassen. Ich wusste, dass dieser Tag irgendwann kommen würde und ich glaube, dass seine Fäden des Schicksals nicht mit den meinen verwoben sind. Er verlässt nicht nur mich und den Wald, sondern lässt auch seine Kindheit zurück. Ich gab ihm meine Okarina mit, auf der ich jeden Abend meine Lieder übte, sodass er sich immer an den Moment erinnern kann, als er neben mir und den anderen Kindern im Herbstlaub saß.


    Morgen werde ich mich auf die Heilige Lichtung begeben. Ich möchte für den Deku-Baum beten, möge er in Frieden ruhen. Auch für ihn werde ich beten. Möge sich sein Schicksal erfüllen.

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    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Der Meister der Zeit

    Eine Erzählung in zehn Akten


    >>> Akt I: Salia



    Akt II


    Er konnte mittlerweile seine Hand nicht mehr spüren - ein Gefühl, dass ihm bis zum jetzigen Zeitpunkt völlig fremd gewesen war. Noch nie hatte er so oft gegen den massiven Stein schlagen müssen, doch nun kehrte endlich Ruhe ein. Wenn er in die ganzen eingefallenen Gesichter vor sich blickte, konnte er den Tumult durchaus nachvollziehen. Vor drei Wochen hatte er selbst sein letztes Mahl zu sich genommen. Ruhe zu bewahren braucht Energie, die meinem Volk fehlt. Die mir fehlt. Rasch durchflog sein Blick die Reihen. Die Unruhe konnte wieder so schnell aufziehen wie ein Gewittersturm am Berg. Schließlich fand er, was er suchte und nickte Medigoron zu.


    Dieser erhob sich und rief: "Die Versammlung ist eröffnet!" Die Goronen schlugen mit der Faust dreimal auf den Boden und begrüßten damit ihren Anführer.

    "Brüder", begann er. Seine kräftige Stimme schleuderte das Wort von Stein zu Stein. "Der Waldmenschling, der vor kurzem diese Stadt besuchte, hat heute die Große Höhle betreten." Ein Raunen, welches von Ungläubigkeit und Bewunderung gleichermaßen troff, ging durch die Menge. Er wartete, bis sich alle wieder beruhigt hatten. "Er mag mickrig erscheinen, doch er hat Groove und beim Groove irre ich nie! Die Dodongos (ein Murmeln ging bei der Erwähnung dieser wiederauferstandenen Wesen durch die Runde) werden schneller erledigt sein, als ihr Felssteak sagen könnt."

    Im immer schneller werdenden Rhythmus schlugen die Goronen nun wieder und wieder auf den felsigen Boden und riefen währenddessen "Groove!" und "Menschling!" und "Hunger!" und "Darunia!".


    Er wünschte, er wäre sich tatsächlich so sicher über den Erfolg des Jungen, wie er vorgab zu sein. Aber meinVolk braucht nun einen Lichtblick. Ich werde ihn für seinen Mut in Erinnerung behalten, auch wenn er fallen sollte. Freundschaft, kleiner Menschling!

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    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Der Meister der Zeit

    Eine Erzählung in zehn Akten


    >>> Akt I: Salia

    >>> Akt II: Darunia



    Akt III


    Ihm war, als würden seine Augäpfel gequetscht. Weiß trat an die Stelle, an der zuvor noch leuchtendes Blau gewesen war. Seine Wirbelsäule schien wie von einem Puppenspieler ohne Mühe in die Länge gezogen zu werden und die Fingerknochen drückten unangenehm, als sie zusammengestaucht wurden. Seine Haut begann zu kribbeln, als sich die Federn in Haare verwandelten. Er war todmüde und völlig außer Atem. Der weite Flug und die Rückwandlung hatten ihn erschöpft, aber nun war er wieder dort, wo er hingehörte.

    Er betrat die Zitadelle und ließ die Gedanken frei kreisen. In dieser Gestalt konnte er sich zumindest endlich wieder stärker darauf und auf seine Aufgaben konzentrieren. Dieser verdammte tierische Instinkt war kaum zu unterdrücken und ließ ihn jedesmal eher an die Mäusejagd als an den jungen Mann denken, den zu unterstützen er geschworen hatte.


    Viele würden sagen, es wäre nur ein lächerlicher Traum eines naiven Prinzesschens gewesen, doch er war zu alt und erfahren, um nicht die Bedeutung von so manchen Träumen erkennen zu können. Es gab in seinen Augen keine Zufälle: Sie hatte den Mut aufgebracht, ihrer Zofe von ihrem Traum zu erzählen, diese die Weisheit besessen, den Traum als das zu erkennen, was er womöglich ist und sich ihm anzuvertrauen und er selbst hatte die nötige Kraft aufgebracht, den Jungen aus dem Wald zu finden. Kraft, Weisheit und Mut waren der Beginn dieses Traums - dieser Prophezeiung - und werden dem auserwählten Helden dabei helfen, diese zu erfüllen.

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    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Der Meister der Zeit

    Eine Erzählung in zehn Akten


    >>> Akt I: Salia

    >>> Akt II: Darunia

    >>> Akt III: Methusa/Rauru



    Akt IV


    Selbst hier in den Tiefen des Waldes, in welchem das Licht nur schwach durch die dichten Baumkronen dringen konnte, blendete ihn der Glanz des Schwertes und Schildes dieses... dieses... Erwachsenen! Ein Hieb mit ersterem oder ein Stoß mit letzterem und er wäre hinüber. Aber was sollte er machen? Fliehen? Er hatte doch geschworen, sie zu verteidigen... Ihm war, als füllte sich sein Magen mit schweren Steinen. Er senkte seinen Blick. Mit Wasser gefüllte Kugeln fielen von seinem Gesicht herab und färbten die Laubblätter an den Stellen, an denen sie auftrafen, dunkel. Er würde sie nicht beschützen können. Wieso, verdammt nochmal, machte er immer alles falsch? Er hatte geschworen, den Schutzheiligen des Waldes zu beschützen und war gescheitert. Er hatte immer nur die Zuneigung der anderen Kokiris haben wollen und hatte sie doch nur schikaniert. Selbst diesen Jungen... Er hatte seine Stärke und seinen Mut doch stets bewundert. Aber er war einfach so verdammt neidisch gewesen, da sie diesen Jungen immer so sehr gemocht hatte und nicht ihn. Obwohl es Jahre her war, konnte er es noch vor sich sehen, als wäre es erst kürzlich passiert. Wie er ihn niedergemacht und ihn beschuldigt hatte, am Tod des Baumes Schuld zu sein. Wie der Junge davongelaufen war. Raus aus dem Wald... in den sicheren Tod, wie alle Kokiris wussten.


    Die Melodie, die nun an sein Ohr drang, zog ihn zurück in die Gegenwart und doch fühlte er sich an Zeiten längst vergangener Tage gebunden. Er wusste nicht, wer oder was dieser Erwachsene war, aber er hatte es gespielt... ihr Lied. Er war nur ein kleiner dummer Kokiri, der alles kaputt machte. Er hoffte, dass er wenigstens dieses eine Mal etwas richtig machen würde: Er trat zur Seite und ließ den Mann auf die Heilige Lichtung. Zu ihr.

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    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Der Meister der Zeit

    Eine Erzählung in zehn Akten


    >>> Akt I: Salia

    >>> Akt II: Darunia

    >>> Akt III: Methusa/Rauru

    >>> Akt IV: Mido



    Akt V


    Jeder Atemzug wurde von einem dumpfen Rasseln aus ihrem heißen Schlund begleitet. Schwarze dichte Rauchschwaden stiegen aus ihren weiten Nüstern auf und glühende Funken stoben bei jeder noch so kleinen Bewegung ihres massiven Schädels, welcher eine Krone aus brennenden Haaren trug, in alle Richtungen. Verkohlte Knochen aus längst vergangenen Zeiten, auf denen sie geruht hatte, splitterten und kullerten nun davon, als sie sich umdrehte. Wer wagte es, ihr Refugium zu betreten?

    Obgleich... In ihrem Magen brodelte jahrhundertealter Hunger und was sollte sie sich beschweren, wenn ihre Nahrung gar so bereitwillig zu ihr kam? Das Reich der Toten war trist und kalt gewesen, doch jetzt spürte sie, wie sich die Gier in ihr entzündete.


    Doch als sie sah, was der Fremde in den Armen hielt, erlosch jedwedes Feuer augenblicklich und Rachelust stieg in ihr auf wie Magma in einem Vulkan. Wie konnte dieser es wagen die abscheulichste aller Waffen hierher zu bringen? Diese eine Waffe, die sie für Myriaden von Jahren in die Unterwelt verbannt hatte?


    Die Erde begann zu beben, als sie sich in die schwefelhaltigen Lüfte erhob und die Knochen und das Gestein in einem Meer aus Flammen versenkte.

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  • Der Meister der Zeit

    Eine Erzählung in zehn Akten


    >>> Akt I: Salia

    >>> Akt II: Darunia

    >>> Akt III: Methusa/Rauru

    >>> Akt IV: Mido

    >>> Akt V: Volvagia



    Akt VI


    Ein Tropfen roten Wassers zerbarst und hinterließ auf der Oberfläche des Eises kaum mehr als einen Hauch von Rosa. Noch ehe der Wasserfleck gefrieren konnte, platzte unweit der nächste Tropfen. Und der nächste. Die Schmelze erzeugte langsam aber stetig einen Rhythmus, der zunächst an beginnenden Regen, dann an einen plätschernden Bach und schließlich an einen reißenden Fluss erinnerte.

    Für einen Moment schien der König aus dem Eis noch so regungslos zu sein wie die Tage zuvor, bevor sich seine Kiemenspalten plötzlich weiteten und Wasser raussprudelte. Sein Brustkorb dehnte sich immer weiter aus, als die Lungen nun wieder die Arbeit übernahmen und er frische Luft einsaugen konnte. Als sich die Brust wieder zu senken begann, bildete sich eine kleine Wolke vor dem Gesicht des Oberhauptes. Die verkrusteten Lider schoben sich träge über die blicklosen Augen...


    Langsam öffnete er sie wieder und sein Blick blieb an dem jungen Mann hängen, der vor ihm stand. Er erkannte ihn sofort wieder. Gewiss, aus dem Kinde war ein Mann geworden, doch würde er niemals das Gesicht des sonderbaren Jungen vergessen, der vor sieben Jahren seine Kleine gerettet hatte.


    "Ich danke...", brachte der König nur hervor, bevor ihm die Stimme versagte. Es kostete ihn viel Kraft, doch musste er seine Botschaft an ihn richten, bevor es endgültig zu spät war. Er räusperte sich und sprach: "Ich danke Euch... Ihr, der Ihr meiner Tochter... versprochen seid... Erweist mir erneut einen Dienst... und rettet mein Volk... Beschützt meine Kleine."

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    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Der Meister der Zeit

    Eine Erzählung in zehn Akten


    >>> Akt I: Salia

    >>> Akt II: Darunia

    >>> Akt III: Methusa/Rauru

    >>> Akt IV: Mido

    >>> Akt V: Volvagia

    >>> Akt VI: König Zora



    Akt VII


    Die Dissonanz verklang so träge wie Wasser, das nur widerwillig durch dichten Boden zu sickern vermochte. Die Schülerin seufzte resigniert und erwartete das vernichtende Urteil ihrer Lehrerin.

    „Schon besser“, sagte diese jedoch aufmunternd. „Versucht Euren Kopf freizumachen, die Anspannung aus Eurem Körper zu lassen. Musik ist wie ein Fluss und ein Fluss fließt ununterbrochen.“


    Sie legte die Lyra in ihren Schoß und strich sich eine Strähne goldenen Haares aus dem Gesicht. „Diese Maskerade...“

    Mein Herr, vergesst nicht: Wir sprechen niemals darüber. Jeder Schatten hat Augen, um zu sehen und Ohren, um zu hören“, unterbrach ihre Lehrmeisterin sie mit strenger Stimme.


    Sie ließ den Kopf hängen. Nicht sie selbst sein zu können, noch nicht einmal darüber sprechen zu dürfen...

    Ihre Zofe aus Kindertagen schien ihre Gedanken lesen zu können: „Der Wind der Zeit mag derzeit wie ein Sturm anmuten, doch bringt es nichts den laueren Brisen vergangener Tage nachzutrauern. Nennt mir Eure Aufgabe.“


    „Das Königreich...“, begann sie, bevor der Blick der Zofe sie verstummen ließ. Sie runzelte die Stirn und sagte schließlich: „Dieses Lied zu lernen.“

    „So ist es. Und meine Aufgabe ist es, Euch dieses zu lehren. Das sind unsere Aufgaben für diesen Moment. Verzagt nicht. Rauru zeigt sich ob seines Mutes zuversichtlich. Doch braucht Mut auch einen Tropfen Weisheit, ehe er sich in Wagemut verwandelt. Seid weise und führt ihn mit diesem Lied. Nun spielt.“


    Und so spielte sie. Sie dachte an die Trauer und Einsamkeit, die sie in sich trug, aber auch an ihn, der voranschritt und das Schicksal der Welt besiegeln soll und ehe sie sich versah, endete die Nocturne melodisch.

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  • Der Meister der Zeit

    Eine Erzählung in zehn Akten


    >>> Akt I: Salia

    >>> Akt II: Darunia

    >>> Akt III: Methusa/Rauru

    >>> Akt IV: Mido

    >>> Akt V: Volvagia

    >>> Akt VI: König Zora

    >>> Akt VII: Impa und Shiek



    Akt VIII


    Ungesehen beobachteten sie ihn schon eine Zeit lang. „Riechst du das denn nicht? “, fragte sie ihr Gegenüber schließlich mit aufgeregter Stimme, als sie sich nicht länger zurückhalten konnte.

    „Schrei doch nicht so, ich bin doch nicht taub!“, zischte die andere erbost. „Was soll ich riechen?“

    „Du schreist doch selbst, du alte Schachtel!“, schimpfte sie und rammte ihrer Schwester den Ellbogen in die Rippen. „Na, riech doch jetzt mal.“

    „Wen nennst du hier alt?“, nörgelte ihr Zwilling und erwiderte die Geste mit dem Ellbogen. Ihre Nasenlöcher weiteten sich. „Ich rieche gar nichts.“

    „Er riecht auch nach nichts“, sagte sie und ehe ihre Schwester protestieren konnte, fügte sie mit leiser Stimme hinzu: „Er hat keine Aura.“

    „Keine... Du meinst, er ist reinen Herzens?“, flüsterte die andere.

    Sie nickte langsam.

    „Glaubst du, er ist wegen ihr hier? Ich werde ihm schon zeigen...“, begann die alte Schrulle und krempelte die Ärmel ihres langen schwarzen Umhangs hoch.

    „Warte“, unterbrach sie ihren Zwilling und legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Egal, wer oder was er ist: Wenn er unsere kleine Puppe will, dann soll er sie auch bekommen, hihi.“



    Die Puppe lehnte an der Mauer. Sie keuchte hörbar angestrengt und hatte die schweißgetränkte Stirn, in der Strähnen ihres langen roten Haares klebten, in Falten gelegt. Ihre Arme, an denen blaue dicke Linien hervortraten, hatte sie weit von sich gestreckt. Ihre Handgelenke waren von unnatürlich blaugrüner Farbe...

    „Lasst mich gehen!“, schrie die Puppe zum hundertsten Mal in die vermeintliche Leere.

    Als ob ihre Forderung nun endlich erhört würde, erschien wie aus dem Nichts eine Hand und schwebte plötzlich vor ihrem Gesicht. Die Finger waren dünn und lang und die kaum sichtbare grünliche Haut hing in Fetzen von den einzelnen Fingerknochen. Kleine Flämmchen bildeten sich in der Luft und begannen, um die einzelnen Knochen reihum zu tanzen. Wenig später tauchte eine zweite schwebende Hand auf, um deren knochigen Finger kleine Eiskristalle sprangen.

    „Lasst mich... gehen!“, sagte die Puppe.

    Der Singsang, der nun einsetzte, hatte einen eigenartigen pulsartigen Rhythmus und wurde von Wörtern getragen, die in ihren Ohren keinen Sinn ergaben.

    „Lasst mich... gegen ihn kämpfen“, nuschelte die Puppe und schloss die Augen.

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    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Der Meister der Zeit

    Eine Erzählung in zehn Akten


    >>> Akt I: Salia

    >>> Akt II: Darunia

    >>> Akt III: Methusa/Rauru

    >>> Akt IV: Mido

    >>> Akt V: Volvagia

    >>> Akt VI: König Zora

    >>> Akt VII: Impa und Shiek

    >>> Akt VIII: Koume, Kotake und Naboru



    Akt IX


    Er öffnete die Augen und war ob der riesigen grünlich gefärbten Metallröhren, die er in seinem Blickfeld hatte, irritiert. Röhre reihte sich an Röhre und er musterte eine Zeit lang die dunklen Ablagerungen auf ihnen, bis es ihm dämmerte. Die Orgel. Natürlich.

    Er schüttelte den Kopf. Hatte er tatsächlich geschlafen? Schlaf war ihm seit seinem Exodus aus dem Westen völlig fremd geworden. Nein, es war wohl nur ein Tagtraum gewesen. Wahrscheinlich nicht mehr als eine Erinnerung, die er sich hingegeben hatte... die Erinnerung daran, wie er es vor sieben Jahren fast berührt hatte, bevor es ihn verschmäht hatte. In Brand geratene Würmer wandten sich in seinem Magen. Er war dazu bestimmt, zu herrschen und nichts und niemand widersetzte sich ihm! Wenn er daran dachte, wie dieses einst im Glanze erstrahlende Artefakt ob seines Anblicks verblasst und zersplittert war, wurde ihm immer noch übel.


    Und sie erst und wie sie sich vor ihm jahrelang versteckt hatte. Er öffnete den Mund und entließ langsam die ihn ihm angestaute Luft. Sei es drum. Nun hatte er dieses kleine dreckige Biest endlich bei sich und damit die vollkommene Macht des Artefakts fast wiederhergestellt. Ein letzter Teil fehlte noch und dieser würde freiwillig zu ihm kommen. Natürlich würde er kommen - Menschen sind so schwach und verletzlich. Ihre Zuneigung füreinander war ihre größte Schwäche.

    Was waren schon sieben Jahre, wenn er bald Jahrtausende zu regieren vermochte? Dennoch... Der unverschämten Göre und diesem dreisten Wanderer durch die Zeiten würde er es schon zeigen. Er würde sie quälen, bis sie in den Wahnsinn verfielen, bevor er ihnen den letzten Rest ihres jämmerlichen Lebens endgültig ausquetschte; wie einer Kakerlake, auf die man schließlich drauftrat, nachdem man sie eine Weile herumgescheucht hatte und ihrer Existenz schließlich überdrüssig wurde.


    Er hob den Blick und betrachtete das faltenfreie Gesicht der Königstochter. Sie hatte die Augen geschlossen, den Kopf auf die Brust gesenkt und atmete ruhig ein und aus. Er zog die Mundwinkel nach unten und wandte sich ab. Brachial drückte er gegen die Tasten und spürte, wie das Echo des erzeugten Klangs zunächst in den Pfeifen der Orgel und in seinem Körper eine Vibration auslöste, bevor die Töne in die Halle gespuckt wurden und zusammen eine Musik formten, die jedem außer ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ.


    Schlaf nur, du Miststück, und erwache im Augenblick deines Untergangs.

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    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -



  • Der Meister der Zeit

    Eine Erzählung in zehn Akten


    >>> Akt I: Salia

    >>> Akt II: Darunia

    >>> Akt III: Methusa/Rauru

    >>> Akt IV: Mido

    >>> Akt V: Volvagia

    >>> Akt VI: König Zora

    >>> Akt VII: Impa und Shiek

    >>> Akt VIII: Koume, Kotake und Naboru

    >>> Akt IX: Ganondorf

    >>> Akt X: Prinzessin Zelda und der Meister der Zeit



    Akt X


    Ihr Schrei ging in einem ohrenbetäubenden Donnerschlag unter, als sich die im Lichte des Blitzes aufleuchtende Klinge tief in die Stirn der Bestie bohrte. Von einem Moment auf den anderen war die Welt wie eingefroren; sie nahm weder den Wind, noch den Regen wahr und keine Gefühle oder Gedanken vermochten es in diesem Augenblick, sich in ihrem Herzen oder Kopfe auszuformen. Die Zeit selbst schien den Atem anzuhalten.

    Der Schwertführer trat einen Schritt zurück und brachte damit die Räder der Zeit dazu, sich weiterzudrehen. Ihre Brust senkte sich langsam, als sie tief ausatmete und obgleich der Anblick über alle Maße widerwärtig war, konnte sie nicht umhin dabei zuzusehen, wie das Böse starb: Dunkle Flüssigkeit sprudelte aus der Wunde hervor wie frisches Wasser aus seinem Quell, das aufgerissene Maul der gewaltigen Kreatur schloss sich langsam und die in der Finsternis funkelnden Augen verloren ihr Licht.

    Der Träger des heiligen Schwertes... Nein, der versprochene Held, der sich mutig allen Gefahren widersetzt hatte und zum Meister über die Zeiten geworden war, wandte sich ihr zu. Schwerfällig löste sie sich von den sterbenden Überresten und erwiderte seinen Blick. Es brauchte keine ausgesprochenen Worte, um zu verstehen, was er gerade dachte. Sie mimte sein Lächeln und schloss die Augen.



    Sie saßen am Rande des Brunnens, lauschten dem Plätschern des Wassers und dem Gesang der Vögel und verfolgten das lebhafte Treiben der Stadtbewohner auf dem Markt.

    „Ich möchte Euch erneut für alles danken“, begann sie und wandte sich der Morgensonne zu, die gemächlich durch das hellblaue Meer gen Zenit schwomm, „Ihr habt Unvorstellbares geleistet. Meine Aufgabe besteht nun darin, für die Stadt da zu sein und dieses Königreich wieder aufzubauen."

    Sie senkte ihren Blick und schluckte ihren Kloß im Hals hinunter. „Doch Ihr... dem die Kindheit genommen wurde und der Ihr doch Hyrule so großen Dienst erwiesen habt, habt die Wahl. Euch wird gestattet, in der Zeit zurückzureisen und Eure Kindheit nachzuholen, wenn Ihr das wünscht. Oder Ihr bleibt", sagte sie und blickte ihn an, "Wohin führt Euer Weg?“



    Ende.

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    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -