Castlevania III: Dracula's Curse

  • Nachdem Castlevania II sich doch etwas weiter vom Vorgänger entfernte, kehrte Konami bzw. Hitoshi Akamatsu und sein Team mit Castlevania III wieder mehr zu den Wurzeln der Serie zurück. Das Spiel erschien in Europa zwei Jahre nach dem zweiten Teil, nämlich 1992 für den NES, später dann für diverse Virtual Consoles und letztlich mit der Anniversary Collection auch für alle gängigen Konsolen der Neuzeit und den PC.


    Castlevania III war in vielerlei Hinsicht wieder näher beim Original, was das Spieldesign betraf, so läuft der Protagonist Trevor Belmont (Vater von Simon), der diesmal aus gleich mehreren spielbaren Charakteren besteht, lineare Levels entlang und kämpft sich so durch Draculas Schloss. Ein neues Feature war, dass man im Spielverlauf mehrere Charaktere, darunter Sypha Belnades (Vorfahrin von Yoko Belnades aus den Aria/Dawn of Sorrow Spielen und zugleich später Ehefrau von Trevor und Mutter von Simon Belmont), den Piraten Grant Danasty oder Alucard


    trifft, welche sich Trevor im Kampf gegen Dracula anschließen. Die Figuren lassen sich im Spiel wechseln und haben alle spezielle Fähigkeiten. Während sich das Spiel mit Trevor so spielt, wie die Vorgänger, kann Grant an Decken laufen, Sypha kann den Gegner mit Zaubern bekämpfen und Alucard kann sich kurzzeitig in eine Fledermaus verwandeln. Dieses markante Spielprinzip sollte später als Grundlage für Koji Igarashis spirituellen Nachfolger und Companion Title, Bloodstained: Curse of the Moon dienen, wobei manchen Fans und Kritikern Igarashis Spiel etwas zu nahe am "Original" war.


    Noch heute zählt das bei Fans beliebte Spiel der Serie als eines der besten Spiele für den NES und belebt auf IGNs Liste der besten 100 NES Titel den fünften Platz, vor Castlevania (Platz 19) und Simon's Quest (Platz 25).


    Ich selbst habe, wie schon zu den beiden anderen NES Spielen, keine sonderlich große Verbindung und kenne die Games hauptsächlich aus Videos. Den spirituellen Nachfolger Curse of the Moon habe ich zwar gespielt und er hat mir ausgesprochen gut gefallen, wobei ich auch dazu sagen muss, dass der Schwierigkeitsgrad ordentlich runtergeschraubt werden konnte und die NES Spiele der Serie gerade für ihre teilweise doch sehr unfairen oder schwierigen Stellen bekannt war. Obwohl ich aber mit Ausnahme von Castlevania I keines der NES Spiele gezockt habe, sah ich genug Videos und Playthroughs zum Spiel, dass ich das Gefühl habe, das Spiel genug zu kennen, um zu wissen, dass es wohl heute nicht mehr meine Kragenweite ist. Allein der Schwierigkeitsgrad wäre für mich heute wohl der Hauptgrund, warum ich das Spiel eher nicht spielen werde. Ich weiß nicht, ob die Anniversary Edition über eine Rückspul Funktion verfügt, wie bspw. die Advance Collection, aber könnte mir vorstellen, dass so etwas gerade für Spieler wie mich, eine enorme Erleichterung wäre. Dennoch muss ich sagen, dass ich trotz des Rufes, den das Spiel genießt, keinen großen Bedarf habe, es heute noch zu spielen. Aber trotzdem finde ich, dass es ein wichtiges Spiel in der Serie ist und zum Teil auch zu dem Ruf beigetragen hat, den die Serie heute unter Videospielern genießt.

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    #67: Ass Ventura

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    "Hat mal jemand ein Pfefferminz?"