Was findet ihr nicht so gelungen?

    • Den Glider oder das Warpen zu nutzen sind objektiv die schnellsten Bewegungsmittel aber gleichzeitig auch die langweiligsten. Pferde sind viel zu umständlich und nutzlos dagegen, aber eigentlich die spaßigste und die Wahl mit der besten Atmosphäre.

    Was diesen Punkt angeht, kommt es darauf an, was genau man im Spiel anstellt. Wenn man gerade ein unentdecktes Gebiet erforschen geht, fällt Warpen natürlich weg. Und mit dem Glider kann man auch nur von oben nach unten reisen, nimmt sich dadurch aber die Möglichkeit, Dinge zu erkunden sowie zu looten. Dahingehend sind Pferde unschlagbar.


    Noch dazu finde ich es gar nicht so umständlich, die Pferde zu benutzen. An jedem Stall ist stets auch ein Schrein zum hinteleportieren. Und es ist egal, wo man sein Pferd zuletzt gelassen hat. Ob in einem Stall am anderen Ende von Hyrule, oder einsam und verlassen auf dem höchsten Berg. Der Stallmeister kann es sofort abholen lassen und direkt neben Link abstellen. Diese 1-2 Extra-Minuten, die man auf sich nimmt, macht man locker wieder wett durch das hohe Tempo eines "5 Sterne in Geschwindigkeit"-Pferdes.

    _____


    Was die Kritik bzgl. des Heilungs- und Rüstungssystems angeht, stimme ich mit dir überein. Es ist einfach nur weird, das es Nintendo dem Spieler durch das Horten von Essen erlaubt, ein unsterblicher Halbgott zu werden. Man kann jederzeit das Spiel pausieren, und dann so viel Essen in sich reinstopfen wie man möchte. Da hätte es dem Spiel glaube ich gut getan, wenn es eine kleine Animation gegeben hätte, wie Link seine Nahrung aufisst - welche durch Gegner-Treffer abgebrochen werden kann. Das in Kombination mit einem fortschreitenden Heilungseffekt über mehrere Sekunden verteilt, und wir hätten ein Kampfsystem, bei dem man tatsächlich seinen Hirnschmalz anstrengen muss.


    Das Rüstungssystem hätte man leicht interessanter machen können, indem die Schadensreduktion in Prozent vermindert wird. Anstatt in absoluten Zahlen, sodass man irgendwann nur noch ein halbes Herz Schaden nimmt. Konsequenzen für den eigenen Tot hätte man so lösen können, das man nach dem Sterben oder neu Laden des Spielstands bei irgendeinem Rücksetzpunkt in der Nähe wieder auftaucht. Da hätte man beim Erkunden vllt. ein wenig mehr Nervenkitzel verspürt. :huh:

  • Ich hatte das bereits mehrfach geschrieben, da Moodys Kritik nicht neu ist und ich darauf bereits reagierte:

    Es kommt doch ganz entscheidend auf die eigenen Vorlieben an. Ich zum Beispiel erkunde lieber, als das ich kämpfe. Breath of the Wild ist für mich daher nahezu das perfekte Spiel. Ich habe hier eine schön große Oberwelt, mit der ich mich lange beschäftigen kann.

    Daher sind Pferde für mich absolut nicht nutzlos. Ich erinnere mich noch gut, als ich die Vorteile der Pferde nach einigen Wochen entdeckte. Man lernt die Welt anders kennen, man entdeckt Orte und NPCs. Die Straßen zu bereisen mithilfe der Tiere ist in meinen Augen eine wunderschöne Zeitinvestition. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man eben nicht jede Sekunde den Fight sucht und einfach mal auf Entdeckungsreise gehen *will*.


    Das mit dem Essen verstehe ich nicht ganz. Es dauert nämlich ziemlich lange, bis man enorme Vorräte gesammelt hat, damit man sich während eines Kampfes zig Mal retten kann. Auch bis man weiß, welche Ressourcen bestimmte Gerichte mit bestimmten Effekten erzeugen. Und diese Ressourcen muss man erstmal finden in den Mengen. Dasselbe gilt für das Aufwerten der Klamotten; auch hier musst du den Kram erstmal in den Mengen finden.


    Zum Ende hin ist das Spiel easy peasy. Das ist aber LA, TP oder OoT auch. Doch der Unterschied in BotW ist der, dass die selbst dann noch Orte und Gebiete entgangen sein können und dass du längst noch nicht alles gesehen und erledigt hast.


    Ob das für jeden Spielertyp befriedigend ist, bezweifle ich selbst. Für mich ist es das aber definitiv, trotz der Kritikpunkte, die auch ich habe. Doch die Tatsache, dass wir einen zweiten Teil bekommen, macht das für mich wett.

    Um mit BotW Spaß haben zu können, muss man den Fokus auf Erkundung haben, sonst wird das nix. Kämpfen ist eben nur ne Nebensache.

  • Macht man ein paar Rüstungs-Upgrades ist man so gut wie unverwundbar.

    Nicht wirklich. Zwar machen schwächere Gegner im Lategame dadurch natürlich kaum Schaden, aber vor allem die Silbervarianten (oder Gold im Mastermode) drücken noch ordentlichen Dmg, selbst mit dem besten Defensewert den man haben kann. Zudem muss man, wie Hyrokkin schon schrieb, erstmal die Materialen für die Upgrades haben, was einerseits auch Kämpfe gegen stärkere Gegner benötigt um an die nötigen Dinge zu kommen.

    So lang man einbisschen Essen bei sich hat und Geduld beweist, ist man so gut wie unverwundbar, da man sich immer in der Pause heilen kann und unendlich viele Zutaten dabei haben kann.

    Ob man jetzt eben in das Menü geht um etwas zu nehmen um sich zu heilen oder in anderen Games teilweise nur einen Knopf drücken muss um ohne Animation seine Energie wieder aufzufüllen macht jetzt auch keinen großen Unterschied. Und wie gesagt muss man erstmal genug Zeug haben.

    Hat man erstmal alle Ausrüstung für sämtliche Wetterverhältnisse bedeuten diese nur noch einen nervigen Weg ins Menü

    Den Punkt verstehe ich ehrlich gesagt mal gar nicht. Ist das nicht irgendwie das Gleiche ob man sich ein Gericht/Medizin reindrückt um z.B. bei Kälte keinen Dmg zu bekommen oder man sich eine Rüstung anzieht, die einen Effekt dafür hat? Bei beiden geht man in das Menü...

    Nutzt man Feen und die Fähigkeiten der Champions mit Bedacht sind sie zu stark

    Deswegen haben die Fähigkeiten ja auch einen Cooldown? Mipha's Gebet hat einen 24min Cooldown (ohne DLC), daher nützt die auch nur einmal was in Kämpfen. Abgesehen davon kann man sie komplett ausstellen und gar nicht nutzen, von daher kann jeder sich entscheiden, ob man sie nutzt oder nicht.

    Trifft man am Anfang des Spiels auf starke Gegner kannst du die Mechaniken des Kampfes so viel lernen wie du willst: Du wirst nicht gewinnen weil deine Waffen sowieso kaputt gehen

    Stimmt so auch nicht, ich hab gestern erst noch einen Schrein gemacht der eine schwierige Kampfprüfung hatte und hab auch mit schwächeren Waffen den Kampf geschafft. Wohl gemerkt in einem neuen Spielstand, wo ich so gut wie nix gemacht hatte und auch nicht viele Waffen dabei hatte.

    Pferde sind viel zu umständlich und nutzlos dagegen, aber eigentlich die spaßigste und die Wahl mit der besten Atmosphäre.

    Ich würde ohne Pferd durchdrehen, weil ich komplett ohne Fast Travel spiele. Daher kommt das oft vor, das ich mir wilde Pferde kurz zu nutze mache um schneller voran zu kommen oder halt ein Pferd habe mit der antiken Rüstung vom DLC um es überall hinrufen zu können.


    Moody™

    Sry, das ich deinen Beitrag regelrecht auseinandergeplückt habe, aber ich wollte eigentlich nur meine Meinung zu den Dingen sagen.


    Ich selber habe eigentlich nur einen Kritikpunkt an BotW:

    Zu wenige Stempel auf der Karte. 100 sind viel zu wenig, für so eine große Overworld. Daher nutz ich die kaum, weil ich mit 100 nie im Leben auskommen würde, wenn ich für mich wichtige Dinge markieren würde. Sonst finde ich das Spiel für mich persönlich eigentlich als perfekt an. Hab nicht umsonst soviele Spielstunden und hab immer Spaß daran es zu spielen.

  • Was diesen Punkt angeht, kommt es darauf an, was genau man im Spiel anstellt. [...] Und mit dem Glider kann man auch nur von oben nach unten reisen, nimmt sich dadurch aber die Möglichkeit, Dinge zu erkunden sowie zu looten.

    Richtig, der Glider hat neben der Ausdauer-Nutzung (die wenn wir mal ehrlich sind der weniger wichtigere Faktor ist) nur eine Begrenzung: Man muss zuerst irgendwo rauf. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist die Overworld von BotW so unglaublich vertikal, dass man damit keine Probleme haben sollte weil man immer einen höheren Ort finden sollte. Vorallem weil das Klettern kaum einschränkungen hat und mit Revali's Sturm dürfte es kaum noch ein Thema sein irgendwo rauf zu kommen. Klar, es hat seine Grenzen aber bedenkt, dass es nur darum geht den Glider zu nutzen. Sehr amüsandt finde ich übrigens den letzten Post von Phirone:

    Die Missionen waren nicht ganz einfach - vor allem die von ihnen (die Krogs) selbst als am schwierigsten eingestufte Feuerprobe, bis ich einmal Revalis Sturm aktivierte und feststellte, dass man fast das gesamte Areal einfach überfliegen kann.

    Noch dazu finde ich es gar nicht so umständlich, die Pferde zu benutzen. An jedem Stall ist stets auch ein Schrein zum hinteleportieren. Und es ist egal, wo man sein Pferd zuletzt gelassen hat. Ob in einem Stall am anderen Ende von Hyrule, oder einsam und verlassen auf dem höchsten Berg. Der Stallmeister kann es sofort abholen lassen und direkt neben Link abstellen. Diese 1-2 Extra-Minuten, die man auf sich nimmt, macht man locker wieder wett durch das hohe Tempo eines "5 Sterne in Geschwindigkeit"-Pferdes.

    Die Overworld verlangt doch unglaublich oft vertikale Bewegungen und man wird ständig dafür belohnt irgendwo hochzuklettern. Pferde können das nicht. Pferde nehmen dir sämtliche Freiheiten, schränken dein Moveset ein, haben eine träge Steuerung, du musst sie zuerst zähmen etc. Ein gutes Pferd muss man auch erstmal finden und noch vieles mehr. Verstehe mich nicht falsch! Das sind alles sehr coole Mechaniken und machen das ganze viel dynamischer und interessanter (weshalb ich auch behaupte, dass Pferde am meisten Spaß machen). Aber letztendlich lohnt es sich nicht, weil all die anderen Optionen einfach besser sind. Zu mal man auf dem Pferd schnell an einem Krog oder irgendwelchen Loot vorbei rennt. Nutzt man das Pferd, macht man es eigentlich nur aus einer intrinsischen Motivation. Ich will weniger Warp-Punkte und Glider die auf Wind und Wetter reagieren und auch mal kaputt gehen. Schadet auch nicht mehrere Versionen von Glidern zu haben. Ich will Pferde nutzen. Nur soll es auch eine weise Entscheidung sein!


    Ich erinnere mich noch gut, als ich die Vorteile der Pferde nach einigen Wochen entdeckte. Man lernt die Welt anders kennen, man entdeckt Orte und NPCs. Die Straßen zu bereisen mithilfe der Tiere ist in meinen Augen eine wunderschöne Zeitinvestition. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man eben nicht jede Sekunde den Fight sucht und einfach mal auf Entdeckungsreise gehen *will*.

    Lustigerweise hatte ich eben behauptet, dass vorallem für die Erkundung die Pferde nicht so geeignet sind. Die meisten "Geheimnisse" findet man abseits von Straßen. Und es ist nicht so, dass ich nicht gerne erkunde... Ich liebe erkunden. Nur kam für mich genau dieser Aspekt in BotW zu schwach!

    as mit dem Essen verstehe ich nicht ganz. Es dauert nämlich ziemlich lange, bis man enorme Vorräte gesammelt hat, damit man sich während eines Kampfes zig Mal retten kann.

    Ist das so? Nimmt man einen einzigen Maxi-Gegenstand und füllt die restlichen 4 Slots beim Kochen mit Äpfel oder so, hat man einen Fullheal. Das ist weder schwer zu finden, noch wirklich aufwendig oder teuer. Schließlich gibt es Maxi-Trüffel, Maxi-Lachs, Maxi-Barsch, Maxi-Durian und noch vieles mehr. Das restliche was man findet ist ja auch nicht unnutz. Wenn man das ganze nüchtern betrachtet, versucht die Regeln des Kochen vollstens auszunutzen um seine Zutaten gut zu investieren, dann fällt es zusammen wie ein Kartenhaus. Wer Reisröllchen oder eine leckere Suppe will, macht es aus eigener Motivation und nicht weil das Spiel einem damit belohnt.


    Nicht wirklich. Zwar machen schwächere Gegner im Lategame dadurch natürlich kaum Schaden, aber vor allem die Silbervarianten (oder Gold im Mastermode) drücken noch ordentlichen Dmg, selbst mit dem besten Defensewert den man haben kann. Zudem muss man, wie Hyrokkin schon schrieb, erstmal die Materialen für die Upgrades haben, was einerseits auch Kämpfe gegen stärkere Gegner benötigt um an die nötigen Dinge zu kommen.

    Ist das so? Schau dir das mal an. Kombiniert mit all den anderen Hilfsmitteln hat Schaden keine Bedeutung mehr.


    Ob man jetzt eben in das Menü geht um etwas zu nehmen um sich zu heilen oder in anderen Games teilweise nur einen Knopf drücken muss um ohne Animation seine Energie wieder aufzufüllen macht jetzt auch keinen großen Unterschied.

    Wie kommst du denn darauf? Kannst du das weiter ausführen? Meiner Meinung nach macht es natürlich einen riesen Unterschied. Versuch dich mal mitten im Kampf bei Dark Souls, oder selbst Skyward Sword zu heilen. Es ist ein Risiko! Du kannst nicht einfach das Geschehen zu einem fullstop bringen und all die Zeit tun was du willst. In Skyrim (das du ja auch unglaulich gern hast) hatte ich das auch schon kritisiert, jedoch macht es dieses sogar etwas besser wie BotW: Die Heilung wird nach dem Konsum langsamer heraufgezählt und ist nicht augenbilcklich aktiv (Mit Mods habe ich mir das noch langsamer gemacht z.B.). Hast du eigentlich Dark Souls gespielt? Würde mich mal interessieren was du davon hälst.


    Den Punkt verstehe ich ehrlich gesagt mal gar nicht. Ist das nicht irgendwie das Gleiche ob man sich ein Gericht/Medizin reindrückt um z.B. bei Kälte keinen Dmg zu bekommen oder man sich eine Rüstung anzieht, die einen Effekt dafür hat? Bei beiden geht man in das Menü...

    Der Unterschied ist, dass man ein Gericht oder die Medizin konsumiert (und du ein limitiertes Inventar hast). Du musst dich gezielt darauf einstellen. Es ist eine Art Vorbereitung. Kleidungsstücke verschwinden nicht nach der Nutzung. Wenn man die Kleidungen erstmal gefunden hat, sollte man sie eigentlich ständig bei sich haben. Es gibt keine Gründe sie loszuwerden, es sei denn man ist völlig abgetreten. Das heißt, dass z.B. ein Temperaturwechsel nur noch eine Auswahl in einem Menü bedeutet. Die einzige Mechanik die übrig bleibt ist das! Eine limitierung auf z.B. 1 oder 2 Slots (mit einem Item-Depot) würde dazu führen, dass du Entscheidungen treffen musst die alle Vor- und Nachteile haben. Willst du im Kampf eine gute Rüstung haben und gegen Kälte gewapnet sein? Oder doch so flexibel sein, dass du auch bei heißen Wetterbedingungen keinen Schaden zu dir nimmst? Oder verlässt du dich lieber auf deine Items die du mit dir trägst oder ggf. noch findest?


    Deswegen haben die Fähigkeiten ja auch einen Cooldown? Mipha's Gebet hat einen 24min Cooldown (ohne DLC), daher nützt die auch nur einmal was in Kämpfen.

    Ich habe nie behauptet, dass die Fähigkeiten keinen Cooldown haben. Der ist natürlich in meine Meinung eingeflossen! Stell dir mal vor die hätten keinen Cooldown! :D Das wäre NOCH verrückter!


    Abgesehen davon kann man sie komplett ausstellen und gar nicht nutzen, von daher kann jeder sich entscheiden, ob man sie nutzt oder nicht.

    Man kann immer dieß und das! Ich hab auch einige Zeit ohne Teleportation gespielt oder ohne Heilung im Kampf. Oder ohne Pfeil und Bogen. Deswegen habe ich das hier geschrieben:

    Da stellt es sich die Frage in wie fern ein Spieler dafür verantwortlich sein soll ob er Spaß an einem Spiel hat oder nicht.

    Was kann ich dafür, dass die Spiel-Mechaniken zusammenbrechen wie ein Kartenhaus, sobald ich sie ausnutze? Wenn ich mich selbst dazu zwinge gewisse Dinge zu vermeiden, habe ich trotzdem nicht den Spaß den ich hätte wenn ich dazu gezwungen gewesen wäre die Freiheit des Spiels auszunutzen. Aber es gibt klar definierte beste Wahlen und wenn man sich auf diese konzentriert geht verdammt viel des Spiels verloren.


    Stimmt so auch nicht, ich hab gestern erst noch einen Schrein gemacht der eine schwierige Kampfprüfung hatte und hab auch mit schwächeren Waffen den Kampf geschafft. Wohl gemerkt in einem neuen Spielstand, wo ich so gut wie nix gemacht hatte und auch nicht viele Waffen dabei hatte.

    Dann versuche das gleiche mit einem Leunen südlich vom Plateau. Am besten im ach so guten "Master-Modus". Aber eigentlich macht die Diskussion nur wenig Sinn wenn man die genaueren Bedingungen nicht weiß.

    Ich würde ohne Pferd durchdrehen, weil ich komplett ohne Fast Travel spiele. Daher kommt das oft vor, das ich mir wilde Pferde kurz zu nutze mache um schneller voran zu kommen oder halt ein Pferd habe mit der antiken Rüstung vom DLC um es überall hinrufen zu können.

    Dann sind wir uns ja... einig? Oder was willst du mir damit sagen?


    Zitat

    Sry, das ich deinen Beitrag regelrecht auseinandergeplückt habe, aber ich wollte eigentlich nur meine Meinung zu den Dingen sagen.

    Dafür musst du dich nicht entschuldigen! Dafür bin ich doch hier! Mich hat es gefreut, dass mal jemand mehr oder weniger ausführlich auf meine Beiträge eingeht. Ich habe keine Lust nur auf der Oberfläche rumzukratzen. Ich gebe mir oft viel Mühe mit meinen Beiträgen und freue mich auf jede Rekation die wenigstens mal einige Punkte aufgreift. Wer mich vom Gegenteil überzeugen kann, hat mir ein Geschenk gemacht! Also vielen Dank dafür (auch wenn das Geschenk bisher ausblieb)!

  • Nunja, man kann sich als Spieler viele Spiele "kaputtmachen" - aber das ist ja von Spieler zu Spieler verschieden, ab wann für jemanden das Spiel "kaputt" ist. Auch Bugs oder das Benutzen von Walkthroughs ist manchmal bereits verpönt und reicht aus, dass jemand der Ansicht ist, ein Spieler, der eine Lösungshilfe zur Hand nimmt, mache sich das Spiel kaputt.

    Da stellt es sich die Frage in wie fern ein Spieler dafür verantwortlich sein soll ob er Spaß an einem Spiel hat oder nicht.

    Natürlich hat der Spieler Einfluss darauf, ob er Spaß an einem Spiel hat. Wer denn sonst? Der Entwickler kann ja schlecht jemanden zwingen, Spaß an seinem Spiel zu haben (sonst gäbe es auch nicht so viele unterschiedliche Spiele, wenn das so einfach wäre).


    Und ist genau nicht das, was viele Fans an Breath of the Wild mögen? Dass sie die Freiheit haben, das Spiel zu spielen, wie sie wollen? Es ist natürlich schade, dass dir der Spielspaß verloren geht, aber ich selbst (und andere vielleicht auch) empfinden es als toll, dass ich mir aussuchen kann, welche der Mechaniken ich benutze und welche nicht. Das Spiel bestraft mich ja nicht dafür, wenn ich lieber zu Fuß laufe als mich zu teleportieren. Ich kann auf das Kochen verzichten und das Spiel nur mit einem Zweig und Topfdeckel durchspielen, wenn ich möchte. Ich kann es in 800 Stunden durchspielen oder in einer. Das Spiel wird dadurch natürlich schwieriger, aber nicht unmöglich. Es gibt keine Bestenliste oder so, dass ich im Nachteil wäre, wenn ich lieber aufs Pferd steige und die Schreine links liegen lasse. Mir gefallen diese Freiheiten, das Spiel so zu gestalten, wie ich mag. Das macht Spaß für mich aus.

    Was kann ich dafür, dass die Spiel-Mechaniken zusammenbrechen wie ein Kartenhaus, sobald ich sie ausnutze? Wenn ich mich selbst dazu zwinge gewisse Dinge zu vermeiden, habe ich trotzdem nicht den Spaß den ich hätte wenn ich dazu gezwungen gewesen wäre die Freiheit des Spiels auszunutzen.

    Das tut mir leid, dass du dann keinen Spaß hast. Verstehe ich es richtig, dass du dir mehr Einschränkungen wünschst? Was genau wäre denn der Unterschied, wenn es z.B. keine Teleportfunktion gäbe, konkret? Hättest du dann mehr Spaß, da du gezwungen wärst, das Pferd zu nehmen (anstatt es dir aussuchen zu können)?


    Du sprichst gleichzeitig von "Zwang" und von "Freiheit". Widerspricht sich das nicht? Ist Freiheit nicht dann, wenn man als Spieler selbst auswählen kann, wie man spielt, und die für sich am besten funktionierende Option aussucht?

  • Wie kommst du denn darauf? Kannst du das weiter ausführen? Meiner Meinung nach macht es natürlich einen riesen Unterschied.

    Als Vergleich hatte ich mir da selbst Horizon Zero Dawn genommen. Dort kann man sich mit Tränken oder Medizin (wovon man auch nicht gerade wenig mit sich rumtragen kann) instant heilen per Knopfdruck. Man geht zwar nicht ein Menü dafür, aber eben kurz das Steuerkreuz nach unten drücken (war glaub die Taste :/ ) und man war instant geheilt. Und das ohne Animation.


    Die einzigen Spiele die ich bisher gespielt habe, die Animationen beim Einnehmen von Tränken oder so haben sind Skyward Sword und Monster Hunter World. Bei SS ist das kaum ein Risiko, weil man oftmals eh nur gegen einen Gegner kämpft und man relativ leicht Abstand zu denen gewinnen kann. Bei MHW ist das natürlich anders aber ich fand nicht, dass das Spiel dadurch irgendwie schwerer oder anspruchsvoller wäre als jetzt z.B. BotW. Lag aber auch vielleicht an meiner Waffenwahl bisher, hab dort nur mit Bogen gespielt.

    Dann versuche das gleiche mit einem Leunen südlich vom Plateau.

    Reicht dir das wenn ich sage, das ich heute den Leunen neben dem Östlichen Ranelle-Tor gelegt hab? xD

    Mit 3 Herzen und glaub 4 oder 5 schwächeren Waffen. Da die Waffen keinerlei Haltbarkeit verlieren, wenn man auf dem Leunen sitzt und zuhaut, kann man sich das schon zu Nutze machen und extra dafür immer seine stärkste Waffe nehmen und sonst andere Waffen nutzen.


    Und paar Sachen stimmen zwar bei dem Video, was den Damage angeht, aber da vor allem im Lategame Waffen mit diversen Boni auftauchen verändern sich auch die Schadenswerte der Gegner. Ein Silber oder Goldleune mit der Zweihandwaffe kann glaub selbst mit max Defense noch um die 10 Herzen Dmg drücken, wenn ich mich gerade nicht irre. Auf jeden Fall kriegt man mehr Schaden rein als in anderen Zelda-Spielen, da sind die Gegner teilweise anfangs schon lächerlich und im Lategame ebenso.

  • Sylph Du sprichst eigentlich genau das richtige an. Denn letztendlich läuft es darauf hinaus was eigentlich Freiheit und Zwang bedeutet. Richtig deeper Shit sozusagen. Deswegen komme ich jetzt auch mit Beispiel aus der realen Welt:

    Rein theoretisch habe ich alle Freiheiten der Welt. Ich könnte auswandern, ich könnte eine Bank ausrauben, ich könnte auch die Gesellschaft verlassen und ein komplett eigenes Ding machen. Trotzdem sprechen so einige Dinge dagegen! Für euch dürften die offensichtlich sein. Es gibt für alle Konsequenzen die es wert sein sollten. Wenn ich z.B. eine Bank ausraube, muss ich damit leben, dass ich wahrscheinlich mein restliches Leben auf der Flucht bin. Rein theoretisch habe ich trotzdem die Freiheit es zu machen, nur zwingen mir die Umstände es nicht zu tun (mal abgesehen von den moralischen Aspekten). Der Deal ist es nicht wert! Bei der "Freiheit" von Breath Of The Wild geht es mir ganz ähnlich.


    Wenn ich auf die Teleportation verzichte werde ich bestraft weil ich das Spiel grundsätzlich davon ausgeht, dass ich sie besitze. Die Welt ist riesig und leer und die Quests schicken einem kreuz und quer. Wenn ich lieber auf Pferde setzen will, entgehen mir die eindeutigen Vorteile des Gliders. Wenn ich Zauberstäbe nutzen will, mache ich im Vergleich zu anderen Waffen viel zu wenig Schaden. Wenn ich mich erst später um die Hauptquest kümmere, werde ich vom Schwierigkeitsgrad unterfordert sein. Wenn ich Stasis nutze um Gegenstände herumzuschleudern, die dann auf Gegner treffen, werde ich bestraft weil es vorallem im späteren Spielverlauf viel zu wenig schaden macht u.s.w. Das Spiel ist voll mit solchen schlechten Deals. "Wahre Freiheit" würde entstehen wenn viele dieser Entscheidungen ähnlich Sinnvoll sind oder es einen Kompromiss gibt, der eine eindeutige Antwort ausschließt.


    Ich kann mein Hirn ja leider nicht einfach ausschalten. Breath Of The Wild kann man wahrscheinlich am besten genießen, wenn man aber genau das macht und sich einfach in der Welt verliert. Aber auch das ist mir im Verlaufe des Spiels immer schlechter gelungen weil es nicht viel gibt in das ich mich verlieren kann. Kaum Story, kaum verschiedene Gegner, kaum vielseitigkeite Schreine, Orte und Dungeons.


    Entschuldige, dass ich nicht auf einzelne Textpassagen reagiert habe. Ich hatte das Gefühl, dass ich so am besten auf deinen Beitrag antworten kann. Ich wollte trotzdem alle Punkte und Fragen die du hast berücksichtigen.

  • Breath Of The Wild kann man wahrscheinlich am besten genießen, wenn man [...] sich einfach in der Welt verliert

    Genau das ist doch das Schöne und einer der Gründe, weshalb wir spielen. Uns in fremden Welten verlieren!


    Vermutlich haben wir einfach unterschiedliche Ansichten, was für Ansprüche wir an ein Spiel wie Breath of the Wild stellen. Es ist kein Spiel, das viel Nachdenken (außer eventuell einige Rätsel, wobei ich selbst da nicht sicher bin) erfordert; ich denke, man kommt eher mit Geschick und Geduld weiter, vorrangig beim Erkunden und Besiegen von Monstern.


    Wenn ich mich geistig anstrengen will, spiele ich etwas anderes oder setzte mich an ein Puzzle oder sonstiges.

    Wenn ich auf die Teleportation verzichte werde ich bestraft weil ich das Spiel grundsätzlich davon ausgeht, dass ich sie besitze. Die Welt ist riesig und leer und die Quests schicken einem kreuz und quer. Wenn ich lieber auf Pferde setzen will, entgehen mir die eindeutigen Vorteile des Gliders. [...]

    Aber das Spiel an sich und das Erlebnis ändert sich ja nicht. Über die Welt kann man streiten, aber wenn du der Ansicht bist, dass sie leer ist (was ich nicht finde, aber jeder hat da wohl eine andere Ansicht), ist es doch hinfällig, ob du nun zu Pferd bist oder teleportierst, wenn es doch nichts zu entdecken gib, denn:

    Der Deal ist es nicht wert! Bei der "Freiheit" von Breath Of The Wild geht es mir ganz ähnlich.

    Wenn der Deal es dir nicht wert ist, ist das Spiel vielleicht einfach nicht für dich gemacht. Aber das ist vollkommen in Ordnung, nicht umsonst gibt es Geschmack und für Kritik ist der Thread ja da.


    Breath of the Wild funktioniert eben auch für Spieler, die nicht mit Videospielen aufgewachsen sind oder denen so ein Spiel nicht leicht fällt. Diese können dann eine gute Ausrüstung nehmen und kochen, damit sie das Spiel beenden können. Erfahrenere Spieler hingegen können die Rüstung ablegen, einen Zauberstab schwingen und die Hauptquest mit einer Prise Herausforderung beenden (wenn sie es denn möchten. Manch einer mag es vielleicht auch, einfach durch das Spiel zu brausen).


    Ich kann schon nachvollziehen, dass es dir widerstrebt, das Spiel "künstlich" schwieriger zu gestalten. Aber dann wäre es kein Spiel mehr, das alle spielen können, und das hat die Zelda-Reihe eigentlich immer für mich ausgemacht. Es wäre unfair, ein Spiel zu verlangen, das unter Umständen nicht so erfahrene Spieler ausgrenzt. Vor allem, da ich - finde ich - keinen wirklichen Nachteil habe, wenn es starke Ausrüstung gibt. Den Pokémon-Spielen werfe ich auch nicht vor, dass die Liga viel zu einfach ist, wenn ich meine Monster vorher auf Level 100 levele. Es war ja immer noch meine Entscheidung, das zu tun.

  • Wenn ich mich richtig erinnere, wusstest du das alles schon vorher Moody™ . Du hattest ja quasi schon seit Release diese Kritiken und hast es dir quasi trotzdem gekauft. Was du bekommst, war dir also bewusst.


    Wie Sylph es auch schon sagt, ist BotW sicher nicht für jeden Anspruch gemacht. Ein Zelda im Dark Souls-Stil würde mir persönlich null gefallen, da es einfach gar nichts mehr mit Zelda zu tun hätte; andere wiederum würden es sicher klasse finden.


    Es ist schade, dass du es nicht gut findest, aber so ist es halt. Das ist eben rein subjektiv. Für mich funktioniert es. Nintendo hatte mir jedenfalls nichts anderes versprochen als das, was ich bekommen habe.

  • Als Vergleich hatte ich mir da selbst Horizon Zero Dawn genommen. Dort kann man sich mit Tränken oder Medizin (wovon man auch nicht gerade wenig mit sich rumtragen kann) instant heilen per Knopfdruck. Man geht zwar nicht ein Menü dafür, aber eben kurz das Steuerkreuz nach unten drücken (war glaub die Taste :/ ) und man war instant geheilt. Und das ohne Animation.

    Nur weil es ein anderes Spiel macht, macht es das weder besser und mein Argument weniger valide. Ich weiß aber relativ genau, dass ich mich wahrscheinlich mit Horizon Zero Dawn langweilen würde. Sieht für mich nach einem total generischen Open-World Spiel aus.


    Die einzigen Spiele die ich bisher gespielt habe, die Animationen beim Einnehmen von Tränken oder so haben sind Skyward Sword und Monster Hunter World. Bei SS ist das kaum ein Risiko, weil man oftmals eh nur gegen einen Gegner kämpft und man relativ leicht Abstand zu denen gewinnen kann. Bei MHW ist das natürlich anders aber ich fand nicht, dass das Spiel dadurch irgendwie schwerer oder anspruchsvoller wäre als jetzt z.B. BotW. Lag aber auch vielleicht an meiner Waffenwahl bisher, hab dort nur mit Bogen gespielt.

    Weißt du was? Als ich Skyward Sword erwähnt habe, hatte ich genau die gleichen Gedanken. Meistens hat man wirklich nur einen Gegner und dort ist es wirklich sehr einfach Distanz zum Gegner zu gewinnen. Deshalb ist es immer bisschen problematisch über eine Spiel-Mechanik isoliert zu reden, da sie ineinander greifen wie Zahnräder und selten allein stehen. Aber nehmen wir mal an, dass du nicht von einem Gegner weg könntest. Es wäre ein Risiko. Zu Monster Hunter World kann ich leider nichts zu sagen. Schade, dass du anscheinend noch kein Dark Souls gespielt hast! Ich glaube sogar, dass es dir gefallen könnte. Denn dann wäre der Thrill, der von so einem System kommt, viel leichter verständlich. Davon kann Roy ein Lied von singen. :whistling:

    Reicht dir das wenn ich sage, das ich heute den Leunen neben dem Östlichen Ranelle-Tor gelegt hab? xD

    Mit 3 Herzen und glaub 4 oder 5 schwächeren Waffen. Da die Waffen keinerlei Haltbarkeit verlieren, wenn man auf dem Leunen sitzt und zuhaut, kann man sich das schon zu Nutze machen und extra dafür immer seine stärkste Waffe nehmen und sonst andere Waffen nutzen.

    Wenn ehrlich bin: Nein, es reicht mir absolut nicht. Mal abgesehen davon, dass es weniger eine Rolle spielt, dass du 3 Herzen hast. Ich weiß auch nicht was für dich "schwächere Waffen" bedeuten soll.


    Deswegen habe ich mir mal ein bisschen Arbeit gemacht:

    Ich habe in den tiefen Bibliotheken der Hyrule-Archive geforscht. Dort sind alle Waffen, die es in Hyrule gibt, aufgelistet. Hier stehen auch Haltbarkeitswerte in Form von Zahlen. Die zwei stärksten Waffen auf dem Plateau sind wahrscheinlich der Iron Sledgehammer und der Soldier Bow.


    Der Hammer hat eine Durability von 40 und macht 12 Schadenspunkte.
    Der Bogen hat eine Durability von 36 und 14 Schadenspunkte.

    Leider konnten mir die Archive nicht genau sagen wie der Durability-Wert zustande kommt. Selbst wenn ich mich an die Hardcore-Communitys wende, konnte mir keiner innerhalb den letzten zwei Stunden eine Antwort liefern. Deshalb habe ich es einfach mal selbst ausprobiert und hab geschaut, was die Waffen so aushalten. Hier ein paar Ergebnisse:


    Tree Branch

    4 Hits, 4 Durability

    2 DMG


    Dragenbone Boko Club

    18 Hits, 18 Durability

    24 DMG


    Woodcutter's Axe

    38 Hits, 47 Durability

    3 DMG


    Traveler's Spear

    28 Hits, 30 Durability

    3 DMG


    Bokoblin Arm

    3 Hits, 5 Durability

    5 DMG


    Boko Club

    12 Hits, 8 Durability

    4 DMG


    Soldier's Bow

    ?? Hits, 36 Durability

    14 DMG


    Iron Sledgehammer

    ?? Hits, 40 Durability

    12 DMG


    Wie man sieht, geht die Zahl nicht immer auf. Wahrscheinlich gibt es verschiedeie Multiplikatoren die aktiv werden wenn man bestimmte Gegenstände, Gegnertypen oder Materialien trifft. Einige dürften euch ja auch bekannt sein wie z.B., dass die Holzaxt gut für Bäume ist und Schwerter nicht. Leider konnte mir wie gesagt keiner erklären wie das genau funktioniert. Also bin ich erstmal dazu gezwungen davon auzugehen, dass z.B. 40 Durability etwa ~40 Hits entspricht. Am Anfang des Spiels hat man 8 Waffen-Slots und nun ein bisschen Mathematik:


    Hat man rein theoretisch 8 Iron Sledgehammer sieht das so aus:

    8*40 Schläge = 3840 Schadenspunkte


    Ein roter Leune hat 2000 Schadenspunkte. Jetzt muss man berücksichtigen, dass die Ausbeute von 8 Hammern utopisch wäre und dass diese alle in bester Kondition sind auch. Klar, dann gibt es noch tricks die man berücksichtigen könnte wie deine angesprochenen Situationen in denen die Waffen nicht geschadet werden. Aber rein theoretisch könnte ich auch einen Ultra Schild-Bounce als weitere Bewegungsmöglichkeit ansehen und es wäre eine ernstzunehmende Frage ob man diese beiden Mechaniken als Intention des Entwicklers ansehen soll oder nicht. Fest steht, dass beide Mechaniken für die meisten Spieler völlig unrelevant wären weil sie unbekannt oder zu schwer sind.


    Letztendlich sind meine Berechnungen und vorallem meine Experimente im Spiel sehr "unwissenschaftlich". Trotzdem denke ich, dass man je nach Interpretation ein recht eindeutiges Fazit schließen kann. Also, ich wünsche jedem (neuen) Spieler viel Glück und Spaß beim ersten Leunen! Mit größter Wahrscheinlichkeit kannst du ihn nicht besiegen! Nicht weil du das Spiel nicht spielen kannst, sondern weil es dir die Freiheit dazu nimmt.


    Auf jeden Fall kriegt man mehr Schaden rein als in anderen Zelda-Spielen, da sind die Gegner teilweise anfangs schon lächerlich und im Lategame ebenso.

    Ja, wenn man allein die Schadenspunkte der anderen Zeldas vergleicht schon. Aber wie du schon bemerkt hattest, und ich noch weiter aufgegriffen habe, sind Spiel-Mechaniken oft sehr ineinander verflochten. Zum Beispiel haben viele Gegner der vorherigen Zeldas ganz andere Kniffe: Du musst zuerst herausfinden wie sie funktionieren oder herausfinden welches Item du benutzen musst.


    Genau das ist doch das Schöne und einer der Gründe, weshalb wir spielen. Uns in fremden Welten verlieren!

    Ja, das stimmt. Es kann ein Faktor von vielen sein. Darüber mache ich mir auch öfter Gedanken und ich bin mir bei vielen Dingen noch total unsicher. Ich weiß auf viele Fragen keine Antworten. Weshalb ich z.B. den "Die beste Story- Thread", trotz Lesezeichen, seit Monaten nicht beantwortet habe. Die Welten und Geschichten in Videospielen können definitiv eine Rolle spielen. Vorallem bei Zelda. Ich zähle ja auch die Story und die Welt oft als einer der größten Kritikpunkte zu BotW auf. Aber würdest du Hollow Knight spielen wollen, wenn du mit den Gameplay-Mechaniken unzufrieden wärst? Vermutlich nicht.

    Vermutlich haben wir einfach unterschiedliche Ansichten, was für Ansprüche wir an ein Spiel wie Breath of the Wild stellen.

    Wie es scheint schon. Wenn ich diese Ansprüche habe die du Zeldas stellst denke ich ungelogen eher an Tetris oder an Quake-Instagib (aber selbst deren Regeln sind fair).


    Aber das Spiel an sich und das Erlebnis ändert sich ja nicht. Über die Welt kann man streiten, aber wenn du der Ansicht bist, dass sie leer ist (was ich nicht finde, aber jeder hat da wohl eine andere Ansicht), ist es doch hinfällig, ob du nun zu Pferd bist oder teleportierst, wenn es doch nichts zu entdecken gib [...}

    Was meinst du mit deinem ersten Satz genau? Nunja, natürlich ist es nicht hinfällig ob man nun mit dem Pferd unterwegs ist oder teleportiert. Es gibt trotzdem einen Point of Interest, bloß der Weg dorthin ist eintönig und bereits vertraut. Selbst wenn man neue Wege geht. Würde man zum Beispiel die Karte verengen und wiederholenden Content zum größten Teil entfernen, wäre das Resultat gar nicht mal so übel!


    Wenn der Deal es dir nicht wert ist, ist das Spiel vielleicht einfach nicht für dich gemacht. Aber das ist vollkommen in Ordnung, nicht umsonst gibt es Geschmack und für Kritik ist der Thread ja da.

    Ich bestreite auch nicht, dass das Spiel nicht für mich gemacht ist. Wer bei dieser riesigen eintönigen Welt nicht über schlechte Spiel-Mechaniken hinwegsehen kann ist mit BotW schlecht aufgehoben. Das frustrierende ist nur, dass Zelda zu einer meiner liebsten Videospiel-Serien gehört und BotW wohl die neue Richtung zu sein scheint wenn sich nichts ändert (womit ich zum Glück aber nicht rechne). Frustrierend ist natürlich auch, dass die Schwächen des Spiels im Verlaufe immer stärker werden und ich natürlich auch meinen Spaß hatte. Sonst wäre ich nicht hier! Deswegen schreibe ich meine Kritik, genau in diesen Thread.


    Breath of the Wild funktioniert eben auch für Spieler, die nicht mit Videospielen aufgewachsen sind oder denen so ein Spiel nicht leicht fällt.

    Aber sag mir, trifft das nicht auch auf die restlichen Zeldas zu?

    Erfahrenere Spieler hingegen können die Rüstung ablegen, einen Zauberstab schwingen und die Hauptquest mit einer Prise Herausforderung beenden (wenn sie es denn möchten. Manch einer mag es vielleicht auch, einfach durch das Spiel zu brausen).

    Kennst du das wenn du Multiplayer-Spiele gegen Freunde spielst die deutlich schlechter sind als du? Zum Beispiel nutzt du eine Handicap-Funktion, vielleicht bleibst du einfach am Anfang des Rennens in Mariokart kurz stehen, vielleicht nutzt du bei Smash Bros. keine Items oder nutzt nur deinen ungeliebtesten Charakter um das Spiel ausgeglichener zu machen. Letztendlich wird es aber trotzdem weniger Spaß machen. Selbstrestriktion fühlt sich meistens einfach nicht richtig an.


    Du sagst, dass du es schade fändest wenn das Spiel unerfahrene Spieler ausgrenzt. Doch eigentlich ist das Spiel in den ersten Spielstunden am schwersten. Und damit meine ich nicht, weil es unbekannt ist. Zufällig ist das dann auch etwas ausgewogener und durchdachter. Jedoch hat das nichts mit dem Schwierigkeitsgrad zu tun.


    Wenn ich mich richtig erinnere, wusstest du das alles schon vorher Moody™. Du hattest ja quasi schon seit Release diese Kritiken und hast es dir quasi trotzdem gekauft. Was du bekommst, war dir also bewusst.

    Ja, viele Befürchtungen die ich hatte sind zur Realität geworden. Mir waren halt schon ähnliche Probleme in anderen Open World-Titeln aufgefallen. Ich habe es mir trotzdem gekauft. Es hat sich gelohnt, ich bereue es nicht. Ich hatte meine ersten 20 Spielstunden Spaß und dann immer mal wieder ein wenig... und ich hab den neusten Ableger einer meiner liebsten Videospielserien ausprobiert.


    Ein Zelda im Dark Souls-Stil würde mir persönlich null gefallen, da es einfach gar nichts mehr mit Zelda zu tun hätte

    Interessanterweise ist Dark Souls in gewisser Hinsicht fast schon näher an dem 3D-Zelda-Format wie OoT, TWW oder TP. Natürlich ist das leben subjektiv und letztendlich ist das hier ein Meinungsaustausch. Objektive Diskussionen sind fast unmöglich, egal wie man sie führt. Vorallem wenn es um Unterhaltungsmedien geht.


    Aber letztendlich kann ich über Spielmechaniken und Fakten so viel reden wie ich will. Wie man ein Spiel erlebt ist völlig subjektiv. Ich bin mir sicher, dass ich als Kind richtig miese Spiele als spaßig empfunden habe und ich diese heutzutage innerhalb von einer Minute nur noch hinlegen würde. Das macht den Spaß aber nicht weniger real.


    Den Sprung in die Videospiel-Branche habe ich vielleicht schon geschafft. Vielleicht bekomme ich es ja auch noch gebacken selbst Regie eines Videospiel zu führen und dann mache ich einfach alles besser? Wer weiß! ^^


    Wenn einige Sätze ein bisschen grob rüber kommen, dann entschuldige ich mich. Das geht vorallem an Hyro und Sylph. :)
    Die Recherche und Disukssion hat mich jetzt erstmal bisschen ermüdet, aber es macht mir Spaß. Und darum geht es ja auch.

  • Uff mir fällt es reichlich schwer auf jeden Sachverhalt einzeln einzugehen bei so vielen Argumenten und Ansichten.

    Deswegen gebe ich einfach mal meinen Senf im Ausdruck meiner Meinung wieder und hoffe mal, dass ich den Ein oder Anderen damit ansprechen kann.


    Ich hab oft das das mit der Pferdemechanik gelesen und ich kann das sehr gut nachvollziehen. Für mich wirkte das Pferd in dem Spiel wie ein Fremdkörper den ich nie benutzt hatte. Es ist recht ungewöhnlich gewesen, weil ich in vergangenen Zeldas doch jegliches Transportmittel sehr gerne verwendet hatte, doch in Botw hatte ich es nie als nötig erachtet. Im Gegenteil, ich fand es irgendwo nervig und anstrengend sich seinen Gaul suchen zu müssen. Mich hat es gestört, dass jedes Pferd seine eigenen Stats hatte und mit viel Pech ich immer an das Falsche geriet. Ich hab es deswegen eigentlich schnell sein lassen. Es gab ganz am Anfang zu Beginn eine Quest in der man das Reiten und Zähmen nahegelegt bekommen hatte, und das war auch die einzige Situation wo ich mich damit beschäftigt hatte. Wie. Gesagt, das Spiel verführt einen zu sehr sich jeden Zentimeter zu teleportieren, deswegen brauchte ich keinen Gaul.


    So war für mich auch das DLC mit dem Motorrad nicht ansprechend. Ich hab die Mission der Vollständigerhalber erledigt, doch sobald es meiner Meinung nach auf engeren Strecken zum Einsatz kam, hatte man nur Probleme es gut zu lenken. Auf freiem, offenen Feld war es hingehen schon ein wenig praktischer, aber auch nicht das wahre Wunder. Also wurde es auch wie das Pferd, einfach vergessen und nicht benutzt.


    Jetzt wird gleich auf ganz hohem Niveau Gemäckert, denn das, was eigentlich von den Entwicklern sooo hoch angepriesen und gefeiert wurde, ist genau das, was mich am meisten gestört hat, das, was mir am Spiel so gar nicht gefallen hat.

    Es ist diese große, weite, leere Welt in der Monsterherden zu finden sind, die immer dieselben Typen waren. Goblins, Goblins, Echen und noch mehr Goblins mit Fledermäusen gemischt. Wow.

    Noch nie habe ich mich längerer Zeit so verloren gefühlt wie in Botw. Versteht mich nicht falsch, mir hat es Spaß gemacht einzelne Orte zu erkunden, mir hat es Spaß gemacht auf Klippen zu klettern, die Wälrder zu durchstreifen und hier und dort in einem Teich baden zu gehen aber sonst? Die Easter Eggs aus anderen Zeldas zu suchen war spannend, gewisse Ähnlichekliten wie die Lon Lon Farm zu entdecken hatte mich kurz aufstocken lassen, doch das war es im Ganzen. Mich störte das ewige Kreuz und Quer Gelaufe für die einzelnen Quests. Mich hat die Leere der Charaktere gestört, die einzelnen Wanderer die scheinbar total unberührt sind bezüglich der Apokalypse. Mich störte es, dass die Städte zum Teil so friedvoll und sorglos waren, wo doch die ganze Welt im Arsch war, es scheinbar gar keine Hoffnung auf Frieden gibt. Wieso also dieser unbeschwerliche Alltag? Wie kann man sich über angebauten Kürbis so einen Kopf zerbrechen wo draußen vor deren Stadttoren Herden von Monstern wüten und den Wanderer die Organe aus dem Leib prügeln?


    Wenn man auf NPCs allgemein trifft, ist es so, als würde man sich mit emotionslosen Leuten unterhalten die den Umfang ihrer Welt gar nicht begreifen. Das finde ich sehr sehr schade. Man hat im allgemeinen immer wieder Bereiche in dem sich Goblins in Scharen tümmeln, dann gibt es wieder nichts. Das wiederholt sich von Quadrant zu Quadrant und schon bald findet man sich immer wieder in einer selben Situation die man zuvor wo anders schon erlabt hat. Immer die gleichen Gruppen von Gegnern.


    Das war zum Beispiel in anderen Zeldas schöner. Man hatte einfach belebtere Orte, gezeichnete NPCs die etwas mehr Charaktertiefe hatten die auch wegen Ereignissen etwas zu berichten hatten und man konnte sehen wie sie sich fühlten.


    Die allgemeine Lootmechanik von Gegenständen hat mich genervt. Am Anfang hatte man kaum Überlebenschancen weil von Ästen und Zweigen keine einzige Waffe in Sichtweite war und am Ende hin hat man nur seine Feuer und Blitzschwerter aus dem Inventar gepfeffert weil man nicht wusste wo hin mit dem Ganzen. Die Balance zwischen Survival und Over Power ist meiner Meinung nach zu krass verfehlt. Wenn man am Anfang weiß wo hin man muss, kann man sich gleich das Hylia Schild sowie das Masterschwert sichern und damit ist eigentlich schon ein Großteil des Spiels abgedeckt. Dann einen Doppelbogen mit Bombenpfeilen und man Sprenger sich mich gutem Timing durch die Welt.


    Von den Rüstungen war ich sehr enttäuscht. Allgemein von den ganzen Gegenständen. Ich hätte mir lieber das klassische Zelda Design gewünscht in dem man in Tempeln seine Ausrüstung findet und dann nach und nach verwendet. Es hätte in so einer gigantischen Welt viel mehr Spaß gemacht Passagen einzubauen wo man gewisse Gegenstände gebrauchen hätte können als einen einfach ohne Kommentar in die Welt zu schmeißen nach dem Motto, Have Fun Here you are. ... Joa. Fand ich jetzt nicht so atemberaubend.


    Moodys Vergleich mit der realen Welt und dem, was er im Nachgang schrieb was das Spiel mit einem macht in Punkto Entscheidung und Kosequenz fand ich sehr gut geschrieben und übernehme ich so 1 zu 1.


    Ich führe die Liste in wenigen Beispielen fort, was das Spiel in meinen Augen nicht so gut gemacht hat, weil sonst werden wir gar nicht mehr fertig. Viel Kritik für einen eigentlich so guten „Titel“ wie ihn jeder sieht.


    - Zu viele Schreine und Minispiele in der Hinsicht, zu wenig Tempel und wirkliche Herausforderungen

    - Keine Gegenstände

    - Wenig Balance zwischen den einzelnen Abschnitten im Spiel

    - Keine inspirierende Gesamtwelt bis auf paar einprägsamen Orten wo man sah, dass sich dort Mühe gegeben wurde im Design

    - Keinerlei NPC Charaktertiefe wenn sie nicht zum Gesamtplot des Spiels gehörten

    - Zeldaspezifische Belohnungen haben gefehlt wie Herzteile oder andere Sachen die man sonst gewohnt ist zu finden

    - 999 Krog Samen nur um die Spielzeit zu dehnen, are you fking serious?


    And so on.

  • Wenn man am Anfang weiß wo hin man muss, kann man sich gleich das Hylia Schild sowie das Masterschwert sichern und damit ist eigentlich schon ein Großteil des Spiels abgedeckt.

    Jein.

    Beim Hylia-Schild hast du Recht, das kann man sich easy am Anfang holen, wenn man weiß wo es ist, aber bei dem Master-Schwert sieht das schon ein bisschen anders aus. Es bringt einem absolut nix wenn man weiß wo es ist, solange man nicht die Mindestanzahl an Herzen hat um es zu ziehen. Und dafür muss man entweder ein drittel der Schreine machen (40) oder 24, wenn man die 4 Titanen vorher gemacht und die Herzcontainer dort eingesammelt hat.

  • Die Overworld verlangt doch unglaublich oft vertikale Bewegungen und man wird ständig dafür belohnt irgendwo hochzuklettern. Pferde können das nicht. Pferde nehmen dir sämtliche Freiheiten, schränken dein Moveset ein, haben eine träge Steuerung, du musst sie zuerst zähmen etc. Ein gutes Pferd muss man auch erstmal finden und noch vieles mehr.

    Ich habe Pferde trotzdem nie als eine Belastung oder schlechtere Alternative zum Gleiter empfunden. Wie schon gesagt kann man sich zu jedem Stall hin teleportieren, und das eigene Pferd wird dann einfach unabhängig vom letzten Aufenthaltsort zu Link gebracht. Ein Pferd mit 5 Sternen in Geschwindigkeit ist auch unglaublich schnell, sodass man gerade in unerforschte Gebiete im Rekord-Tempo vorstoßen kann. Und wenn das Pferd vollständig gezähmt wurde, dann steuert es sich auch super präzise. Die Hauptsache ist, dass man das Pferd nicht zum Galoppieren antreibt, wenn man seine vollständige Manövrier-Fähigkeit braucht. Denn dann wird es träger, und weicht auch nicht mehr selbstständig Hindernissen aus. Und wenn man das Pferd manuell steuert (indem man anvisieren gedrückt hält), kann man es auch Steigungen hoch oder runter bewegen, die es sonst nicht passieren wollen würde.


    Es ist wohl eine Sache der eigenen Bewertung, aber für das, was ich in dem Spiel getan habe empfand ich Pferde immer als extrem hilfreich. Man ist unglaublich schnell unterwegs, kann von ihnen aus auch effektiv kämpfen, oder sogar mit Zeitlupen-Modus abspringen und den Bogen verwenden. Und wenn man doch einmal irgendwo hochklettern muss, oder alleine erforschen geht, kann man das Pferd wieder ganz einfach zu sich rufen übers Pfeifen. Ich war eigentlich immer mit dem Pferd in BotW unterwegs, außer wenn ich nur mal kurz irgendwo für das Abschließen einer Quest hin musste. Dann ist die Teleportation natürlich schneller.


    Der Gleiter ist natürlich auch nicht schlecht, allerdings funktioniert er eben nur bei Gefällen in der Landschaft. Es mag sicher ganz lustig sein, sich zu einem Turm hinzuporten und dann mit dem Gleiter mehrere Hundert Meter weit zu fliegen. Aber irgendwann kommt man auch wieder am Boden an, und dann muss man (nach meinem Empfinden) stinkend langsam zu Fuß herumlaufen. :huh:

    Ein Zelda im Dark Souls-Stil würde mir persönlich null gefallen, da es einfach gar nichts mehr mit Zelda zu tun hätte;

    Breath of the Wild ist bereits ein Zelda im "Dark Souls"-Stil. Gerade beim Kampf-System hat sich BotW unglaublich viel Inspiration von Dark Souls geliehen. Die Art & Weise, wie Gegner sichtlich mit ihrem ganzen Körper ihre nächste Attacke verraten, damit man darauf reagieren kann. Die Möglichkeit vom Ausweichen und Parieren. Die gefühlte Wucht hinter den Angriffen, und das die eigene Positionierung im Kampf von großer Wichtigkeit ist. Der Kampf gegen einen Leunen in BotW fühlt sich exakt so wie der Kampf gegen einen Miniboss aus Dark Souls an.


    Leider haben sie sich dann beim Heilungssystem in BotW nicht mehr von Dark Souls inspirieren lassen, und nicht mal mehr an Skyward Sword. Es fühlt sich meiner Meinung nach genauso albern an, wie wenn man in Skyrim mitten in einem epischen Kampf das Spiel pausiert, und sich 34 Käselaibe sowie 12 Blumenkohl reinpfeffert. Und voilà, man ist wieder kampfbereit.


    Ich find es halt echt schade, das sie sich nicht mal für den "Hard Mode" im Spiel ein interessanteres System ausdenken konnten. Stattdessen regenerieren Gegner ihre Gesundheit. :D

  • […]

    Breath of the Wild ist bereits ein Zelda im "Dark Souls"-Stil. Gerade beim Kampf-System hat sich BotW unglaublich viel Inspiration von Dark Souls geliehen. Die Art & Weise, wie Gegner sichtlich mit ihrem ganzen Körper ihre nächste Attacke verraten, damit man darauf reagieren kann. Die Möglichkeit vom Ausweichen und Parieren. Die gefühlte Wucht hinter den Angriffen, und das die eigene Positionierung im Kampf von großer Wichtigkeit ist. Der Kampf gegen einen Leunen in BotW fühlt sich exakt so wie der Kampf gegen einen Miniboss aus Dark Souls an.[…]

    Inspiration von DarkSouls? Das finde ich eigentlich nicht. Im Gegenteil ich finde, dass sich das Spiel so gar nicht an Dark Souls orientiert oder damit zu vergleichen ist. Wenn wir das auf die Kämpfe aufdröseln dann geht eher der Vergleich in frühere Zeldas zurück, wie TWW. Dort hatte man das erste mal das Kontern eingefügt sowie einen Bewegungsablauf des Feindes. Später in SS wurde das ganze dann durch die Bewegungssteuerung noch weiter dominiert und ausgebaut.

    Das Botw nun das von seinen Vorgängern übernommen hat, ist demnach naheliegend sich aber an Dark Souls orientiert zu haben? I don’t think so. Ich kann einfach keine Parallelen dazu schließen. So ist das Kampfsystem komplett anders, meiner Meinung nach. Dark Souls fühlt sich eher steif an, kein Fehler wird verziehen wohingegen in Botw man fröhlich auf Dinge einkloppen kann wenn es eine normale Gegnerstruktur hat und nicht gerade ein Lynel ist. Aber selbst einen Lynel würde ich nicht mit einem Miniboss aus DS vergleichen. Wenn man allein nur einen normalen Feind in DS besiegt hat überkam einem ein Gefühl von Macht und Erfolg 2 Schritte geschafft zu haben. Das war jetzt nach meinem Empfinden in Zelda nicht so.

  • Ich meine, dass das vielleicht nicht ein System ist, das Dark Souls für sich beanspruchen kann - nicht nur, dass es zB. in Wind Waker schon ein Ausweichsystem gab und demzufolge ähnliche Angriffsabläufe der Fall waren, selbst in Ocarina of Time mit dem Lock On System hatte man sowas wie One on One Kämpfe wo man die Attacken - wenn auch sehr simpel - von Gegnern lesen und vorhersehen musste.

    Dark Souls war damals, als man erste ingame Videos gesehen hat, in aller Munde. Auf den ersten Blick wirkte es fast so - Link war schwerfälliger, die Gegner waren anfangs knackiger, es gibt mehrere Waffen mit unterschiedlichen Eigenschaften, zeitbasiertes Buffing - aber wenn man zurückdenkt, gibt und gab es eine Menge dieser vermeintlichen Dark Souls-esken Elemente schon früher und auch in Zeldagames. Das Gesamtpaket mag äußerlich so wirken, aber wenn man Breath of the Wild spielt und dann Dark Souls daneben stellt, glaube ich, wird man keine Parallelen mehr finden - zumindest keine, die es nicht mit zahlreichen anderen Spielen gibt und die nicht nur Dark Souls für sich beansprucht.


    Jetzt, nach einiger Zeit und vor allem nach der Ankündigung des Nachfolgers habe ich mir nochmal die Frage gestellt, warum Breath of the Wild für mich kein Zelda mehr war. Abgesehen von den zahllosen kleineren und größeren Faux Pas bin ich auf ein Element gekommen, das eigentlich das Spiel oder die Serie ad absurdum führt - nämlich das Klettern. Dadurch wird eben das klasische "du kommst hier nur mit einem bestimmten Item weiter" wie es durch die Serie bekannt wurde oder andere Zelda-eske Elemente, die vllt nicht alleinig auf Zelda zurückzuführen sind aber jedenfalls hier perfektioniert wurden zerstört. Klar gibt es Einschränkungen wie Wetter und Klima und in zB Labyrinthum kommt man auch mit dem Klettern nicht weiter, aber in der Overworld kann man praktisch zu Beginn überallhin - es gibt ja auch zahlreiche Speedruns die zeigen, wie man Glitchfrei (mehr oder weniger) schon innerhalb einer Stunde vor Ganon stehen kann. Und das ist es, was für mich im Endeffekt die Zelda Erfahrung kaputt macht. Zelda hat nie für sich den Anspruch gehabt ein frei erkundbares open world Spiel zu sein, es gab immer restrictions und Gameplayelemente die serientypisch waren und das verhinderten, Breath of the Wild wirft das über den Haufen so ist es ohne Glitches oder Tricks absolut möglich das Spiel zB. von hinten nach vorn zu spielen oder gar Ganon, wenn man geschickt ist, innerhalb kurzer Zeit zu besiegen.

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #57: Data

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    "Zieh dir Hosen an, William!"

  • Japp. Dass BotW weniger Zelda-like ist, als alle anderen mir bekannten Zs, unterstreiche ich. Es wurde, wie immer, mal wieder etwas neues probiert, vielleicht zu viel neues.

    Dass sich Link in seiner Heimatwelt sonst nie frei bewegen konnte, dass er sich eigentlich schon immer über sehr freie und leere Flächen bewegt hat, dass er um jedes mehr Bewegungsfreiheit kämpfen musste - das war TLoZ 30 Jahre lang. Und vielleicht hätte man nicht alles davon wegnehmen sollen.


    BotW habe ich stets wörtlich genommen. Es war mal vor tausenden von Jahren eine domestizierte Welt, die scheinbar von heute auf morgen verlassen wurde. Offensichtlich gab es in den darauffolgenden Jahrhunderten immer wieder Bemühungen, sich dieses Land zurückzuholen, aber dann gab es vor 100 Jahren den Rest quasi.

    Das ist die Geschichte, in der wir uns hier bewegen. Und wenn Link nun außerstande gewesen wäre, auf Berge und Gebäude zu klettern, hätte es für mich nicht gepasst. Anders als in anderen Teilen ist seine genaue Herkunft unbekannt; es gibt kein Haus in Ordon, keine Oma auf Präludien und kein Kokiri-Dorf.


    Vielleicht ist es für viele schon der Plot selbst, der stört. Viel besser wäre das klassische "Die unbekannte und unerwartet toughe Prinzessin wurde von einem Bösen entführt! Link, nimm dieses Holzschwert und befreie sie! Doch bringe bitte zunächst diesen Brief zu einem alten Mann weit weg..."-Plot. Ich liebe diese Erzählungen auch. Doch freue ich mich eben auch sehr über neue Wege, neue Ideen und Wagnisse. Mal sehen, wo die Reise hinführt.

  • Ich unterstreiche Hyros Beitrag komplett. Genau wie Olf es auch angesprochen hat. Eine Mischung aus Alt macht Neu wäre gut gewesen und nicht von Anfang an radikal etwas neues aus dem Boden zu stampfen was mehr an ein Skyrim erinnert als an ein klassisches Zelda.

    Ich hatte die Idee kurz in meinem Beitrag davor ausgedehnt indem ich angesprochen hatte, dass es für mich mehr „Zeldalike“ gewesen wäre, hätte man Abschnitte in einer großen Welt gehabt die man eben nur betreten kann, wenn man ein bestimmtes Item besitzt. So wie es eben in Ocarina of Time war, so wie es immer war. Man konnte nur den Waldtempel betreten wenn man zuvor den Enterhaken hatte, man konnte in TWW nur in die letzten beiden Tempel, wenn man davor eine Reihe an Rätsel gelöst hat, Feuer und Eispfeile bekommen hat um damit bestimmte Inseln zu infiltrieren auf denen Items versteckt sind, die man für die Tempel braucht.


    So etwas in der Art. Die freie Bewegung war schon nicht schlecht, aber es war meiner Meinung nach zu viel. Keine Navi die dich an die Hand nimmt, kein persönlicher Bezug. Jedes Spiel hatte irgendwie einen persönlichen Charakter der mich in das Spiel vertiefen hat lassen. Jetzt in Botw war es wie in Skyrim. Man wacht auf die Welt sagt here you are feel free, ein Tablet redet mit dir.


    Dank Olfs Beitrag hab auch ich endlich das gefunden was ich lange gesucht hatte, den Grund warum ich das Zelda Spiel nicht als solches sehen kann. Es ist das Klettern, diese „Freiheit“ alles zu erledigen. Da will ich aber nicht weiter darauf eingehen, weil Olf das ziemlich gut ausgedrückt hat zusammen mit den Speedrun Beispielen.

  • Inspiration von DarkSouls? Das finde ich eigentlich nicht. Im Gegenteil ich finde, dass sich das Spiel so gar nicht an Dark Souls orientiert oder damit zu vergleichen ist. Wenn wir das auf die Kämpfe aufdröseln dann geht eher der Vergleich in frühere Zeldas zurück, wie TWW. Dort hatte man das erste mal das Kontern eingefügt sowie einen Bewegungsablauf des Feindes. Später in SS wurde das ganze dann durch die Bewegungssteuerung noch weiter dominiert und ausgebaut.

    Das Botw nun das von seinen Vorgängern übernommen hat, ist demnach naheliegend sich aber an Dark Souls orientiert zu haben? I don’t think so. Ich kann einfach keine Parallelen dazu schließen. So ist das Kampfsystem komplett anders, meiner Meinung nach. Dark Souls fühlt sich eher steif an, kein Fehler wird verziehen wohingegen in Botw man fröhlich auf Dinge einkloppen kann wenn es eine normale Gegnerstruktur hat und nicht gerade ein Lynel ist. Aber selbst einen Lynel würde ich nicht mit einem Miniboss aus DS vergleichen. Wenn man allein nur einen normalen Feind in DS besiegt hat überkam einem ein Gefühl von Macht und Erfolg 2 Schritte geschafft zu haben. Das war jetzt nach meinem Empfinden in Zelda nicht so.

    Es geht mir auch eher um die Mechaniken des Kampes, als um sein Balancing. Natürlich ist in Dark Souls die Forderung des Spielers höher, aber das sich BotW damals so einiges von Dark Souls abgekupfert hat, ist mir schon bei dem aller ersten Gameplay Trailer sofort ins Auge gesprungen. Es fing damit an, das Link plötzlich Gegner pariert hat oder mit Zweihändern und Speeren herumlief. Oder das bestimmte Attacken an Links Ausdauer gekoppelt sind. Und es ging mit dem starken "Telegraphing of Attacks" der Gegner weiter, sodass man eben genug Zeit hatte, einen Dodge oder Parry zu initiieren. WW passt da mMn. nicht unbedingt in den Vergleich mit rein, da man hier lediglich per A-Taste ein vorgegebenes Ausweichmanöver aktiviert hat, welches mit HUD-Einblendung und Warn-Sound angekündigt wurde. Anstatt dass es auf dem sorgfältigen Studieren von Körper-Bewegungen basieren würde.


    Und der Kampf gegen einen Lynel in BotW ist für mich der Inbegriff von Dark Souls Combat. Da ist einfach alles dabei. Wohl "getimte" Dodges & Parries gegen vom Gegner großzügig angekündigte Angriffe. Eine Explosions-Attacke, vor der man rechtzeitig fliehen muss. Sowie Feuerbälle, bei denen man schnell zur Seite sprinten sollte. Ein von Link ausführbarer Sprintangriff, um ein eventuelles Opening rechtzeitig ausnutzen zu können. Und und und. Wer mir noch immer nicht ganz folgen kann, könnte ja in das folgende BotW-Gameplay mit der dazugehörigen Musik-Untermalung reinschnuppern :D (einfach gleichzeitig abspielen):

    Ich will damit nicht sagen, das sich BotW genau so anfühlt, als würde man Dark Souls spielen. Ich will damit nur sagen, das Inspirationen aus dem Kampfsystem mit großer Wahrscheinlichkeit von Dark Souls abstammen.

  • Was die Kampfmechaniken angeht wurde eher Bezug auf Skyward Sword genommen. Weil da war es auch schon so, das bestimmte Dinge an die Ausdauer gekoppelt waren (Wirbelattacke) oder das man Gegner mit dem Schild parieren konnte. Davon mal abgesehen kamen Dark Souls und Skyward Sword im gleichen jahr raus, nämlich 2011, also wenn haben sie eher vielleicht noch Inpirationen von dem Vorgänger Demon's Souls genommen.


    Bei dem Video mit dem Leunen finde ich das btw. interessant, das er während er mit der Axt spielt nicht die Waffe wegsteckt um sein Schild zu ziehen, zwischen den Attacken vom Leunen. So mache ich das nämlich immer, weil man dann etwas sicherer ist wenn man mal das Timing verhaut.

  • Die Kampf-Mechaniken von Skyward Sword und Breath of the Wild könnten nicht unterschiedlicher sein. Sie sind sogar den jeweiligen Enden des Spektrums zwischen BotW und Item-basierten Zelda-Kampfes. Mir entschließt sich die Logik wie man darauf kommen kann nur weil beide Stamina-Mechaniken haben, die übrigens nicht mal identisch eingesetzt werden. Definitiv hat sich BotW an Dark Souls angenähert. Die gesamten Movesets von Link und den Gegner sprechen dafür. Jedoch ist das offensichtlichste der Parry der 1:1 eine Kopie von Dark Souls darstellt.