Wie entstand Todbringer?

  • Todbringer wird als "Ursprung des Bösen" angesehen und das auch in der Zelda Encyclopedia, wo er auch genau so benannt wird. Woher kommt Todbringer mit seiner Armee? Aus einer Spalte im Boden, welche wir, so glaube ich, auch in botw bewundern können. Aber bisher fand ich nichts, was seine Existenz erklärte und warum er gerade aus dem Inneren der Erde kam.


    Tatsächlich musste ich dabei auch etwas an die Bibel denken, auch wenn es seltsam klingt. Immerhin gibt es da auch den Teufel, welcher im Garten Eden dafür sorgte, dass die Sünde Einkehr in die Welt fand. Auch da stellte ich mir einst die Frage, warum der Engel Luzifer überhaupt in dieser Form existierte. Hieß es nicht zum einen, dass Gott alles und jeden erschuf und zum anderen dass er allmächtig sei? Wenn jemand allmächtig ist, müsst er also AUCH die Macht haben, zu wissen, was aus seinem Handeln folgen wird, weil...er besitzt ja Macht über Alles, also auch über die Vorhersage, Raum, Zeit, etc. Theoretisch könnte er also auch zurückspulen und korrigieren oder es so hinmodeln, dass es nie so passiert ist....falls er denn trotz seiner Allmacht einen Fehler gemacht haben sollte, was ja nicht sein kann.Jedenfalls hat Gott laut Bibel dann wohl auch Luzifer erschaffen, welcher das Böse auf die Erde holte... .


    Doch weg von der Theodizee-Frage und hin zu Zelda. Auch hier haben Göttinnen die Welt erschaffen, wobei jede sich um einen Aspekt kümmerte. Din erschuf den Grund, Farore das Leben und Nayru die Gesetzmäßigkeiten mit ihrer Weisheit. Falls also die Dämonen nicht schon zuvor existierten und als Lebewesen gelten hat sie wohl Farore erschaffen, aber so genau erklärt finde ich es nicht. Falls ihn eine der Göttinnen erschuf, so konnte sie entweder nicht allmächtig sein oder es war ihr egal, dass sie etwas so Gewalttätig-Egoistisches erschuf oder wollte es gar so. Falls die Göttinnen Todbringer nicht erschufen, stellt sich die Frage, warum er ausgerechnet im Boden war. Wollte Din ihn dort versiegeln? Es würde zumindest erklären, warum die Göttinnen das Risiko eingehen, dass sich die Völker der Erde um das allmächtige Triforce streiten, denn vielleicht haben es die drei Göttinnen nur erschaffen, damit sich die Sterblichen ihrer erschaffenen Welt zur wehr setzen können. Sie verlangten das ausreichende Vorhandensein dreier Eigenschaften, damit nicht so ein Blödsinn rauskommt wie "Ich wünsche mir ein Eis", wofür Weisheit sorgt. Kraft und Mut vielleicht, damit der Wünscher nicht vor den Konsequenzen seines Wunsches davonlief und auch die Kraft hat, damit umzugehen. Tatsächlich spricht gegen die Erschaffungstheorie, dass Todbringer laut Nintendo "der Ursprung des Bösen" ist. Wäre er von einer Göttin erschaffen worden, wäre jene Göttin ja der Ursprung des Bösen. Somit gehe ich also zumindest ein Stückchen eher davon aus, dass es Todbringer da schon gab.


    Todbringer kann auch nicht aus den schlechten Eigenschaften der Sterblichen entstanden sein, denn sonst wäre er auch hier nicht der Ursprung des Bösen, sondern eben jene negativen Eigenschaften. Todbringer kann somit nur aus dem Nichts entstanden sein, denn rein gar nichts kann Ursache/Ursprung seiner Existenz sein.

  • Ich habe Skyward Sword nicht gespielt und ich habe auch nicht das passende Buch zur Theorie; ein paar Dinge sprechen mich aber schon in dem Beitrag an.

    Falls ihn eine der Göttinnen erschuf, so konnte sie entweder nicht allmächtig sein oder es war ihr egal, dass sie etwas so Gewalttätig-Egoistisches erschuf oder wollte es gar so.

    Tatsächlich spricht gegen die Erschaffungstheorie, dass Todbringer laut Nintendo "der Ursprung des Bösen" ist. Wäre er von einer Göttin erschaffen worden, wäre jene Göttin ja der Ursprung des Bösen.

    Ich weiß nicht (vielleicht lese ich es auch nicht richtig heraus), ob du das damit meinst, was ich interpretiere. Aber wer sagt eigentlich, dass Götter "gut" oder "böse" sind? Oder anders gefragt: Handeln Götter aus guten oder schlechten Absichten? Ich glaube nicht, zumindest wenn ich mir die polytheistischen Götterwelten sämtlicher antiker Kulturen angucke.

    Anders ist es denkbar, dass Götter (häufig im Fantasygenre) durchaus gut oder böse sind, aber in jedem Fall oft mächtig genug, um Teil der Schöpfungsgeschichte zu sein. Als Beispiel kann man "Melkor" aus Der Herr der Ringe nehmen, der ein Valar war, also ein Schöpfer. Und Melkor war nur leider nicht gut. Das bedeutet im Endeffekt, dass das Böse in diesem Fall die Welt miterschaffen hat, weshalb das Böse auch immer Teil dieser Welt sein wird.


    Ich kenne wie gesagt weder Skyward Sword noch wirklich viel über die Schöpfungsgeschichte von Hyrule, aber ich vermutete immer etwas, was in Richtung Der Herr der Ringe geht, wenn es um die Entstehung dieser Welt geht.

  • Zitat von Qin

    Aber wer sagt eigentlich, dass Götter "gut" oder "böse" sind?

    Ich persönlich halte absolut nichts von der Einteilung in Gut und Böse, dazu gibt es auch einen Thread hier, wo ich darüber schrieb. Die Menschen besitzen aber Bedürfnisse, welche sie antreiben und wenn sie dabei sehr egoistisch vorgehen, ohne Rücksicht auf Verluste, ist es das, was als "das Böse" definiert wird. Weil aber das Böse in den Vorstellungen der Leute mehr ist als das, teilweise sehr mystifiziert wird, kann ich meine Ansichten nicht damit identifizieren. Aber du hast mit folgendem Satz recht.


    Zitat von Qin

    Anders ist es denkbar, dass Götter (häufig im Fantasygenre) durchaus gut oder böse sind

    Auch in Zelda wird häufig gut und böse getrennt. Meistens ist Link der nice guy und auch Zelda voll guter Tugend. Dagegen polarisierend Todbringer, Vaati etc. als Leute, die ohne Rücksichtsnahme versuchen, ihre Ziele zu erreichen. Dennoch spielte ich mit dem Gedanken, dass falls eine Göttin Todbringer erschaffen haben sollte, entweder versehentlich einen Fehler gemacht hat und somit nicht allmächtig ist oder aber ihr die Auswirkungen schlichtweg egal waren, was ja nicht für rein gute Wesen spricht. Auch kann das Triforce ja durchaus von Sterblichen mit niederen Beweggründen genutzt werden. Aber nein, weswegen ich Götter als Erschaffer von Todbringer ausschließe und diese wohl gut sein müssen, ist weil wir sie als Ursprung des Bösen ausschließen können, das hat Nintendo bereits so festgelegt, indem sie Todbringer zum Ursprung des Bösen erklärten. Die Göttinnen können nur dann Boshaftigkeit in sich tragen, wenn anders herum Todbringer sie erschuf oder zumindest korrumpierte. Damit kann also kein Gott am Anfang der Kette stehen, denn sonst ist dieser schließlich Ursprung. Todbringer muss also aus dem Nichts gekommen sein.


    Edit: (Zitat aus der Zelda Encyclopedia, deutsch Seite 99) "Der Todbringer - Dies ist der Ursprung allen Bösen, das die Welt vernichten will. Seine Gestalt soll sich je nach Zeitalter und Betrachter verändern".


    Edit...again: Wer eine Encyclopedia aus der ursprünglichen Sprache hat, kann mich ja bestätigen oder widerlegen, denn Unterschiede gibt es ja unter den Versionen unterschiedlicher Sprache durchaus.

  • Um mal das Intro von Skyward Sword durchzugehen :

    - Die Göttin Hylia war mit den Menschen in Hyrule, dann kam das Böse, Göttin Hylia flieht mit den Menschen und erschafft den Wolkenhort. Dann hinterlässt sie das Triforce. ( Ziemlich kurz gefasst und nur ungefähr aus meiner Erinnerung rekonstruiert )

    Bevor ich zu einer Theorie komme, die ich auf YouTube gesehen habe, möchte ich kurz eine eigene Theorie mit ins Rennen bringen. Der Todbringer ist ja der direkte Antagonist der Göttin Hylia. Wenn der Todbringer also der Ursprung alles Bösen ist, könnte man die Göttin als Ursprung alles Guten bezeichnen. So. Hylia ist also eine Persönlichkeit ohne negative Seiten. Vielleicht war das nicht immer so ? Vielleicht ist der Todbringer das personifizierte Böse von Göttin Hylia ?

    So. Jetzt ist mal wieder ein bestimmter Zelda Theorie YTer dran.


    LG Maronus

    Maroni ist die Mehrzahl von Maronus. Esst meine Brüder nicht !

  • Zitat von Maronus der Kroggi

    Vielleicht ist der Todbringer das personifizierte Böse von Göttin Hylia ?

    "VON Hylia"? Das passt auch nicht, da dann Hylia selbst der Ursprung allen Bösen wäre....was aber Nintendo dem Todbringer zusagte. Todbringer kann also in keinster Weise von Hylia stammen, es sei denn ihre Böse Seite (Welche nach Wortwahl aus ihr selbst kommen müsste) hätte schon immer Todbringer gehießen, aber laut dem Video ist Todbringer ja nicht das personifizierte Böse von irgendwem sondern lediglich ein Loruleäquivalent zu Jemanden und ja da finde ich nichts, was dagegen spricht, vielleicht das zu Hylia. Das Video erklärt dennoch nicht seine Entstehung, sondern nur seine Einreise nach Hyrule, falls Roxxas denn Recht haben sollte. Danke für das Teilen des Videos. Es klärt eine von zwei Fragen.

  • Ich habe in dem Todbringer immer das Gegenstück zu Hylia gesehen - egal, ob dieses nun aus Lorule stammt oder - dem Gleichgewicht wegen - immer schon existiert hat; für mich ist er also eine Art dunkler Gott.

    Wenn der Todbringer also der Ursprung alles Bösen ist, könnte man die Göttin als Ursprung alles Guten bezeichnen.

    Da wäre ich also voll bei dir.


    Um zu beantworten, woher ein solches Wesen kommt, müsste man generell die Frage stellen, woher Götter/göttliche Wesen kommen. Erschaffen sie sich irgendwie selbst? Macht's plötzlich <<PUFF>> und sie sind einfach da? Stammen sie aus Parallelwelten/anderen Universen, wo es einen noch mächtigeren Gott gibt, der die Götter dieser Welt erschaffen hat?


    Wobei ich bei Hyrules Mythologie eh nicht mehr durchsteige, seit sie in Skyward Sword Hylia als die eine Göttin eingeführt haben. Für mich ist die Welt immer noch von Din, Nayru und Farore erschaffen worden und ich verstehe immer noch nicht, wer Hylia eigentlich sein soll. Ein Zusammenschluss der drei Göttinnen?
    Dann könnte man sich überlegen, dass Din, Nayru und Farore ihrerseits ambivalente Wesen waren, die jeweils Gut und Böse in sich trugen (Dafür würde sprechen, dass das Triforce auch wertfrei ist - es kann für böse Wünsche genauso genutzt werden wie für selbstlose.).

    Nach der Erschaffung der Welt gab es weder Gut noch Böse in ihr, bis sich die Göttinnen vereinigten - dabei verschmolzen die guten Anteile ihrer Persönlichkeiten zu Hylia, die damit das Gute in die Welt brachte, und die bösen Anteile vereinigten sich zum Todbringer, der fortan der Ursprung allen Bösen in der neu erschaffenen Welt war.


    Aber diese Theorie steht und fällt natürlich mit der Annahme, dass Hylia aus Din, Farore und Nayru entstanden ist. Wenn das schon nicht stimmt, könnt ihr ignorieren, was ich gesagt habe. ^^

  • Wobei ich bei Hyrules Mythologie eh nicht mehr durchsteige, seit sie in Skyward Sword Hylia als die eine Göttin eingeführt haben. Für mich ist die Welt immer noch von Din, Nayru und Farore erschaffen worden und ich verstehe immer noch nicht, wer Hylia eigentlich sein soll. Ein Zusammenschluss der drei Göttinnen?

    Ich habe Hylia nie als die eine Göttin wahrgenommen. Ich weiß gerade nicht ob es dafür tatsächlich Verweise in den Spielen selbst gibt, aber Hylia war für mich immer eine Art Wächterin des Triforce, die von den großen drei Göttinnen beauftragt wurde zu verhindern, dass es in die falschen Hände gerät. Und als der Todbringer sich erhob, um das Triforce zu missbrauchen, sodass ein Zeitalter der Dämonen eingeleitet werden kann, hat sie eben ihre Aufgabe wahrgenommen und alles getan, um ihn davon abzuhalten.


    Natürlich kann man sich fragen, warum die Göttinnen sich in ihrer Allmacht nicht einmischen bzw. sie dieses Böse überhaupt auf ihre Schöpfung losgelassen haben. Aber wurden die Göttinnen denn je als allmächtig dargestellt? Sie haben die Welt und die darauf Lebenden erschaffen, aber das wars. Wer weiß inwiefern sie Einfluss auf ihre Kreation hatten oder lediglich den Entwicklungsprozess anstoßen konnten.


    Für mich ist vor allem die Existenz des Triforce selbst ein klarer Widerspruch für die Allmacht der Götter dieser Welt. Sie haben es in die Welt gesetzt, aber können es selbst nicht benutzen. Inwiefern kann da noch von Allmacht die Rede sein, wenn dieses Artefakt in den Händen eines sterblichen Wesens unendliche Möglichkeiten bietet, aber für einen Gott komplett nutzlos ist? Wenn Hylia als Göttin selbst nicht mächtig genug war, um den Todbringer zu schlagen und ihre Unsterblichkeit aufgeben musste, um von der Macht des Triforce profitieren zu können?


    Im Endeffekt ist der Todbringer kein Charakter, sondern ein Symbol. Das Gegenstück von Hylia trifft es vielleicht ganz gut, den Gegensatz von Gut. Vielleicht ist der Todbringer etwas wie die Manifestation des Drangs dieser Welt ein Gleichgewicht anzustreben. Darum kann er auch nicht endgültig besiegt werden und lebt irgendwie in Ganon weiter. Es ist kein intelligents Wesen mit eigenen Motivationen im Sinne eines menschlichen Individuums, sondern lediglich das Gewicht auf der anderen Seite der Wippe, die für ein Gleichgewicht unerlässlich ist.


    Die Vorstellung von Gleichgewicht passt für mich im Hinblick auf Japan als Entwicklungsland der Spiele sehr gut. Ich kenne mich beim besten Willen nicht gut mit dem Buddhismus aus, aber soweit ich weiß ist das Streben nach Gleichgewicht ein fundamentaler Grundsatz. Ying und Yang passen im Bezug auf Japan auch sehr gut hierein (wobei ich gerade nicht weiß, ob das mit dem Buddhismus zusammenhängt oder Teil eines anderen japanischen Glaubens ist).


    Letztlich ist die Existenz des Todbringers also unerlässlich, um das andere Spektrum dieses Gleichgewichts zu stellen. Während Hylia hier wohl die andere Seite ist. Vermutlich wurden sie mit Absicht von den drei Göttinnen in dieser Weise geschaffen, um ein Fundament für den ewigen Kampf zu schaffen, der das Gleichgewicht bringen soll.


    Aber das ist natürlich nur stark spekuliert.


    Edit:

    Aber nein, weswegen ich Götter als Erschaffer von Todbringer ausschließe und diese wohl gut sein müssen, ist weil wir sie als Ursprung des Bösen ausschließen können, das hat Nintendo bereits so festgelegt, indem sie Todbringer zum Ursprung des Bösen erklärten. Die Göttinnen können nur dann Boshaftigkeit in sich tragen, wenn anders herum Todbringer sie erschuf oder zumindest korrumpierte. Damit kann also kein Gott am Anfang der Kette stehen, denn sonst ist dieser schließlich Ursprung. Todbringer muss also aus dem Nichts gekommen sein.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass der Todbringer aus dem Nichts kam, was auch immer Nichts im Endeffekt sein könnte. Aber ich finde nicht, dass der Todbringer als Ursprung des Bösen unbedingt ausschließen muss, dass die Göttinnen ihn erschaffen konnten. Die Göttinnen selbst existieren jenseits von ihrer geschaffenen Welt, jenseits von Wertungen und Sein im Sinne biologischen Lebens. Wenn sie schaffen, dann können sie auch den Ursprung geschaffen haben bzw. hier den Ursprung des Bösen. Davon ausgegangen, dass Gut und Böse gestellt werden muss, um das fundamentale Gleichgewicht schaffen zu können mussten die Göttinnen ihre "Rezeptur" danach ausrichten. Sie selbst existieren aber weiterhin jenseits dieser Einflüsse von Gut und Böse, da sie kein elementarer Teil dieser Welt sind.

  • Ich habe Hylia nie als die eine Göttin wahrgenommen. Ich weiß gerade nicht ob es dafür tatsächlich Verweise in den Spielen selbst gibt, aber Hylia war für mich immer eine Art Wächterin des Triforce, die von den großen drei Göttinnen beauftragt wurde zu verhindern, dass es in die falschen Hände gerät.

    Ich hab jetzt mal eben gegoogelt und offenbar hast du Recht:

    Hylia ist nicht die eine Göttin, sondern "nur" eine Göttin, die von Din, Nayru und Farore mit dem Schutz des Triforce beauftragt wurde, als diese - warum auch immer - die Welt verließen (Quelle).


    Was mich immer irritiert hat, ist, dass sie im Spiel (zumindest im Englischen) häufig "The Goddess" bezeichnet wird (Quelle), was für mich immer klingt als gäbe es nur diese eine Göttin ("the" vs. "a").

  • Labrynna Ah okay, danke fürs nachsehen.


    Eventuell wird sie so spezifisch als Göttin hervorgehoben, weil die Einwohner Hyrules einen persönlicheren Bezug zu ihr haben? Angesichts der Opfer, die sie gegeben hat, um sie zu schützen, was bis zum Aufgeben ihrer Göttlichkeit reichte. Immerhin ist soviel der Kulter nach ihr ausgerichtet. Hylianer haben ihr Volk nach ihr benannt, Hyrule als Bezeichnung kommt von ihr, die Sprache hyrulianisch/hylianisch ebenfalls. Auch, wenn die großen Göttinnen über ihr stehen, Hylia ist vor allem für die Hylianer einfach wichtiger und durch die Selbstaufopferung und sterbliche Wiedergeburt auch greifbarer.

  • Im Endeffekt ist der Todbringer kein Charakter, sondern ein Symbol. Das Gegenstück von Hylia trifft es vielleicht ganz gut, den Gegensatz von Gut. Vielleicht ist der Todbringer etwas wie die Manifestation des Drangs dieser Welt ein Gleichgewicht anzustreben. Darum kann er auch nicht endgültig besiegt werden und lebt irgendwie in Ganon weiter. Es ist kein intelligents Wesen mit eigenen Motivationen im Sinne eines menschlichen Individuums, sondern lediglich das Gewicht auf der anderen Seite der Wippe, die für ein Gleichgewicht unerlässlich ist.

    Jein. Beim ersten Part geb ich dir Recht. Der Hass des Todbringers wird immer wieder reinkarnieren. Jedoch muss das nicht Ganon sein, auch Vaati ist getrübt vom Hass des Todbringers. Ganondorf ist, in OoT zumindest von Anfang an vom Hass des Todbringers besessen, jedoch noch mit Intelligenz. Ganon ist dann nur noch der pure wildgewordene Hass des Todbringers. Zumindest hab ich es so verstanden. So kann es aber auch bei Vaati sein, der ja auch zu einer dämonischen Kreatur ohne Intelligenz wird.

    Außerdem muss Ganondorf nicht immer vom Hass des Todbringers besessen sein. In Wind Waker bin ich mir nicht sicher, aber glaube dass Ganondorf hier nie vom Hass des Todbringers besessen war. Er nennt ganz menschliche Motive, schließlich will er einfach nur einen akzeptablen Lebensraum für sein Volk.


    Aber ansonsten stimme ich ziemlich mit deinem Ansatz überein, Isa.


    LG Maronus

    Maroni ist die Mehrzahl von Maronus. Esst meine Brüder nicht !

  • Maronus der Kroggi Man kann es natürlich auch anders formulieren. Er ist das, was Hyule immer wieder heimsucht und korumpiert. Sei es in dem er jemanden besetzt - Vaati, Ganondorf oder wen auch immer - oder generell einfach schlechte Zeiten herbeischwört.


    Ganondorf habe ich immer als die Haupt-Reinkarnation des Todbringers wahrgenommen, sowie Zelda die der Göttin Hylia und Link die des ersten Helden ist. (Allein schon, weil der Todbringer Ganondorf in seinen Gesichtszügen sehr ähnlich sieht, wie ich finde. Hyrule Warriors hat in der Designähnlichkeit ja nochmal eine Schippe draufgelegt, aber das Spiel ist ja auch alles andere als canon, daher heißt das nichts. Finde ich aber interessant und würde gerne wissen, inwiefern das mit dem Zelda Team abgesprochen ist.) Sie sind ihre eigenen Personen, aber die Geister des vorher gewesenen sind ebenso in ihnen und beeinflussen sie mal mehr mal weniger. Wie das jetzt mit dem Ganondorf aus Wind Waker ist, hm. Es ist ja doch der selbe wie in Ocarina of Time, oder? Er hat bereits Taten vollbracht und ist bereit in diesem neuen Zeitalter weiter zu gehen. Mag sein, dass er seine Motivationen hat und sein Verhalten rationalisiert, das spricht auch dafür, dass die Reinkarnationen ihre eigenen Persönlichkeiten sind. Aber wer weiß, ob er ohne den Einfluss dieses Hasses/Bösen gleich gehandelt oder friedlichere und weniger machtbesessene Wege gesucht hätte. Bzw. ob Ganondorf ohne den Todbringer überhaupt existieren würde.


    Aber man kann es so und so auslegen :z12:

  • (Allein schon, weil der Todbringer Ganondorf in seinen Gesichtszügen sehr ähnlich sieht, wie ich finde. Hyrule Warriors hat in der Designähnlichkeit ja nochmal eine Schippe draufgelegt, aber das Spiel ist ja auch alles andere als canon, daher heißt das nichts. Finde ich aber interessant und würde gerne wissen, inwiefern das mit dem Zelda Team abgesprochen ist.)

    Das ist richtig, doch wenn man sich die Mumie Ganondorfs aus dem Sequel-Trailer so ansieht, sieht diese ziemlich nach dem HW-Ganondorf aus und somit sehr stark nach dem Todbringer.

    Natürlich kann man sich fragen, warum die Göttinnen sich in ihrer Allmacht nicht einmischen bzw. sie dieses Böse überhaupt auf ihre Schöpfung losgelassen haben. Aber wurden die Göttinnen denn je als allmächtig dargestellt? Sie haben die Welt und die darauf Lebenden erschaffen, aber das wars. Wer weiß inwiefern sie Einfluss auf ihre Kreation hatten oder lediglich den Entwicklungsprozess anstoßen konnten.

    Auch hier vermute ich die Inspriration bei antiken Mythologien. Da gibt es immer einen oder zwei Schöpfergötter, die aber nie eingreifen und nach der Erschaffung quasi still bleiben und sich nicht einmischen. Oftmals sind es dann deren Kinder, die quasi die exekutiven Götter sind.

    Wie dem auch sei; es könnte also sein, dass Hylia in irgendeiner Weise eine Nachfahrin der drei Schöpfergottheiten ist - und Todbringer auch (es würde den alten Griechen sicher gefallen ;)). Die beiden sind also die aktiven Götter - es könnten Geschwister sein? - und Din, Nayru und Farore waren vielleicht irgendwie deren Vorfahren.

    2 Mal editiert, zuletzt von Qin ()

  • Qin Ja, ich habe da auch ganz starke Parallelen zur griechischen Mythologie gesehen (spezifisch damit, weil ich mich mit der relativ gut auskenne).


    Hier passt für mich auch, dass die Göttinnen/Göttin einen Helden brauchen, um gegen die Bedrohung ankommen zu können, hier eben in Form des Todbringers. Ähnlich wie in der Gigantomachie, wo die Götter von der Unterstützung ihrer Halbgottkinder, den Heroen, abhängig waren, um die Giganten besiegen zu können. Hab jetzt nochmal nachgeschaut, es werden wohl Herakles und Dionysos genannt.


    Ist aber wahrscheinlich nicht, was die Zelda-Entwickler im Hinterkopf hatten haha. Aber Mythologie ist eben sehr universell, in einigen Aspekten zumindest.


    Solche Stammbaumgeschichten sind ja gerade bei den Griechen und entsprechend bei den Römern sehr prominent. Könnte mir echt gut vorstellen, dass es hier ähnlich ist. Aus dem Nichts/Chaos entstanden die großen drei Göttinnen, ihre Nachfahren sind Hylia und Todbringer und die leben näher an den Sterblichen.