• Auch wenn das Spiel erst vor kurzem erschienen ist, haben einige schon fleißig Zeit investiert. Manche sind sogar schon mit der Hauptstory durch oder zumindest nahe dran! Dieser Thread soll dazu genutzt werden, dem Spiel eine Gesamtbewertung zu verleihen.


    Was ist euer Fazit zu Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung? Was hat euch gut gefallen, was nicht so gut? Was ist die größte Stärke des Spiels, was fehlt? Hat es euch mehr zugesagt als das letzte HW-Game?

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    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -

  • Für mich ist das Spiel in der Kategorie „Okay“ mit „Hohem Suchtpotenzial“ – ich finde lizensierte Warriors-Games meistens in dem Bereich: Sie sind technisch oftmals eher so lala (und daran konnte auch ein Patch nicht so ganz etwas ändern), erfüllen aber ihren Zweck, sofern man dem Gameplay-Stil nicht abgeneigt ist, aber es ist eben nun auch nicht annähernd die Krönung der Zelda-Reihe in meinen Augen.


    Am Schwächsten ist für mich definitiv die Technik, wobei dieser Aspekt für mich persönlich jetzt nicht die höchste Priorität hat. Aber wenn es dann dennoch auffällt, kann man schon mit etwas gröberen Einschnitten in der Qualität rechnen.

    Dafür, dass die Grafik jetzt nicht überragend ist; auch wenn die Charakter-Modelle und teils die Animationen im Kampf viel hermachen; gehen die Frames per Second schon manchmal ordentlich in die Knie. Handheld und Docked – beides hat da so seine Schwachpunkte.


    Dann finde ich die Geschichte schwach. Ich habe nichts gegen den Hergang an sich oder auch den Inhalt; auch, wenn sich viele daran stoßen werden; aber es ist halt einfach ein Fanservice-Game und ich denke, dass dies auch in Ordnung ist. Leider höre ich von jeder Seite, wie toll die Story ist und ich denke nur: Sie erfüllt ihren Zweck.

    Ich spiele weder Warriors-Spiele für eine super ausgeklügelte Geschichte, noch erwarte ich von einem Breath of the Wild nun eine super storygetriebene Präsentation. Dementsprechend war es in Ordnung, aber ich werde schon sehen, wie die Leute die Story wieder lobpreisen werden und da würde ich eben eine große Portion Vorsicht mit auf den Weg geben.


    Gameplaytechnisch macht mir das Spiel aber Spaß und es gibt super viel zu sammeln – etwas, was ich von so einem Ableger auch erwarte und dementsprechend hat es bei dem mir wichtigsten Punkt den Nagel auf den Kopf getroffen. Wahrscheinlich bin ich zu faul, um alles 100% zu schaffen und vor allem gibt es noch zig andere Spiele, die warten, aber es beschäftigt einen auf jeden Fall.

  • Ich habe gerade die Hauptstory beendet und obwohl es noch massig zu tun gibt, kann ich schon mal ein Fazit da lassen.


    Technisch ist das Spiel wirklich nicht top. Es gibt eine Menge Dinge, die dann doch relativ störend sind, wenn man spielt. Die grafischen Fehler, die wirklich zahlreich und ständig sind, wurden schon oft angesprochen. Dann gibt es die absolut schlechte Kamera, gerade in engen Wegen oder abschüssigen Pfaden. Man sieht schlicht nichts.


    Die Synchronisation gefällt mir insgesamt sehr gut, auch wenn Impa in meinen Augen eine sehr schreckliche Stimme bekommen hat.

    Die Musik ist im Ganzen gut gewählt; das meiste stammt aus dem Hauptspiel und wurde etwas verändert, aber es gibt auch Stücke, die mir neu erschienen.


    Ich habe keine umfangreiche Story erwartet und auch keine bekommen. Trotzdem hätte ich mir ein paar Dinge anders gewünscht.

    Ich glaube zum Beispiel nicht, dass das Abwenden der Verheerung tatsächlich nur so gelungen wäre oder nur so hätte stattfinden müssen.


    Dann haben die Entwickler ein bisschen zu viele Moblins eingebaut. In jeder Schlacht musste man Unmengen davon töten. Auch die Flüche waren zum Schluss nicht mehr großartig besonders, sondern durch ihr häufiges Erscheinen dann auch normal geworden.


    Auf Krogssuche habe ich mich irgendwann kaum noch gemacht, werde das aber auch nachholen. Ich habe gerade mal 60 oder so und einige auch schon eingetauscht.

    Es gibt wie gesagt noch eine Menge zu tun. Damit werde ich mich definitiv die kommenden Tage beschäftigen. Mal gucken, wie nahe ich der 100% komme!

  • Qin

    Das war mein Wort zum Sonntag - buchstäblich :z17: Ich habe mir jetzt mehrere Fazits durchgelesen und hatte schon heraus gelesen, dass die Technik des Spiels eher durchschnittlich ist und die Story nicht der Hammer. Dein Fazit jetzt hat mir dann auch noch mal gezeigt, dass ich mich richtig entschieden habe. Ich hätte mit dem Spiel wohl keinen Spaß gehabt. Weder bin ich der größte Warriors-Fan noch stehe ich auf übertriebenen Fanservice...


    Sollte mal ein DLC kommen, der die echte Geschichte thematisiert, dann werfe ich vielleicht noch einen Blick auf das Game. Oder warte auf eine Definitive Edition etc.

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


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  • Habe die Haupthandlung jetzt ebenfalls durch. Es gibt noch viel zu tun was ich dann auch machen werde. Insbesondere meine persönliche Queste zur ultimativen Waffe will ich machen. XD das war auch der Grund warum ich für die Haupthandlung so lange gebraucht habe, war da ständig am rumspielen mit und sammeln von Waffen.

    Die Handlung ist jetzt nicht sonderlich großartig auch wenn an ein paar Stellen doch mitreißend erzählt wurde. Aber eine großartige Handlung erwarte ich mir ja eigentlich von einem Zeldaspiel nie. Die zeldaspiele sind einfach keine Spiele bei denen die Handlung im Vordergrund steht und das ist auch völlig in Ordnung.

    Was ich von der zweiten Zeitlinie halten soll weiß ich noch nicht. Ist es purer Fanservice oder aber wird es eine Verbindung zu BotW2 geben? Vorstellen könnte ich es mir schon das die Gesamthandlung der BotW-Spiele eventuell eine Zeitgeschichte wird und wir mit AoC vielleicht vom Ablauf der Dinge gerade den dritten Teil gespielt haben.
    Schon damals bei BotW1 hab ich über ein DLC spekuliert (auch hier im Forum irgendwo zu lesen) bei dem es darum geht 100 Jahre zurück zu reisen um die Dinge von damals zu erleben und eventuell sogar zu verändern. Auf diese Idee kam ich weil es in BotW ja den Tempel der Zeit gibt und ich hab mich immer gefragt ob der noch eine Bedeutung in der Handlung bekommt.

    Und dann stellt sihc noch die Frage über die zwei kleinen wächter ein und der selbe sind durch einen Zeitloop oder ob es zwei verschiedene sind. Immerhin haben beide die Bilder der Verheerung. Ihc könnte mir gut vorstellen das da noch was mit einem DLC kommt.
    Auch Astor war ein wenig unzufiredenstellend, vielleicht kommt da ja auch noch mehr.

    Ansonsten ist es für mich vom gameplay das beste Warriorspiel das ich gespielt habe (und ich hab lange nicht alle gespielt). Es ist schon toll die Charaktere aus BotW nochmals zu sehen und sie sogar spielen zu können. Da BotW mein absolutes Lieblingsspiel ist macht mir das ganze natürlich umso mehr spaß. : )

    Yuffie
    Was meintest du damit das Link den Endboss bekommt? Den kann man ja mit einem beliebigen Charakter bekämpfen und den letzten Vernichtungsschlag führt auch Zelda durch.

  • Was meintest du damit das Link den Endboss bekommt? Den kann man ja mit einem beliebigen Charakter bekämpfen und den letzten Vernichtungsschlag führt auch Zelda durch.

    Ist das Team beim ersten Mal spielen nicht locked?

    Ich könnte schwören, dass ich Link hatte nehmen müssen (+ Zelda, König und ich weiß gerade nicht wen ich noch dabeihatte) beim ersten Mal spielen - wenn nicht: Mein Fehler.

    Ich finde aber trotzdem einfach, Zelda hätte da einen einzelnen Kampf verdient, denn wie du schon sagst, kann man jeden nehmen und eine forcierte Cutscene ändert für mich nicht unbedingt etwas an dem Writing.


    Ist bisschen wie mit JRPG-Bosse, die du auf 0 kloppst, weil du 100 Level vorher gut gemacht hast und dann in einer Cutscene wirst du plötzlich besiegt, weil das Spiel es halt so will. Ich kann Calamity mit Link totkloppen, anstatt dass einfach mal Zelda ihren Spotlight bekommt.

  • Mein Fazit zur Demo:


    Vorab, ja ich habe jetzt doch in das Game reingeschaut... es ist ein Spiel zu Zelda und vor allem zu BotW, da kann ich einfach nicht ganz dran vorbeisehen...

    Die Demo habe ich jetzt soweit durch. Meine Gedanken dazu: die Grafik ist toll, die Menüführung ist wie im BotW, der Soundtrack macht Spaß, die Zwischensequenzen sehen gut aus und man kann ein intaktes Hyrule sehen... das Gameplay macht Spaß, mehr sogar als beim Vorgänger HW 1(?), da es mit der Grafik von BotW viel besser aussieht. Robelo und Purah habe ich in nur einer Sequenz gesehen und liebe sie! Diese Figuren sind so klasse. Impa konnte ich nicht so gut einschätzen. Sie spielt sich gut, aber ihren Charakter habe ich mir anders vorgestellt, als jetzt gezeigt wird - soll nicht negativ gemeint sein.

    Terrako ist genau das, was ich erwartet habe, ein niedliches Maskottchen, welches allen voran den Effekt haben soll, dass man denkt "Ooooooooh, wie niedlich" (sowas brauch ich persönlich nicht). Seiner Niedlichkeit sei Dank kann man ja dann auch ganz leicht verzeihen, dass er einfach den Plot ruiniert... und da kommt mein Problem mit dem Spiel. Wie gesagt, MEIN Problem...

    Ich sehe die Eröffnungsszene. Die Wächter stampfen durch das gefallene und zerstörte Hyrule... überall brennt es, überall sind Wächter. Man sieht Zelda vor dem Schloss, die Hand erhoben, bereit Ganon für 100 Jahre zu versiegeln. Schon jetzt ist die Atmosphäre gewaltig. Und dann kommt sie, meine Nemesis... Terrako! Er erwacht, öffnet ein Zeitportal und springt rein... direkt danach der Wandteppich, welcher sowohl Terrako abbildet als auch je zwei Recken auf den Titanen... ab da bin ich einfach raus. Das ist mein Problem. Ich habe nichts an der Qualität des Spiels auszusetzen, technisch gefällt es mir sogar. Aber eben nicht die Story zu bekommen, die ich mir ehofft hatte, stört mich ungemein. Das liegt natürlich an meiner eigenen Erwartungshaltung. Diese wurde aber durch Nintendos Präsentation auch stark beeinflusst... könnte ich ein gutes, nicht überragendes, Spiel erleben, wenn ich das ausblenden könnte? Mit Sicherheit. Möchte ich das? Nein. Ich bin nämlich kein großer Warriors-Fan. Also brauch ich mir nicht die Mühe zu machen, ein nettes Spiel mit schöner Optik zu zocken.



    Also meine Wertung:


    - Gameplay 8/10

    - Grafik 10/10

    - Soundtrack 8/10

    - Story 4/10 (und ja, ich habe die Story verfolgt... wenn es nicht so toll wäre trotz allem die Recken dann doch detaillierter in Aktion zu erleben, dann wäre meine Wertung niederiger)


    Unterm Strich ein Spiel, an dem ich jetzt dann nach eigenem Einblick beruhigt vorbeiziehen kann. Aber ich kann den Spaß daran durchaus nachvollziehen! Technisch macht es Laune :z17:

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


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  • Ich muss sagen, das Spiel macht mir sehr viel Spaß! Die Grafik finde ich jetzt so lala, ist leider nicht so gut wie in BotW. Aber in der Zeit, die Nintendo und das andere Team (wessen Name ich gerade vergessen habe) das Spiel entworfen haben, ist es praktisch unmöglich, eine Grafik auf dem Level von BotW zu haben. Gameplaytechnisch gefällt mir das Spiel supergut. Ich liebe die einzelnen Kombos. Auch die Story empfinde ich hier als sehr gut, mMn teilweise ein bisschen uninteressant.

    Schlusswertung:

    Grafik:7/10

    Story:8/10

    Gameplay:10/10

    Kauft es euch, Leute, es macht sehr viel Spaß! :D

  • Ich bin noch nicht ganz durch mit dem Spiel, aber nach knapp 18 Spielstunden bin ich, glaube ich, in der Story soweit ganz gut vorangekommen. Ich habe nebenher eigentlich immer alle Trainingsmissionen gemacht, damit ich genug Ressourcen zum Aufleveln hab und zugleich auch Waffen und Erfahrung für meinen Hauptcharakter bekomme. Mein Zwischenfazit dabei schaut wie folgt aus.


    Spielerisch ist Age of Calamity völlig ok. Die Charaktere bieten mittlerweile schon etwas Abwechslung, wenn auch ihre Kombos im Kern ähnlich aufgebaut sind, nur die Ausführung etwas anders ausschaut. Mit den etwas spezielleren Charakteren bin ich noch nicht so richtig warm geworden, ist aber einfach eine persönliche präferenz, ich mag klassische Charaktere ganz gern, also ohne viel Schnickschnack. Somit kämpfe ich hauptsächlich mit Mipha, Impa und Link. Die übrigen Charaktere nehme ich, wenn ich es muss, aber sonst nicht.


    Das Schützen nehme ich garnie her, wusste lange Zeit auch garnicht, dass man sich schützen kann. Der Dogde funktioniert eigentlich großteils gut, nur scheint es keine Invincibility Frames zu geben oder sie sind sehr komisch gemacht, jedenfalls werde ich ständig getroffen, wenn ich durch eine Attacke durch-dodgen möchte.


    Die Story finde ich nicht so tragisch. Ich finde nur schade, dass sich das Spiel irgendwie nicht entscheiden konnte, in welche Richtung es geht. Wollte man ein Prequel, das Kanon ist und die Geschichte der Breath of the Wild Welt erzählt? Denn das hätte man beinahe geschafft. Aber dann kommt eben der Twist mit den Zeitreisen und dadurch wird das Spiel vermutlich aus dem Kanon rausgenommen und mehr Fanservice-y. Was auch ok ist, so habe ich die Hauptcharaktere von Breath of the Wild auch gleich im Spiel, aber was wollten die Entwickler? Kanon oder Fanservice? Weil irgendwie beides geht nicht so richtig gut und irgendwie ist es beides nicht so richtig. Für Fanservice fehlt mir die Tiefe im Universum. Viele der Charaktere sind einfach nur Nebencharaktere, aus dem DLC oder haben für mich sowas wie einen Händler-Status, also unwichtig für die Story, aber man kann sie spielen. Während ich bisher aber weder Purah noch Robbie spielen konnte, zwei Charaktere, die stärker in die Story eingebunden sind und die irgendwie auch Erkennungswert haben. Selbst, wenn man als Bonus noch andere Zelda-Charaktere (vielleicht kleines Preview auf Breath of the Wild 2) spielen könnte, wäre das eine super Chance dafür gewesen, die schneidig vertan wurde.

    Und von der Kanon Seite her gehe ich mal davon aus, dass das Spiel eben nicht Kanon ist, wegen der Zeitreisen, außer, Breath of the Wild 2 dreht sich im Wesentlichen darum, wie die vier Helden in die Vergangenheit geschickt wurden, um dort den Tod der Recken zu verhindern. Das glaube ich aber nicht, dass ein großer Nachfolger wie Breath of the Wild 2 hier herhält als Lückefüller um ein Spinoff im Kanon zu halten. Falls das doch der Fall ist, kudos, ordentlich bamboozelt.


    Die Kampfarenen sind mir manchmal etwas zu unübersichtlich und das Level-Progressing fühlt sich nicht natürlich an bzw. folgt nicht immer einem natürlichen Pfad. Manchmal muss ich die ganze Map nochmal entlang laufen, weil der kürzeste Weg zum Quest versperrt ist oder Quests sind an völlig entgegengesetzten Orten. Diese Lauferei ist kein Spaß und in einem Warriors Spiel auch entbehrlich, hier hätte man ordentlich was machen können beim Leveldesign und Aufbau der Missionen. Was ich noch nervig fand, waren die Eskort-Missionen. Manche der Eskorts ließen sich von manchmal einzelnen Moblins aufhalten, anstatt weiterzulaufen und man musste quasi alles aus dem Weg räumen, was dann das Pacing sehr für mich gestört hat, wenn ich wegen eines Gegners zurückmuss, weil der Captain sonst nicht weiterläuft. Von diesen Missionen hätte es gern garkeine geben dürfen.


    Die Map Progression war eine nette Abwechslung zur Level-Progression, wie es im ersten Teil der Fall war. So musste man im Level nicht immer besondere Challenges machen, sondern einfach nur die Ressourcen grinden. Wer sowas lieber mag, hat es leichter, die 100% zu holen, denke ich. Die Suchfunktion des Sensors war ungemein hilfreich dabei, die Zutaten schnell zu finden und die Shops waren ebenso nützlich, wenn sie die richtige Zutat auf Lager hatten.


    Alles in allem bisher ein völlig gutes Spiel. Technisch leider echt super schwach, der Koop Modus macht dennoch Spaß und ist kurzweiliger, als das Spiel alleine zu zocken (jeder, der es alleine zocken muss, tut mir fast ein wenig Leid wegen der fehlenden Abwechslung, aber zu zweit geht es leichter von der Hand) und die Progression ist bisher ganz ok und nicht zu grindig. Ich werde es definitiv noch durchspielen, wobei länger als 1-2 Stunden am Stück mag ich dann doch nicht, weswegen es vielleicht noch etwas dauern wird, aber 100% hole ich, glaube ich, eher doch nicht. Und das Spiel macht wieder richtig Lust auf Breath of the Wild.

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #63: Chargeman Ken

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    "ボルガ博士、お許し下さい!"

  • Habe die Hauptstory nun durch! Um nicht gespoilert zu werden, habe ich den Bereich im Forum in den letzten Wochen gemieden; nun möchte ich ein paar Gedanken zum Spiel teilen.

    Wie schon des Öfteren erwähnt, bin ich kein Warrior-Games-Fan. Hyrule Warriors für die Wii U habe ich nach kurzer Zeit abgebrochen, was habe ich mir also von Hyrule Warriors: Age of Calamity erwartet? Dass es mir vl doch auch ein bisschen Spaß macht, vor allem aber, dass ich Zusatzmaterial zum Universum von BotW erhalte und beides hat sich für mich erfüllt.


    + Cutscenes: In den Trailern wurde ja schon angeteasert, dass es einiges Neues zu sehen geben wird, aber ich war echt überrascht, dass es wirklich vor und nach jeder Schlacht Cutscenes gibt, die "schön" synchronisiert (siehe später) waren. Ich mag BotW sehr und hatte die Hoffnung, dass es viel Interessantes zu sehen geben wird und ich war ziemlich angetan.

    + Inszenierung: Generell fand ich das Setting bzw. wie die Story und die Welt präsentiert wurde stimmig. Hatte einige Male Gänsehaut. Sei es das erste Mal, als man die Titanen steuern durfte oder endlich Dörfer bzw. das Vergessene Plateau aufgebaut zu sehen. Das Finale war epischer in Szene gesetzt als in BotW.

    + Musik: Das Main Theme ist so geil. :D Gibt aber auch einige andere schöne Tracks, die mir zugesagt haben (sowohl neu, als auch aufgemischt). Hier ein paar meiner favourites:

    + Plot: Nintendos Stärke ist und bleibt nun mal das Überraschungselement. Wenn man ein BotW-Prequel zu spielen bekommt, weiß man grundsätzlich wie das Ganze ausgeht (oder glaubt es zu wissen). Umso schöner fand ich es, doch etwas anderes zu sehen. Mir haben die neuen Elemente gefallen und dass uns hier eine Alternative auf dem Servierteller der Zeit präsentiert wurde, die ich so nicht erwartet hatte.

    Zeitreisen sind eine heikle Sache, die man, wenn man es ernst nimmt, mit Samthandschuhen anfassen muss. Nintendo macht das nicht, also macht das insgesamt alles wenig Sinn - dies tut dem ganzen meiner Meinung nach allerdings keinen Abbruch. Das ist halt Zelda. Die gesamte Timeline ist genauso Schrott, dennoch kann ich die anderen Zelda-Games ebenso annehmen.

    Es war BotW-Stuff für das Fanherz, nicht mehr und nicht weniger. Wie die andere Timeline ausgeht, wissen wir ja.


    ~ Gameplay: Repetitiv, wenig motivierend - aber das war auch schon im Vorgänger so. Es ist halt nicht mein Genre und möchte das dem Spiel deswegen auch nicht negativ ankreiden.


    - Technik: Starke Framerate-Einbrüche, wie sie viele beschreiben, hatte ich zwar nicht und die Graphik ist soweit auch in Ordnung. Die Kamera war teilweise aber ziemlich schwammig und man merkt an einigen Stellen, dass das Game aus technischer Sicht einfach nicht ausgereift ist (z.B. wenn man bei Spezialattacken 10 Meter daneben schießt und trotzdem "trifft").

    - Synchronisation: So toll ich es finde, dass wir endlich Synchronstimmen und nicht nur Textboxen haben, muss ich sagen, dass die deutsche Synchronisation nicht die Beste ist. Ich bin Laie und habe sicher nicht das beste auditive Organ, aber manche Stellen waren schon... urgs. Da ist Luft nach oben.


    Insgesamt hat mir Age of Calamity ziemlich gut gefallen. :) Großes Highlight war die Inszenierung der Hauptstory inkl. vieler toller Cutscenes. Als Fan von BotW hat mir dieses Spinoff ziemlich geschmeckt. Ich bin allerdings nach wie vor vom Spielprinzip nicht ganz überzeugt. Im BotW-Setting hat das für mich super funktioniert, ansonsten machen solche Spiele für mich "keinen Sinn".

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    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -

  • Hey Leute,


    AOC ist bereits einige Zeit raus und das DLC wurde angekündigt. In einer Reihe von Livestream hatte ich mich intensiv mit dem Spiel auseinander gesetzt. Im Folgenden gehe ich auf meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen zu diesem Spiel ein. Seit bitte gändig mit mir, da so ziemlich das erste mal eine solchen von Text verfasst habe.


    Dieser Text erhebt keinen Anspruch eines Reviews oder vergleichbaren. Es ist vielmehr eine Wiedergabe meines Meinungsbildes. Mögliche Spoiler kann ich an dieser Stelle nicht ausschließen daher hier eine klare „SPOILER WARNUNG“. Initial werden werde ich auf das Spiel im Allgemeinen eingehen, sowie im Anschluss die Story, Charakter und auch das Gameplay beleuchten.


    Als Teil der Hyrule Warriors Reihe hatte Nintendo diesen Ableger am 20. Nov. 2020 für die Switch veröffentlicht. Koei Tecmo, welches auch schon die vorherigen Spiele Hyrule Warriors Legends (Wii U, 3DS) sowie Hyrule Warriors: Definitive Edition (Switch) entwickelte, ist wieder mit im Boot.


    Überraschend fand ich an dieser Stelle das es als Prequel zu dem bekannten The Legend of Zelda – Breath of the Wild platziert wurde. Das vor allem vor dem Hintergrund der vorherigen Releases die meines Wissens keinen direkten Storybezug zu anderen Zelda Spielen hatten. Und so weckte das Spiel direkt mein Interesse. Und das obwohl ich zuvor mit dieser Reihe und im Allgemeinen zu sogenannten „Hack and Slay“ Spielen keinen Bezug hatte. Mich überzeugte im weiteren Verlauf vor allen das Trailer Material sowie das schon früh gezeigte Gameplay. Auch wenn ich BOTW mit als eines der beste Spiele sehe die ich je gespielt hatte, merkte man damals schon das gerade bei der Story und des indirekten Erzählstill durch die Erinnerung etwas fehlte. Meine Hoffnung diese Lücken mit diesem Spiel zu schließen waren entflammt worden. Schnell weckte auch der BOTW Still in mir nostalgische Gefühle und es war klar „Dieses Spiel muss ich Spielen“. Gesagt getan -> direkt vorbestellt. (Und ja ich weiß, man sollte nie etwas Vorbestellen 😉)


    Story

    Da ich hier keine Zusammenfassung der Story schreiben möchte, werde ich diese nur ganz grob nach bester Erinnerung umreißen.

    Grundsätzlich finden wir uns in der Welt von Breath of the Wild wieder. Allerdings circa 100 Jahre zuvor, in einem Hyrule vor der Verheerung Ganons. Wir treffen auf Zelda, Link, die Champions ( Mipha, Revali, Urbosa und Daruk) und noch einige andere wie zum Beispiel Impa oder König Rhoam.


    Es wird von diesen Charakteren die Geschichte erzählt. Zuerst wie sie sich auf die Verheerung Vorbereitung und dann abschließend der Kampf gegen diese. Wenn man BOTW gespielt hat, weiß man das die Geschichte hier nicht auf der Seite unsere Helden ist. Aber ab einem unbestimmten Punkt weicht die Geschichte deutlich von der bekannten ab. Der Grund sind Zeitreisen. Ein kleiner Wächter reist in die Vergangenheit, unterstützt die Helden und liefert wertvolle Informationen. Dadurch scheint sich eine eigene Timeline zu bilden die der Spieler aus BOTW nicht kennt.


    Für mich persönlich war die erzählte Story und vor allem die Vielzahl an Cutszenen das Highlight dieses Spiels. Es kommt einem fasst wie ein Zelda-Film vor in dem man zwischendurch ein paar Missionen absolviert. Gefühlt steht hier Zelda, ihr Sichtweise und Herausforderungen im Fokus der Erzählung. Der Twist der Zeitreisen hat mich positiv überrascht, weil es so von einer Vorgeschichte zu seiner eigenen Geschichte wurde die losgelöst von BOTW erzählt werden kann.


    Gameplay

    Das Gameplay besteht grundsätzlich aus mindestens einem Charakter den man steuern kann sowie einem Schlachtfeld. In Hauptmissionen sind die Schlachtfelder recht umfangreich während es in Nebenmissionen sehr unterschiedliche Größen annehmen kann. Man erhält am Start eine bis mehrere Ziele, die erfüllt werden müssen, um die Mission abzuschließen. Häufig bestehen diese Ziele aus folgenden groben Konzepten: Bestimmte Ort einnehmen, verteidigen oder erreichen, Begleitung von NPCs, eine bestimmte Anzahl von Gegner besiegen oder einen oder mehrere Bosse/Mini Bosse besiegen. Typisch dem Hack and Slay Gameplay stellen sich immer eine große Anzahl kleinere Gegner in dem Weg. Mittels Waffen, Charakteraktionen und Kampfkombinationen stellt man sich diesen Massen nun entgegen. Ist eine Mission abgeschlossen erhält man Items, Waffen und sogenannten Gegnerzertifikate zur weiteren Nutzung in den nächsten Missionen oder zur Verstärkung der Charakter.


    Aus meiner Sicht versucht man hier sehr viel Abwechslung in das Gameplay zu bringen. Das hat aber auch seine Grenzen da man doch irgendwann die verschiedenen Missiontypen mehrfach gespielt hat. Es gibt allerdings eine riesige Anzahl von Missionen zu wählen. Und diese werden nach und nach mit dem Fortschritt im Spiel freigeschaltet. Das Kampfsystem sticht hier in meinen Augen deutlich hervor. Es macht einen mega Spaß sich als Link, Impa oder Zelda durch die Massen zu kämpfen und dabei verschiedene Kombinationen in unterschiedlichen Situationen gezielt zu verwenden. Auch die Bosse bringen mit ihrem Movesets und der Nutzung von verschiedenen Waffen sowie Elementen einige Abwechselung mit, so dass es auch bis zu Schluss noch eine Herausforderung bleibt bestimmte Gegner zu bekämpfen. Die Mission werden dabei auch nach und nach Schwerer.


    Charakter/Kämpfer

    Das Spiel lebt von seiner großen Anzahl an spielbaren Charakteren. Es sind 18 Stück. Diese kann man nach und nach freischalten. Hier ein kleiner Auszug an Spielbaren Kämpfern: Link, Impa, Hestu Sidon… In den meisten Mission ist es frei wählbar wen man Spielen möchte. Mit den fortschreitenden schwereren Missionen ist es auch notwendig mindestens ein paar dieser Kämpfer zu Leveln. Verschiedene Bereiche lassen sich im Laufe des Spiels für jeden Kämpfer freischalten:


    • Level gemessen in Form von EPs
    • Anzahl der Herzen
    • Kampfkombinationen innerhalb des eigenen Moveset
    • Waffen (Meistens so 2-3 unterschiedliche, mit Ausnahme von Link)
    • Zusätzliche Charakteraktionen
    • Menge an Verfügbaren Spezialattacken


    Jeder Kämpfer hat dabei eigene Varianten der Shika Fähigkeiten zur Verfügung (Bomben, Stasis, Eis und Magnetismus). Zusätzlich können von jedem Kämpfer begrenzt Elementattacken (Feuer, Eis, Blitz) genutzt werden. Die sogenannte Spezialattacke ist bei jedem Kämpfer anders und kann während eines Missionsverlauf aufgeladen und dann frei innerhalb der Mission genutzt werden.


    Die meisten Kämpfer machen eine Menge Spaß im Spiel, vor allem im späteren Verlauf des Spiels. Dabei zählen Link, Impa, Zelda (Licht-Form), Urbosa und Teba zu meinen Lieblingen. Diese Kämpfer lassen sich meiner Meinung nach gegen jeden Gegner im Spiel gut einsetzen und bringen auch unterschiedliche Moves mit um mit kleinen sowie großen Gegnergruppen umzugehen.


    Es gibt allerdings auch ein paar Kämpfer die für mich nicht Richtig als „Kämpfer“ oder gefühlt eher als Joke drin sind. Dazu zählen: Die Feen, der große Korog (Name fällt mir grad nicht ein) oder auch Koga. Sehe sie als ganz nette Abwechselung, kann sie aber als Kämpfer nicht ernst nehmen.


    Titanen

    Was mich überrascht hat ist die Möglichkeit die Titanen zu steuern. Auch wenn es nur wenige Missionen sind bringt es doch etwas abwechseln rein. Das Gameplay unterscheidet sich sehr stark zu der normalen Mission. In diesen Titanen-Mission kämpft man wirklich gegen tausende auf einem riesigen Bereich in Hyrule. Nach ein paar Mal allerdings merkt man schnell das es in jeder Mission immer nur darum geht so viel wie möglich an Truppen mit dem Panzer/Titan zu erwischen. Jeder hat dabei seine eigenen Fähigkeiten. Alle teilen sich aber den Spezialangriff (Ein riesiger Laser).


    Nebenfunktionen

    Das Spiel bringt ein paar, wie ich es nenne, Support Elemente mit: Dazu zählen für mich das Kochen/Die Rezepte, Das Upgraden von Waffen sowie die Nutzung von Amiibos.


    Zum Vergleich mit BOTW finde ich das mit den Rezepten in AOC viel besser gelöst. Man kann pro Mission eine begrenzte Anzahl an Rezepten kochen und diese verstärken einmal die Stats aller verfügbaren Kämpfer (z.B. Angriffsverstärkung, Abwehrverstärkung, Zu Beginn mehr Herzen, Mehr Erfahrung…). Was ich hier als besser gelöst empfinde ist der Fakt, dass man sich als Spieler die Rezepte nicht merken muss. Einmal freigeschaltet werden sie der Übersicht hinzugefügt und stehen zur Verfügung, wenn man die notwendigen Zutaten besitzt.


    Das Waffensystem bringt wenig Neues mit. Und ja die Waffen halten jetzt dauerhaft. Über die Schmiede hat man die Möglichkeit verschiedene Waffen zu verbinden bzw. zu verschmelzen und damit zu einer stärkeren Waffe zu werden. Manche Waffen haben auch die Fähigkeit weitere Stats des Kämpfers zu verstärken und diese Fähigkeiten können ebenfalls verbinden oder addieren beim schmieden der Waffen. Ich habe das leider aber nie richtig verstanden und immer einfach die neusten Waffen zu meiner Hauptwaffe verschmolzen. Gefühlt wird es auch nur wenig erklärt oder aber ich es verpasst. Ein Nachteil ist allerdings: Das verschmelzen von Waffen kostet später immer mehr und mehr Rubine.


    Die Nutzung von Amiibos ist grundsätzlich eingeschränkt. Hat man die Funktion einmal aktiviert kann man 5 unterschiedliche Amiibos pro Tag verwenden. Ich denke das das ok so ist und nicht zu einem großen Vorteil wird. Das man für die Nutzung immer in den Titelscreen wechseln muss wäre so der einzige Minuspunkt an der Nutzung von Amiibos.


    Zusammenfassend

    Auch wenn ich an einigen Stellen Kritikpunkte habe, bin ich doch im Großen und Ganzen sehr zufrieden über das Spiel. Einzelne Punkte empfinde ich sogar als besser gelöst als in BOTW. Ich sehe es als eine würdige Ergänzung der BOTW Reihe und wünsche mir das die Sache mit der neuen Zeitlinie auch in Zukunft aufgegriffen wird. Eine Empfehlung kann ich jedem BOTW-Fan sowie Freunden von Hack-And-Slay Titeln aussprechen. Zelda Fans die hier einsteigen möchten, sollten ggf. vorher die Story von BOTW gespielt haben, was aber kein muss ist.