Was zerstört ein Spiel so richtig für euch?

  • Egal wie gut ein Spiel ist, was für ein Feature lässt euch am liebsten die Konsole oder den PC ausmachen und das Spiel deinstallieren?


    Wie im entsprechenden Thread zu Features, die euch in Spielen besonders gefallen, gibt es doch bestimmt auch Elemente, seien es Gameplay oder Dinge wie Bugs, die den Spielspaß in einem noch so tollen Spiel trüben?


    Für mich sind das lange Reisezeiten und kein Quicktravel. Beispielsweise, wenn in einem Spiel die Maps zu groß sind, dazu noch keine besonders guten Fortbewegungsmittel und dazu kommt noch, dass man ständig aufgehalten wird. Wenn es dann noch kein Quicktravel gibt, dann muss das Spiel schon wahnsinnig gut sein, dass ich es zu Ende spiele.


    Was mich außerdem noch stört in Spielen - gerade in solchen, die etwas knackiger sind bzw. viele Übergänge haben, dann sind das lange Ladezeiten. In einem Spiel, wo ich zB. öfters sterbe, hasse ich nichts mehr, als dann minimum eine Minute zu warten, bis ich weiterspielen kann. Wenn dann die Ladezeiten an den Übergängen zwischen Bereichen etc. auch noch so lang sind, dann kommt es sehr oft vor, dass ich das Spiel erstmal weglege. Gerade wenn ich eh schon angefressen bin, weil ich durch irgendeinen gemeinen Gegner gestorben bin, dann hasse ich es, darauf zu warten, bis ich wieder zurück ins Spiel kann.


    Schlechtes Ballancing ist für mich auch ein absolutes Nogo. Wenn ich ein Spiel zocke, möchte ich auch irgendwie etwas als Gegenleistung. Sei es Spaß oder eine Art Belohnung. Wenn ein Spiel schwer ist, dann braucht es unbedingt, dass es mir gefällt, auch ein System, das mich als Spieler belohnt. Schwere Aufgaben und Gegner sollen sich lohnen, genauso soll ein Spiel - wenn es denn leicht ist - durchgehend leicht sein und nicht plötzlich an einer Stelle furchtbar schwer werden, während es sonst viel zu leicht war. Am meisten hasse ich es, wenn gerade Anfangsarreale im Spiel zu schwer sind, die ersten Gegner im Spiel bereits zu viele Treffer einstecken und zu viel aushalten. So etwas kann mir die Freude nehmen, noch bevor ich das Spiel richtig angefangen habe.


    Die letzte Sache, die mir noch einfällt, und die ich absolut hasse, sind Stunlock und Fall-Animationen. Dh. wenn man getroffen wird, dass man sich nicht bewegen kann und vom Gegner dann gleich noch eine draufbekommt. Das selbe gilt für Umfallanimationen. Ich hasse nichts mehr, als wenn bestimmte Gegner mich umwerfen und ich erstmal mühsam aufstehen muss, dabei natürlich total verwundbar bin und dann gleich wieder umgeworfen werde, ähnlich wie beim Stunlocken kann der Gegner dann Combos gegen mich machen und dabei kann ich nicht einmal etwas dagegen tun. Beide Dinge sind für mich absolut schlecht fürs Ballancing und mir fällt kein Spiel an, in dem es sich passend anfühlt, herumgeschleudert zu werden oder fair, dass man sich gegen Gegner nicht schützen und nur mehr zusehen kann, wie man einen Treffer nach dem anderen einsteckt. Stunlocking bei Gegnern kann zB. eine gute Taktik sein oder ein Gameplayelement wodurch sich zB. Waffen unterscheiden, aber beim eigenen Spieler sind Stunlocks und Fallanimationen in jedem Fall entbehrlich und haben nichts mit gutem Spieldesign oder fairem Ballancing zu tun, wenn es dann vom Glück abhängt, wie oft ich getroffen werde.

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    "Zieh dir Hosen an, William!"

  • Ich muss dir erstmal in allen Punkten zustimmen und noch einen hinzufügen:

    Microtransactions

    Wenn man schon 60-80 Euro für ein Spiel ausgibt, hasse ich es, wenn mir die Entwickler verbieten, bestimmte Teile des Spiels zu erreichen, könnte ich die Konsole an die Wand werfen. Besonders schlimm ist es dann noch, wenn dieses Spiel auf Pay-to-win basierendes Onlinegameplay hat.

    Ein kleiner Disclaimer noch: Gegen DLCs habe ich aber nichts, sofern sie nicht direkt am Spielrelease veröffentlicht werden.

    Dazu fallen mir auch einige Beispiele ein:

    Anno 1800

    Viele Gebäude sind gesperrt und können nur durch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft im Ubisoft-Club freigeschaltet werden.

    FIFA

    Ich glaube, dazu muss ich garnichts mehr sagen.

  • Absoluter Deal-Breaker sind für mich vor allem das, was man schon vor dem Kauf sehr gut beurteilen kann: Der Look. Dieser ist natürlich absolute Geschmacksache und nur weil mir etwas nicht gefällt, ist es per se nicht schlecht… aber wenn mir die Optik eines Games nicht zusagt, gebe ich dem ungerne eine Chance.


    Ein jüngstes Beispiel wäre hier SaGa Scarlet Grace – ganz ehrlich: eines der besten Switch-RPGs und zu Recht von allen Seiten gelobt, aber ich finde die Charaktere-Modelle (vor allem im Vergleich zu den schönen Artworks) so abartig hässlich, dass ich das Spiel nicht wirklich „Hypen“ konnte.


    Ich würde es sofort und ohne mit der Wimper zu zucken an RPG-Fans empfehlen, aber wenn ich das Gesicht von vor allem den weiblichen Charakteren sehe, kommt es mir vor als würde ich ein Game mit Bratz-Puppen als Charaktere spielen – wobei zusätzlich noch die Farbkomposition mancher Kostüme einfach eine absolute Katastrophe ist…

    Männliche Charaktere gehen echt noch, aber oh Junge…


    Ansonsten dann eben unsympathische Charaktere in RPGs… für manche Spiele ist mir Charakter-Building nicht so wichtig, aber in Rollenspielen, möchte ich nicht mit nervigen Kackbratzen meine Zeit verbringen. Einer der Gründe, warum ich diverse Final Fantasy-Titel nicht so hoch ansetzten würde, auch wenn sie in der Allgemeinheit wohl sehr populär sind.


    Wovon ich auch nicht unbedingt ein Fan bin, sind (wichtige) Sachen, die man endgültig verpatzen kann, ohne einen Indikator. Da gibt es ein gewisses Rätsel in Final Fantasy XII um Truhen, welches zum Beispiel absoluter Schwachsinn ist und etwas sehr Wichtiges verpatzt.

    Aber generell: Vor einem „Point of no Return“ sollte es immer eine Warnung geben und falls Orte unzugänglich werden und wichtige Sachen beinhalten, sollte man die Gegenstände auch anderweitig bekommen.


    Es ist kein absolutes „No Go“ für mich, aber kann eben frustrierend sein, wenn man 100% anstrebt und man vielleicht nicht ein zweites Mal X Stunden in ein Spiel investieren will, nur um dann doch noch alles zu haben, weil man es verpasst hat.

  • Wovon ich auch nicht unbedingt ein Fan bin, sind (wichtige) Sachen, die man endgültig verpatzen kann, ohne einen Indikator. Da gibt es ein gewisses Rätsel in Final Fantasy XII um Truhen, welches zum Beispiel absoluter Schwachsinn ist und etwas sehr Wichtiges verpatzt.

    Aber generell: Vor einem „Point of no Return“ sollte es immer eine Warnung geben und falls Orte unzugänglich werden und wichtige Sachen beinhalten, sollte man die Gegenstände auch anderweitig bekommen.

    Ja stimmt, jetzt wo du es sagst. So etwas hasse ich auch absolut, wenn es im Spiel missable Items, Charaktere, etc. gibt.

    Ich spiele ein Spiel gerne einmal durch und hole mir dann im Lategame alles oder nach dem Besiegen des Endbosses, vor allem, wenn dadurch weitere Wege aufgehen und es neue Quests gibt. Was ich überhaupt nicht mag, ist, wenn das Spiel mich zwingt, dass ich es mehrmals durchspielen muss, wenn ich alle Enden sehen möchte oder alle Charaktere freischalten will. Ich bin niemand, der zB. ein 30 Stunden RPG mehrmals durchspielt, nur um eine Cutscene zu sehen. Ich mag es, wenn man beim ersten Durchgang oder besser gesagt an einem Durchgang alles erreichen kann und ich mag es, wenn mir das Spiel klar zu verstehen gibt, ab welchem Zeitpunkt ich etwas nicht mehr holen kann oder noch besser, dass ich bestimmte Dinge immer holen kann. Ich mag es nicht, mich zu stressen oder mich durch Guides wälzen zu müssen, die nicht immer genau sind, nur weil ich einen bestimmten Charakter möchte. Demzufolge bin ich auch kein großer Fan von ständiger Progression, wie es in Spielen der Fall ist, wo ein Global Timer läuft oder mit einem Tag/Kalendersystem, wo man einzigartige Events einfach mal verpassen kann. Spielen tu ich sowas dann schon, aber mehrheitlich gefallen mir eben Spiele, wo man auch mal frei erkunden kann ohne Druck, was zu verpassen und wo man zum Schluss hinaus noch auch alles holen kann.

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  • Erinnert mich irgendwie etwas an Final Fantasy IX – Ich liebe das Spiel, praktisch zum Mond und zurück, aber was man sich bei diesem Scheiß mit Exkalibur II gedacht hat, will ich bis heute nicht verstehen… klar, es ist wohl eine kleine „Zusatzaufgabe“ für Speed-Runner eher… aber sowas bei einem RPG, welches schon mal gerne mehrere Stunden braucht?


    Man kann Excalibur 2 (bzw. muss) es zwar innerhalb von 12 Stunden aufsammeln, aber dann verpatzt man sich eben viele andere Sachen im Spiel… klar, nette Challenge, aber sollte die stärkste Waffe im Spiel nicht jemandem gebühren, der ganz viel geschafft hat und nicht jemand, der sich bis zum End-Dungeon käst und sämtliche Nebenquests vernachlässigt?


    Persönlich kein Fan von.

  • Genau so etwas meine ich, Dinge, die per Global Timer zB. ablaufen können. Final Fantasy IX ist eines meiner Lieblingsspiele und daher kann ich sowas wohl gerade noch verzeihen, bzw. schwirrt das dann nicht die ganze Zeit im Hinterkopf, bei anderen RPGs würde das für mich aber schonmal bedeuten, dass es den Spielspaß mindert. Allein fürs Weglegen bräuchte es aber dann mehr als ein Item, das man nicht bekommen kann, dann müsste dieses System schon overall für weitere Gegenstände usw. zutreffen. Da fällt mir Final Fantasy XII-3 ein (glaube das wars) wo man auch so einen Global Timer hatte der die ganze Zeit ablief. Da war das Spiel selbst Durchschnitt, aber durch den Timer war das Spielgefühl für mich zerstört und ich habe es nicht durchgespielt deswegen.

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  • Einmal wären da Micro Transaktionen. Ein No Go, auf welches ich jetzt gar nicht weiter eingehen möchte.


    Des weiteren verliere ich das Interesse, sobald ich keinen klaren Handlungstrang habe und ein Spiel zu realistisch ist.


    Fehlt ein klarer Handlungstrang und ich habe zu viele Optionen, dann weiß ich nicht warum ich weiterspielen soll. Bestes Beispiel: GTA.


    Den Tiefpunkt hatte ich mit dem stets gefeierten GTA San Andreas. Man konnte in dem Spiel alles machen. Essen, schlafen, pumpen, zum Friseur gehen und sich Klamotten kaufen. Aber will ich das? Nein!!!!


    Falls Rockstar mal ein Open World in einer Fantasy Welt heraus bringt, wo ich seltene Monster töten kann und dafür seltene Items erhalte, ich selber meine Fähigkeiten verbessern kann und dieses Spiel nicht so widerlich realistisch wie Red Dead Redemption 2 ist, dann bin ich dabei aber wie!!!

  • Was mir gerade beim Beitrag für Resident Evil 3 eingefallen ist, sind Gegner, die man nicht besiegen kann. Oder die man eben erst später im Spiel besiegen kann bzw. die richtige Bulletsponges sind. So eben X² aus REmake 2, Nemesis aus Resident Evil 3, Papa Baker aus Resident Evil 7, das Monster aus Dead Space 2, die Gegner in div. SOMA oder Outlast, der Junge aus Evil Within usw. die noch dazu Insta-Kill Attacken haben. So etwas sind für mich absolute Dealbreaker (warum ist mir das vorher nicht eingefallen). Ich habe mehr als nur ein Spiel weggelegt oder garnicht erst beendet wegen so einem Scheiß. Unbesiegbare Gegner bzw. Weglaufmechaniken sind für mich ein absoluts NoGo. Andres als aber zB. Stunlock ist es für mich ein Gameplayelement, wo ich sehe, dass es Leuten gefallen kann und wo eben ganze Genres darauf aufgebaut sind, ich kann zumindest verstehen, dass das kein Fehler oder Faulheit oder was auch immer eines Entwicklers ist sondern eben ein legitimes Element um eben Furcht zu erzeugen, nur bei mir erzeugt es Brechreiz und explosionsartigen Durchfall wenn ich sowas spielen muss.

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  • :biggrin::thumbup:

    Dem schließe ich mich an!

    Der Kapuzenspasti aus The Evil Within hat mir das Weiterspielen vermiest. Ich glaube nach dem siebten Mal, wo ich gespielt habe, plötzlich so eine Psychomusik kam und kurz darauf der Hannes auftauchte und mich gekillt hat, habe ich beschlossen nicht mehr weiter zu spielen.


    Das war ja bei dem Vieh aus Dead Space 2 genauso.


    Das ist auch der Grund warum ich niemals Alien Isolation gespielt habe und es wohl auch nie tun werde. Ein Spiel wo regelmäßig ein Alien auftaucht, welches ich gar nicht besiegen kann! Schlussfolglich muss ich dem Lausebub aus dem Weg gehen. Das ganze Spiel lang. Nö lass mal, da gehe ich lieber mit meiner Frau einkaufen!

  • Da gibt es eindeutig viel zu viele Sachen, die mir bei häufigem Vorkommen den Spielspaß rauben. Man könnte glatt denken, dass es keinerlei Games geben würde, die mir gefallen bzw. es man mir partout nicht Recht machen kann :ugly:

    • Zu hoher, frustrierender Schwierigkeitsgrad
    • Permanenter Tod/Spielstandverlust bei einmaligem Fehler
    • Kindergarten-Atmosphäre ohne jedes bisschen Herausforderung
    • Lange Rücksetzpunkte, Laufwege und Ladezeiten
    • Der zwanghafte Einbau von (vielen) Sammelobjekten
    • Zu große Spielwelt, egal ob leer oder unnötig vollgestopft
    • Ein riesiger Haufen Nebenquests
    • Bugs, schlecht programmierte Trefferzonen, unmenschliche Reaktionen der COMs
    • Hohe Komplexität und unübersichtliche Anzeigen
    • Langweilige Geschichte, die durch viele Konversationen erzählt wird
    • Nicht überspringbare Cutscenes
    • Nervige Charaktere
    • Penetranter und repetitiver Soundtrack, kreischende japanische Synchronstimmen
    • Null Innovation oder Abwechslung
    • Unvollständigkeit, z.B. durch technische Fehler oder aber Mikrotransaktionen
    • Der generelle Drang neuer Spiele zu "Noch mehr, noch besser", was gerne ausartet

    Viele Gebäude sind gesperrt und können nur durch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft im Ubisoft-Club freigeschaltet werden.

    Die Mitgliedschaft im Ubisoft Club ist völlig kostenlos. Bei Steep ist beispielsweise die Anmeldung Pflicht, da das Game einen Online-Zwang besitzt, und es wäre schließlich frech, wenn sie erneut eine Bezahlung verlangen würden. Anschließend konnte ich auch kleine Boni in Assassin's Creed Spielen erhalten. Wie gesagt, obwohl man Echtgeld investieren kann, so sind einige Dinge samt Registration doch völlig gratis.