Der ZF-Schreibwettbewerb - Siegerehrung!

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    Liebe Fans,


    herzlich willkommen zur Siegerehrung unseres Fanfiction-Wettbewerbs! Die Community hat gesprochen - seid ihr schon gespannt?


    Zuallererst möchten wir, das Team, uns bei allen Teilnehmern sowie allen, die bei der Umfrage mitgemacht haben, bedanken! Sechs starke Geschichten zum Thema "Ganondorfs junge Jahre" haben uns erreicht und ganze 15 Leute haben ihrer persönlichen Lieblingsgeschichte eine Stimme gegeben. Es hat viel Spaß gemacht, die Motivation zu sehen, mit der auf diesen Wettbewerb reagiert wurde und wir möchten natürlich auch gerne in Zukunft weitere Wettbewerbe veranstalten, wenn ihr das auch wollt.


    Doch nun genug des Herumschwafelns!


    Wie bereits erwähnt haben sechs User eigene Geschichten geschrieben und eingeschickt. Alle diese Geschichten können im Auswertungs-Thread eingesehen werden.


    Zu den Geschichten

    Für die Siegergeschichte weiter nach unten scrollen.


    Doch gewonnen hat nur eine. In diesem Thread soll der Sieger gekürt sowie die Autoren der Geschichten enthüllt werden.


    *hier bitte Goronen-Trommelwirbel einfügen*


    Untenstehend findet ihr eine Auflistung der Geschichten nach Stimmen mitsamt Autoren (bei gleicher Stimmenanzahl erfolgt die Reihenfolge alphabetisch). Ich packe die Autoren in einen Spoiler, für diejenigen, die gerne ein wenig raten und rätseln möchten. Zusätzlich habe ich ein paar wenige eigene Gedanken zu jeder Geschichte in den Spoiler gepackt, die mir beim Lesen gekommen waren.


    Mit ganzen sieben Stimmen konnte Ich-bin-Niemand also den Wettbewerb für sich entscheiden!


    Doch sprechen wir nun über den Gewinn!

    Als Sieger erhält Ich-bin-Niemand das Triforce-Fragment der Weisheit zum Angeben sowie damit verbunden eine Eintragung ins Heilige Reich.

    Ferner gibt es für dich auch etwas Materielles: Du erhältst ein Switch-Spiel deiner Wahl! Ja, du hast richtig gelesen - du darfst dir ein Switch-Spiel aussuchen, das du für lau bekommst! Maximal darf es 60 Euro kosten, also ein Vollpreistitel ist drin! Bitte teile unserem Forenadmin Nefiji mit, welches Spiel du dir wünschst. Er klärt den genaueren Ablauf dann auch weiterhin mit dir.


    Und da wir alle in Spendierlaune sind, sollen auch die anderen Teilnehmer eine Chance auf einen Gewinn haben. Wir verlosen nämlich unter allen Teilnehmern (ausgenommen des Erstplatzierten) einen Zelda-Wolkenvogel-amiibo! Die Glücksfee spielt auch hier unser Admin, daher wartet bitte auf seinen Beitrag, in dem der oder die Glückliche bestimmt wird!

    Kleiner Hinweis: Da der amiibo erst am 16. Juli erscheint, wird der Versand auch erst nach diesem Datum vonstatten gehen können.


    Wir hoffen, ihr hattet alle Spaß am Wettbewerb. Ich weiß, dass ich ihn hatte. Bleibt wie ihr seid, dann können wir auch weiterhin Wettbewerbe mit tollen Gewinnen veranstalten.


    Zum Schluss wurde ich von unserem Admin überdies gebeten, die Gewinnergeschichte noch einmal hier für alle zu präsentieren. Es folgt also "Ganondorfs Tragödie", geschrieben von Ich-bin-Niemand (ich habe mir erlaubt, ein paar zusätzliche Absätze einzufügen, die im Original nicht vorhanden waren).


    Vielen Dank noch einmal an alle, die in irgendeiner Weise beteiligt waren!


    Euer ZF-Team




    Ganondorfs Tragödie

    Autor: Ich-bin-Niemand


    Der heiße Wüstenwind blies durch die Schlucht und brannte auf der Haut des jungen Mädchens. Trotz des Schattens, den die vom Sand geglätteten Felswände spendeten, spürte sie die unerbittliche Hitze. Ihr Herz raste, doch war es nicht wegen der Anstrengung, bei diesen Temperaturen zu rennen – und sie rannte wie der Teufel. Nein, ihr Herz klopfte, weil sie spürte, wie ihr Verfolger sich ihr immer weiter näherte. Bald würde er sie haben. Sie drehte sich kurz um, wobei ihr einige Strähnen des karmesinroten Haars ins Gesicht fielen, und schaute nach, ob sie ihn erkennen konnte. Niemand war zu sehen. Dennoch wusste sie es besser. Er würde kommen!


    Sie war schnell wie der Wind, dies musste der Junge neidlos zugeben. Doch würde es ihr nichts nützen. Sie war ihm in die Falle gelaufen. Diese Schlucht mündete in einer Sackgasse, und das hatte er gewusst, als er sie vor sich hertrieb und auf diesen Weg lotste. Jeden Moment würde das Katz- und Mausspiel enden. Fast hätte er aufgelacht, so gewiss war er sich des Ausgangs dieser kleinen Jagd. Er war auf einem schmalen Vorsprung und hatte freie Sicht auf das Mädchen, das gerade um eine Ecke bog und somit das Ende der Schlucht erreicht hatte. Augenblicklich sprang er vom Vorsprung, rannte los und griff nach der Waffe an seinem Gürtel.


    Als sie um die Ecke rannte und vor sich nichts als eine meterhohe Wand sah, wurde ihr sofort bewusst, dass sie in seine Falle getappt war. „Verflucht, eine Sackgasse“, zischte sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hindurch, machte auf dem Absatz kehrt und rannte zurück. Doch es war zu spät! Er kam gerade um die Ecke gelaufen, zog seine Waffe und holte aus.


    „Das Spiel ist aus“, rief er triumphierend, holte mit seiner Waffe aus und zielte auf den braungebrannten Bauch des rothaarigen Mädchens. Ein Hieb und es wäre vorbei. Er beschrieb einen Bogen mit der Waffe und traf… ins Leere! Das Mädchen war gesprungen, machte einen Salto in der Luft und landete hinter ihm. Völlig verdutzt, brauchte er einen Moment, um zu reagieren. Zu langsam. Sie hatte ihre Waffe gezogen und schlug zu. Sie traf ihn an der Stirn und er fiel auf seinen Hosenboden.

    „Haha! Wieder nichts geworden, Gan-Gan!“, lachte das Mädchen und warf sich ihren roten Zopf verächtlich über die Schulter. Ihre Waffe, ein Stock, ließ sie achtlos fallen.

    „Hör auf mich so zu nennen, Naboru!“, rief Ganondorf, dessen sonnengebräuntes Gesicht so rot wurde, wie sein widerspenstig abstehendes Haar.

    „Der Name klingt viel zu ernst für einen kleinen Jungen wie dich!“

    Ganondorf sprang auf, nahm seine Waffe, ebenfalls nur ein Stock, in beide Hände und schlug zu. Doch Naboru wich mühelos aus und lachte weiter. So ging das Tag für Tag. Ganondorf forderte Naboru heraus, ob zu einem Kampf, einem Rennen oder was auch immer, und unterlag ihr. Sie wurde von den Gerudo nicht umsonst als Naturtalent gefeiert. Für sie war das Geplänkel (wie sie es nannte) mit ihm nur Spaß, doch für Ganondorf war es bitterer Ernst. Er mochte sie, waren sie schließlich schon seit er denken kann miteinander befreundet, doch als einziger Mann im Dorf der Gerudo lastete große Verantwortung auf seinen Schultern. Schließlich wurde nur alle 100 Jahre ein männlicher Gerudo geboren, der automatisch der König werden sollte. Aber er war weder der beste Kämpfer noch der schnellste Läufer. Um also besser zu werden, suchte er die Konfrontation mit Naboru. Doch wenn er so im Staub lag, wie gerade eben, spürte Ganondorf ein brennendes Gefühl tief in sich. Er konnte nicht ausmachen, was es war. Aber ab und zu glaubte er fast, eine Stimme zu hören, die ihm zuflüsterte. Nur verstehen konnte er sie bisher nie.

    „Lass uns Schluss machen, Gan-Gan. Die Sonne steht bereits hoch. Bald wird sie uns auch im Schatten erbarmungslos verbrennen.“

    Ganondorf bemerkte erst jetzt, wie heiß es schon wieder wurde. Die wenige Kleidung die er trug, klebte bereits an seinem Leib. Die Hitze der Wüste war wahrlich erbarmungslos und tödlich. Wie sehr sehnte er sich danach, diese Wüste zu verlassen. Stattdessen sollte er hier irgendwann König werden… Er seufzte, nickte dann Naboru zu und gemeinsam machten sie sich auf den Weg zur Gerudo-Festung.


    Kaum hatten sie die Wüste durchquert und waren am Eingang der Festung angekommen, wurde Ganondorf von zwei Kriegerinnen aufgehalten. Böse funkelten sie ihn an. Kurzangebunden sagte eine von ihnen: „Eure Mutter erwartet Euch.“

    Ganondorf konnte am Tonfall der Kriegerin heraushören, dass seine Mutter wohl nicht sonderlich froh gestimmt war. Urgana war die derzeitige Anführerin der Gerudo. Es war Brauch, dass die Mutter des männlichen Gerudos zur Anführerin wird, bis der Sohn alt genug war, das Amt zu übernehmen. So gesehen verdankte seine Mutter ihre Stellung ihm, doch das schien sie immer zu vergessen. Mit hängenden Schultern stapfte er durch die Festung. Naboru begleitete ihn noch ein Stück, doch als sie an Urganas Gemächern ankamen, verabschiedete sie sich zwinkernd mit den Worten: „Kopf hoch, Eure Hoheit König Ganondoof.“

    „Das ist noch schlimmer als Gan-Gan!“ Doch Ganondorfs Protest bekam Naboru nicht mehr mit, war sie bereits blitzschnell verschwunden. Er blieb allein vor der schweren Tür, die das Emblem der Gerudo zierte, und atmete schwer aus. Dann trat Ganondorf ein und sah sich augenblicklich seiner Mutter gegenüber. Hoch gewachsen, muskulös und mit feuerrotem Haar sah sie aus wie alle Gerudo. Nur ihre prachtvolleren Gewänder kündeten von ihrer Position. Mit goldenen Augen, die ihn durchbohrten, schaute sie auf Ganondorf. „Du warst wieder nicht beim Unterricht. Koume und Kotake haben es mir gesagt. Dies ist bereits das dritte Mal, dass du nicht bei ihnen erschienen bist. Erkläre dich!“

    Ganondorf verlagerte unbehaglich sei Gewicht von einem Bein aufs andere und mied Blickkontakt mit seiner Mutter. „Ich habe kein Talent für Magie. Die alten Twinrovas rügen mich dafür immer und immer wieder. Und wozu muss ich dieses Magiezeug überhaupt lernen? Keine Kriegerin hier kann zaubern!“

    „Weil du zum König der Gerudos aufsteigen wirst! Und du sollst der mächtigste König werden, den unser Volk je hatte! Dies ist dein Schicksal!“

    „Wozu? Um über diese blöde Wüste zu regieren? Ich hasse es hier!“

    Urgana seufzte. Ihr harscher Blick wich etwas weicherem, fast mütterlichem. „Ich kann verstehen, wie du dich fühlst. Am Tag jagt ein glühend heißer Wind über das Land, des Nachts herrscht der eisige Griff bitterster Kälte… So oder so, der Wind bringt hier nichts als den Tod mit sich… Doch weißt du was? Der Wind in Hyrule, dem Land hinter unserer Wüste, bringt etwas anderes. Etwas ganz und gar anderes! Ich will, dass dieser Wind dein Verlangen wird!“

    „Ich verstehe nicht, Mutter.“

    „Du sollst nicht König sein, um über diese Wüste zu herrschen. Du sollst König sein, um über alles zu herrschen!“

    Ganondorf wurde bei diesen Worten schwindelig. Was verlangte seine Mutter da von ihm? Die Wüste zu verlassen, war sein innigster Wunsch. Doch als Eroberer? Nur weil sie ihre eigenen Begierden auf ihn abwälzen wollte? Wieder spürte er dieses Brennen. Auch die Stimme flüsterte erneut. Doch er schüttelte beides ab und wich vor Urgana zurück. „Warum sollte ich über alles herrschen wollen? Ich will nur hier weg!“

    Wieder seufzte Urgana. Doch diesmal bedachte sie ihm mit einem mitleidigen Blick, wie ihn Erwachsene für Kinder übrig haben, die nichts verstehen. „Entweder wirst du Herrscher oder jemand anderes wird dich beherrschen. Die hylianischen Truppen sind bereits bis zum Gerudo-Tal vorgestoßen und bestellen mich zum Hof. Sie wollen mit uns ein Handelsabkommen, doch ich weiß es besser! In Wahrheit wollen sie uns unterjochen! Wenn wir nicht schnell handeln, wirst du irgendwann zum Sklaven!“

    „Und wenn du dich irrst?“

    „Genug! Wir werden darüber weitersprechen, wenn ich wieder da bin. Ich werde mich zum Gerudo-Tal begeben und mir mein eigenes Bild machen. Danach sehen wir weiter.“ Nach diesen Worten drehte sich Urgana um und bedeutete Ganondorf zu gehen. Wütend und gekränkt stapfte dieser aus dem Zimmer. Urgana drehte sich nicht um, als er ging. So konnte er sie nicht weinen sehen. Ihr Sohn war zu naiv, um zum wahren König aufzusteigen. Was er brauchte, war ein Stoß in die richtige Richtung. Und Urgana wusste genau, wie dieser Stoß aussehen musste. Leise flüsterte sie: „Ich liebe dich, mein Sohn.“


    In dieser Nacht bekam Ganondorf kein Auge zu. Die Worte seiner Mutter halten durch seinen Geist und hielten ihn wach. Er wollte kein Eroberer sein, er wollte nur die Freiheit eigene Entscheidungen zu treffen. Der Königstitel war im egal. Hyrule war ihm egal. Er hasste all die Bürden, die man ihm auferlegen wollte. Sie waren wie schwere Ketten, die ihn fesselten und zu Boden rangen…


    Du brauchst Kraft…


    Was war das? Kurz hatte Ganondorf die Augen geschlossen, da hatte er etwas gehört. Konnte es womöglich die Stimme sein, die ihn manches Mal zuflüsterte? Je mehr er versuchte sich zu konzentrieren, desto weniger konnte er sich an die Worte erinnern, die ihm zugeflüstert wurden.


    Am nächsten Morgen fühlte sich Ganondorf ausgebrannt und schwach. Benommen schlurfte er durch die Gänge der Festung. Seine Mutter war bereits mit einer kleinen Eskorte aufgebrochen, ohne dass sie sich auch nur bei ihm verabschiedet hätte. Was kümmerte es ihn? Sollte seine Mutter doch tun, was sie wollte!

    Naboru kam ihm mit einem verschmitzten Lächeln entgegen und grüßte ihn. „Guten Morgen, Gan-Gan-Doof. Wie sieht es aus? Heute wieder ein Wettstreit?“

    Ganondorf seufzte. Das Letzte, was er jetzt brauchte, war Naborus energiegeladene Art. Ihm war sogar die Spielerei mit seinem Namen egal. Mit einem Grunz-Laut tat er Naborus Begrüßung ab und ging an ihr vorbei. Dabei hatte er alle Mühe den Zorn, den er seiner Mutter gegenüber verspürte in Zaum zu halten.

    „Welcher Wüstenfloh hat dich denn gebissen? Bist du unter die Wildschweine gegangen oder warum das Grunzen?“

    Wieder keine Antwort. Naboru wurde ärgerlich, ging Ganondorf nach und packte ihn an der Schulter. Als sie ihn herumriss, spürte sie plötzlich eine Druckwelle, die sie erfasste und zu Boden warf. Was war das?

    Ganondorf blickte völlig verdutzt auf die am Boden kauernde Naboru. Gerade eben hatte er noch gedacht, wie sehr ihn ihre Aufdringlichkeit störte, da überrollte ihn das brennende Gefühl. Mit einem Mal entlud es sich und brach in einer Kraftwelle aus ihm heraus. Mit aufgerissenen Augen starrte er auf seine Hände, dann wieder auf Naboru. Eine Entschuldigung stahl sich über seine Lippen, dann lief er einfach davon…


    Ganondorf lief wie besessen durch die Wüste. Er hatte kein klares Ziel, doch wollte er einfach alles hinter sich lassen. Seine Mutter, Naboru und auch seinen Zorn. Er bog um eine Ecke, blieb stehen und atmete schwer. Allein mit seinen Gedanken hockte er an einem Felsen, der ihm Schatten bot. Die Sonne brannte bereits am frühen Morgen so stark, dass dem jungen Gerudo der Schweiß auf der Stirn perlte.

    Plötzlich stand Naboru vor ihm. Erschrocken sprang er auf. „Was sollte der Quatsch, du Wildschwein?“

    Ganondorf mied ihren Blick, sagte nichts. Doch Naboru ließ nicht locker. „Was ist dein Problem?“

    Jetzt wurde er wieder wütend. „Lasst mich doch einfach alle in Ruhe! Mutter, die Twinrova und selbst du, du blödes Kamel! Ihr versteht mich nicht…“

    Bevor er realisierte was geschah, hatte Naboru ihm einen Schlag ins Gesicht verpasst. Verdutzt blinzelte er. Naboru starrte wütend auf ihn herab. „Wenn du ein Problem mit deiner Mutter hast, dann reagier dich nicht an mir ab, sondern rede mit ihr!“

    „Selbst wenn ich das wollte, ist es dafür erst mal zu spät. Sie ist bereits unterwegs!“

    „Na und? Folge ihr! Keiner kennt die Wüste so gut wie wir. Ein oder zwei Abkürzungen und schon sind wir beim Tal.“

    Naboru reichte Ganondorf die Hand und lächelte. Er schaute zu ihr hoch und konnte nicht anders als ihr Lächeln zu erwidern. Er nahm ihre Hand und stand auf. „Danke. Dann lass uns gehen!“

    Mit neuem Elan ging Ganondorf an Naboru vorbei. Kaum hatte er ihr den Rücken zugedreht, sagte sie: „Ach, eine Sache noch…“

    Ganondorf drehte sich um und bekam einen weiteren Schlag ins Gesicht, der ihn auf den Allerwertesten plumpsen ließ. Naboru ging an ihm vorbei und lächelte breit. „Nenn mich noch einmal Kamel und du wirst es bereuen, Wildschwein!“


    Dank ihrer Abkürzungen hatten es die beiden schnell bis zum Tal geschafft. Gerade bogen sie in einen schmalen Pfad, der etwas weiter oben zwischen den Felsen lag und hatten einen guten Blick auf die Brücke, die entlang des Tals gespannt war und die Wüste mit Hyrule selbst verband. Die kleine Truppe von Gerudos, angeführt von Urgana hatte die Brücke bereits passiert und war im Lager der Soldaten. Urgana nahm ihr Schwert in die Hand und drehte den Griff in Richtung eines Soldaten, der wie der Anführer wirkte. Die Geste sollte bedeuten, dass die Gerudo in friedlicher Absicht kamen. Der Anführer der Soldaten stand still vor Urgana und sagte kein Wort. Doch plötzlich zog er sein Schwert und zu Ganondorfs Entsetzen musste er mitansehen, wie die Klinge in Richtung Urgana niedersauste. Diese konnte im letzten Moment ihre zum Friedensgruß ausgestreckte Waffe hochziehen und den tödlichen Schlag abwehren. Ganondorf starrte von seinem erhöhten Aussichtspunkt wie gelähmt hinunter und sah, wie die anderen Soldaten sowie die Gerudos kurz zögernd einander ansahen, bevor auch sie zu ihren Waffen griffen. Panisch kletterte Ganondorf die steile Felswand hinab, Naborus Warnungen ignorierend. Dabei schaute er immer wieder über die Schulter und vergewisserte sich, dass es seiner Mutter und den anderen Kriegerinnen gut ging.


    Unten angekommen lief Ganondorf direkt zur Brücke. Dort kämpfte Urgana weiterhin verzweifelt gegen den Anführer der Soldaten. Die anderen Gerudos waren derweil bereits im Kampf gefallen, hatten aber einige hylianischen Soldaten mit sich genommen. Die verbliebenen Hylianer beobachteten den Kampf ihres Anführers. Kurz bemerkte Ganondorf, wie zögerlich die Soldaten waren. Als ob sie selbst nicht mit einem Angriff gerechnet hätten…

    Ganondorf erreichte endlich die Brücke. Ohne zu wissen, wie er seiner Mutter helfen konnte, wollte er sich auf den Anführer werfen. Doch da sah er, wie Urgana plötzlich inmitten ihrer nächsten Bewegung stockte. Das Schwert, das sie zur Parade anheben wollte, blieb auf halben Weg starr in der Luft stehen. Diesen Moment nutzte der Anführer, hob sein Schwert über den Kopf und ließ es gnadenlos hinunterfallen. Die Klinge wurde Urgana ins Schlüsselbein getrieben. Ein entsetzliches Knirschen war zu hören, als der Knochen nachgab und das Schwert tiefer in Urganas Brust drang. Urgana ächzte und Ganondorf blieben die nächsten Worte im Halse stecken. Kurz kreuzten sich die Blicke von Mutter und Sohn. Urgana lächelte ihr Kind an, dann kippte sie über das Geländer der Brücke und stürzte in die Schlucht unter ihnen. Ganondorf sah ihr nach, bis die Dunkelheit weiter unten sie verschlang. Und dann wurde auch Ganondorf von Dunkelheit umschlungen…


    Es war dem jungen Gerudo so als ob er eine Ewigkeit durch die Dunkelheit fiel, so wie seine Mutter es tat. Doch dann bemerkte er plötzlich wie er langsamer wurde und in der unendlichen Dunkelheit zum Stehen kam. Dann erklang eine Stimme. Erst war es wieder nur ein Flüstern am Rande Ganondorfs Wahrnehmung, doch dann wurde die Stimme lauter und verständlicher.


    Der ewige Kreislauf des Hasses… willst du ihn durchbrechen?


    Ganondorf wusste nicht, was er sagen sollte. Doch da kam ihm der Blick seiner Mutter wieder in den Sinn, als sie ihn ansah, bevor sie in die Schlucht und in den Tod stürzte. Alles was er gerade wollte, war den Tod seiner Mutter zu rächen.

    „Ich will Kraft!“, antwortete Ganondorf in die Dunkelheit hinein.

    Plötzlich entwuchs der Dunkelheit ein gewaltiger Körper, dessen Konturen nicht klar zu erkennen waren. Flammen loderten um die Gestalt herum und weiße, tote Augen starrten in Ganondorfs Herz hinein.


    Nimm meine Kraft!


    Naboru sah von weiten wie Urgana stürzte. Sofort schaute sie zu Ganondorf, der sich ebenfalls auf der Brücke befand und auf die Knie gesunken war. Einen Moment lang rührte er sich nicht und wirkte wie ein verlorenes Kind. Der Anführer drehte sich um, hob sein Schwert, von dem das frische Blut Urganas tropfte, abermals an und wollte es auf Ganondorfs Kopf fallen lassen. Doch da hob dieser plötzlich sein Haupt und brüllte so bestialisch auf, dass es Naboru die Knie versagen ließ. Ganondorfs gerade noch sonnengebräunte Haut färbte sich grünlich und dann trat eine Art violett-schwarze Substanz aus ihm heraus. Diese Substanz verschlang den Anführer der hyliansichen Soldaten binnen eines Augenblicks. Noch während Ganondorf sich erhob, die Schultern gesenkt und fast wie in Trance, trat noch mehr von der Substanz aus ihm hervor und formte sich zu dünnen Armen mit feingliedrigen Fingern, die nach den panisch davonlaufenden Soldaten griffen. Es dauerte nicht lang, da waren alle Soldaten verschwunden. Ihre von Angst und Schmerz verzerrten Schreie hallten in Naborus Ohren wieder. Wie erstarrt blickte sie auf Ganondorf. Die Substanz zog sich in seinen Körper zurück und dann brach er einfach zusammen.


    Naboru wollte zu ihrem Kameraden laufen, doch da tauchten wie aus dem Nichts Kotake und Koume, die Twinrovas, vor ihr auf. Sie schaute in ihre Augen und dann brach sie zusammen. Kotake flog auf ihrem Besen zu Naboru. „Sie hat alles gesehen, Schwesterherz.“

    „Ist doch nicht schlimm. Wir manipulieren einfach ihre Erinnerungen, Schwesterherz.“

    „Alles lief wie geplant. Hihihi!“

    „Den Anführer zu manipulieren und Urgana erstarren zu lassen war ein Klacks!“

    „Der richtige Anstoß für den jungen Ganondorf!“

    „Unser neuer König!“

    „Unser Dämonenkönig!“

    Kotake und Koume kicherten bösartig und drehten auf ihren Besen Kreise in der Luft.


    Dieses Ereignis sollte der Beginn der Tragödie Ganondorfs werden, die sich über die Jahrtausende hinweg erstrecken und Hyrule immer wieder ins Dunkel stürzen würde…

    2 Mal editiert, zuletzt von Nefiji () aus folgendem Grund: Fehlerhafte Darstellung der Grafik für nicht-registrierte User behoben + kleinen Vermerk hinzugefügt.

  • Herzlichen Glückwunsch an unseren Niemand zum Sieg! Auch allen anderen Teilnehmern ein Dankeschön für die Kreativität und die Teilnahme. Ich wünsche euch noch viel Erfolg für die Verlosung.


    @Foren-Team: Wow, ihr verschenkt ein Vollpreis Switch-Spiel? Wahnsinn, diese Großzügigkeit! Ich bin mir sicher, dass die Leute hier nicht für das Gewinnen von Preisen, sondern für die Community am Wettbewerb teilgenommen haben. Dass dann trotzdem eine derartige Belohnung ausgeschüttet wird, ist absolut beachtlich. Ich bin tagtäglich stolz seit über 9 Jahren Mitglied dieser tollen ZF-Community zu sein.


    Hach ja, ich weiß noch wie ich beim Kreativwettbewerb Ende 2014 den letzten Platz belegt hatte, trotz Zeichnung UND einer viel zu langen Geschichte von 32 DinA4 Seiten / 15.769 Wörtern / 97.672 Zeichen. Zwei Wochen lang hatte ich jeden Abend an ihr geschrieben und nicht mal etwas gezockt. Aber ich hab trotzdem drei Zelda-Manga gewonnen, da alle anderen Teilnehmer diese bereits besaßen :woot2: seitdem lese ich Manga. Das waren noch Zeiten!!!


    EDIT: Sylph Ich wollte "verschenkt" schreiben, war ein Tippfehler, he he.


    EDIT 2: Niemand hat gewonnen? Wer kriegt denn jetzt das Switch-Spiel? :ugly:

    Füße hoch, der kam flach.

  • Wow, ihr verlost ein Vollpreis Switch-Spiel? Wahnsinn, diese Großzügigkeit! Ich bin mir sicher, dass die Leute hier nicht für das Gewinnen von Preisen, sondern für die Community am Wettbewerb teilgenommen haben. Dass dann trotzdem eine derartige Belohnung ausgeschüttet wird, ist absolut beachtlich.

    Danke für das Lob, aber nur der Sicherheit halber: Das Spiel wird nicht verlost, sondern kann sich der Sieger aussuchen. Ausgelost wird der Gewinner des amiibo!


    Hehe, wir hatten tatsächlich schon länger geplant, endlich wieder etwas Materielles als Gewinn einbauen zu können, aber wir wollten gleichzeitig auch nicht, dass Leute nur durch einen Preis geködert werden und haben uns deshalb bedeckt gehalten. Gleichzeitig wäre das ohne finanzielle Unterstützung nicht möglich gewesen! In dem Sinne gilt ein großes Dankeschön auch an die Forenspenden!



    EDIT 2: Niemand hat gewonnen? Wer kriegt denn jetzt das Switch-Spiel? :ugly:

    Füße hoch, der kam flach.

    Ich musste ernsthaft lachen, danke dafür! :D

  • Jippiiiieeeee! Meine herzlichsten Glückwünsche an IBN für den verdienten Sieg! Eine tolle Geschichte, die super gut geschrieben war. Denk bitte mal ernsthaft drüber nach, Fanfictions zu schreiben. Du hast tolle Einfälle :)


    Meine Stimme ging an Maronus´ Beitrag, weil ich die Stimmung in der Story sehr mochte. Auch von dir wünsch ich mir mehr solcher Geschichten.


    Aber jetzt mal eben zu meiner Geschichte.

    Ich hab irgendwann mitbekommen, leider nicht sofort, dass meine Story von der Zeichanzahl den Rahmen gesprengt hat. Dafür muss ich mich natürlich entschuldigen - da sind zwei Umstände die Ursache gewesen: Zum einen Zeitdruck kurz vor der Deadline und zum anderen die relativ komplizierte Wortzählungsgeschichte, denn ich habe die Geschichte über Wordpad geschrieben (mein einziges Textprogramm auf dem Laptop) und Wordpad zählt die Zeichen/Wörter nicht. Also musste ich das relativ umständlich über den Laptop meines Freundes machen und dieser hat nur die Wörter gezählt, nicht die Zeichen. Naja, und so kam das leider zustande.


    Ich überlegte natürlich, ob ich mich dann in der Diskussion noch zu Wort melden sollte, aber weil ich das auch erst einen Tag später sah und der Drops da schon gelutscht war und man an der Tatsache nun nichts mehr ändern konnte, blieb ich stumm, um auch niemanden zu beeinflussen.


    Ich entschuldige mich also dafür, dass es für einige unfair wirkte, was es auch war, aber es war keine Absicht :(


    Mein riesiges Dankeschön geht an das Team für diese Aktion! Ich will bitte unbedingt öfters sowas haben!

  • Wow! Vielen, vielen lieben Dank an das gesamte Team und besonders an Sylph! Du hast dir so viel Mühe gemacht bei der Erstellung der Beiträge! Ich bin total baff, dass ich überhaupt gewonnen habe. Als ich vom Wettbewerb mitbekommen hatte und was das Thema war, kamen mir total viele Ideen, die ich einfach hier teilen wollte. Die anderen Geschichten waren so spannend und gut geschrieben, dass ich nie mit einem Sieg gerechnet hätte.


    Vielen Dank auch an unseren ehemaligen Roy Nefiji! Und, wie bereits auch schon hier geschrieben wurde: Danke an all die Forenspender!


    Ich werde das Triforce-Fragment der Weisheit vor Ganondorf beschützen in Ehren halten!




    P.S. danke für die Absätze und den Blocksatz, Sylph! In meiner Word-Datei hatte ich auch Blocksatz, den habe ich aber vergessen zu setzen, als ich dir die Story schickte!

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


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  • die relativ komplizierte Wortzählungsgeschichte, denn ich habe die Geschichte über Wordpad geschrieben (mein einziges Textprogramm auf dem Laptop) und Wordpad zählt die Zeichen/Wörter nicht. Also musste ich das relativ umständlich über den Laptop meines Freundes machen und dieser hat nur die Wörter gezählt, nicht die Zeichen.

    Hier ein Tipp für die Zukunft:

    Wer einen Google-Account hat, kann ganz einfach Google Drive nutzen, wo man GoogleDoc-Files erstellen und dort seine Geschichte schreiben kann. Diese haben fast alle Funktionen von Word (also auch das Zählen von Zeichen und Wörtern).

    Außerdem ist es kostenfrei. Und da man es über den Browser nutzt, muss man auch nichts installieren.




    Edit:


    Das Wichtigste ganz vergessen - Herzlichen Glückwunsch an unseren Gewinner und auch an alle anderen Teilnehmer. Ich habe wirklich jede Geschichte gerne gelesen.

  • Vielen Dank für den tollen Wettbewerb! Ich muss gestehen, es hat mich überrascht, dass auch Hyrokin am Wettbewerb teilgenommen hat. Die Beiträge von Maronus, Endymion und IBN habe ich gleich erkannt, eben wegen ihres eigenen Stils und weil ich den natürlich aus dem RPG kenne!


    Der erste Preis ist ja mal Hammer, herzlichen Glückwunsch dazu, ich hoffe, du suchst dir auch ein gutes Spiel aus, hehe.


    An dieser Stelle bleibt mir eigentlich nichts mehr zu sagen, außer, dass Kritik für meine Geschichte erwünscht ist. Egal, ob es Stil, Wortfindungsfehler, Wortwiederholungsfehler, Anachronismen, Rechtschreibfehler oder einfach schlechte Formulierungen sind, falls euch beim Durchlesen der Geschichte was auf der Zunge brannte, was ihr dem Verfasser gern sagen würde, bitte, ich bin euch nicht böse und kann mit Kritik umgehen. Gerne hier oder als PN.

    Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

    #65: Superfly Johnson

    our_good_buddy2ykab.jpg

    "I can't leave without my buddy Hiro!"

  • Ich hab irgendwann mitbekommen, leider nicht sofort, dass meine Story von der Zeichanzahl den Rahmen gesprengt hat. Dafür muss ich mich natürlich entschuldigen - da sind zwei Umstände die Ursache gewesen: Zum einen Zeitdruck kurz vor der Deadline und zum anderen die relativ komplizierte Wortzählungsgeschichte, denn ich habe die Geschichte über Wordpad geschrieben (mein einziges Textprogramm auf dem Laptop) und Wordpad zählt die Zeichen/Wörter nicht. Also musste ich das relativ umständlich über den Laptop meines Freundes machen und dieser hat nur die Wörter gezählt, nicht die Zeichen. Naja, und so kam das leider zustande.

    Ich hatte auch kein entsprechendes Programm, hab meinen Text direkt ins Forum getippt. Aber eine schnelle Suche über Google brachte mich auf eine Seite wo online die Zeichen und Wörter eines Textes gezählt werden, wobei dort auch Leerzeichen gezählt wurden. Hab dort dann meinen Text zur Kontrolle reinkopiert.


    https://xn--zeichenzhler-ncb.de/de/


    Nun aber zum Gewinner. Natürlich hab ich schon lange gewusst das die Gewinnergeschichte von IBN war, schließlich hatte er selbst zuvor verraten das er fast die Zeichenanzahl gesprengt hat. Es war auch eine meiner Lieblingsgeschichten. Anfangs hab ich noch zwischen der Geschichte von Hyro und der von Ich-bin-Niemand geschwankt, aber spätestens als ich feststellte das Hyros Geschichte leider die Zeichenzahl gesprengt hatte, habe ich mich schlussendlich für IBN entschieden.


    Was ich noch zu dem Geschichten allgemein sagen muß. Ich dachte ich hätte eine besondere Idee zu Ganondorfs Kindheit gehabt und war dann überrascht, dass im Grunde alles Geschichten einen ähnlichen Weg beschreiteten. In allen Geschichten war Ganondorf zunächst unschuldig und wurde dann durch ähnliche Umstände zu dem Fiesling den wir kennen. War echt sehr überraschend. Auch spielen alle Geschichten in einer Welt der Ocarina of Time nachempfunden ist. Es hatten echte alle ähnliche Ideen. Ich hatte echt Gedacht ich hätte eine gute Idee und dann hatten wir alle ähnliche wodurch meine dann gar nicht mehr so besonders wurde. War dann etwas enttäuscht. Am Ende hat dann weniger die Idee an sich überzeugt, sondern wie detailreich diese erzählt wurde. Und da war IBN einfach am überzeugendsten.

  • Ich war auch überrascht, wie sehr sich die Ideen ähnelten! Alle sahen Ganondorf als Opfer seiner Umwelt und nicht als bereits geborenes Monster. Auch spielten die meisten Storys rund um Ocarina of Time - was halt auch Sinn macht, da er zu der Zeit geboren wurde. Ich habe extra eine Anspielung zu WW eingebaut, was ich besonders clever fand, bis ich Hyro s Geschichte gelesen hatte - die übrigens meine liebste Story war!


    Wie sieht es eigentlich mit "Director Cuts" eurer Geschichten aus? Musste jemand etwas kürzen? Würde jemand etwas ergänzen? Ich habe z.B. das ein oder andere gekürzt. Vielleicht könnten wir ja noch im Fanfiction-Bereich etwas einrichten.


    Jippiiiieeeee! Meine herzlichsten Glückwünsche an IBN für den verdienten Sieg! Eine tolle Geschichte, die super gut geschrieben war. Denk bitte mal ernsthaft drüber nach, Fanfictions zu schreiben. Du hast tolle Einfälle :)

    Danke für das Lob! Eine FF zu Zelda hätte ich noch, aber die ist leider nicht fertig. Vielleicht mach ich da mal was dran...

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


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  • Zitat von Ich-bin-Niemand

    Ich war auch überrascht, wie sehr sich die Ideen ähnelten! Alle sahen Ganondorf als Opfer seiner Umwelt und nicht als bereits geborenes Monster.

    Viele Täter hatten eine Vergangenheit welche sie mit formte. Das macht sie nicht ihrer Tat unschuldig, denn egal ob sie selbst Opfer waren und so schwer sie es auch dadurch haben, sind sie doch fähig, sich zu entscheiden und tragen somit für ihre Entscheidungen auch Verantwortung . Doch ob frühere Opfer zu Tätern geworden sind oder nicht, sollten sie die psychologische Unterstützung bekommen, die sie brauchen.

  • Oh der Schreibwettbewerb ist mir völlig entgangen, sonst hätt ich eventuell mitgemacht. Ich hab zwar noch keiner eurer Geschichten gelesen hab aber schon mitbekommen das eure Ideen alle ähnlich waren und ganondorf nicht als Monster geboren wurde sondern seine Umwelt ihn formten. Ich kann euch trösten, das wäre auch exakt meine Idee gewesen. XD
    Ich hätte halt nur vermieden ihn dann als tragische Figur darzustellen weil am Ende ist es dann ja doch immer eine Entscheidung ob man zum Täter wird.

    Ansonsten, herzlich Glückwünsch Ich-bin-Niemand . : )

    Und ich werde vermutlich eure Geschichten nächste Woche lesen. : )

    Wenns nochmal so einen Wettbewerb gibt würd ich doch glatt mitmachen wenn mich das Thema anspricht. Am liebsten wärs mir wenns ohne Drama und Tragik auskommt. ; P

  • Mir ist auch aufgefallen, dass abgesehen von Ashes alle anderen die aktiven RPG-Schreiber sind xD Naja, wenn das keine gute Werbung ist?!


    Ashes Niemand wird halt mit Hass geboren. Und ich denke, viele haben auch ein bisschen den Ganondorf aus TWW im Hinterkopf gehabt, denn der erzählt ja davon (so ein bisschen zwischen den Zeilen gelesen), dass er als König eines Wüstenvolkes keine Chance gegen die Widrigkeiten der Wüste hatte. Zumindest war das in meiner Geschichte sehr präsent, ich hab sogar ein Zitat aus TWW direkt verwendet. Dazu kommt noch, dass er vom Todbringer, den ich mal als Dämon beschrieb, quasi auch noch benutzt wird. Und dann geriet er auch an Twinrova und all das. Alles in allem kommt mir Ganondorf so vor, dass er jedes Zeug hätte, ein guter Herrscher zu werden, aber leider waren die Umstände entsprechend.

  • Zitat von Hyro

    Niemand wird halt mit Hass geboren.

    Ich hielt mich allgemeiner, denn Hass ist nicht das Einzige, was einen Menschen zum Täter machen kann. Bei Psychopaten und Soziopaten ist es verminderte Empathie, was sich auch auf das Gewissen auswirkt. Manche Leute brauchen das Gefühl von macht, wie etwa wenn sie ein vermindertes Selbstbewusstsein haben. Die Selbsthilfe ist hier aber sehr unglücklich gewählt, wenn Andere dafür leiden müssen. Töten aus Leidenschaft ist angeblich gar nicht mal so selten. Laut Kriminalpsychologin fühlen sich Sexualmissbraucher von Kindern sich häufig zu einem hingezogen und machen sich selbst vor, dass das Kind das auch möchte. Also eine Lüge um das eigene Gewissen zum Schweigen zu bringen.

  • Zitat von Hyro

    Vielen Dank fürs Aufklären - ich meine, ich bin selbst ganz gut in diesen Dingen gebildet.

    Aber wir dürfen ja nicht vergessen, dass wir hier von Ganondorf reden und nicht von Pädophilen ;)

    Gehe davon aus, dass du mehr siehst, als nur den Hass, er zeigt ja im Laufe der Geschichten mehr als das und angeblich soll das ja alles die selbe Person sein, also keine Wiedergeburten. Und ja, er ist kein Pädophiler, aber dann möchte ich auch darauf hinweisen, dass ich bereits darüber sprach, dass schlechte Erfahrungen einen Menschen zum Täter sein verleiten kann und habe dabei Hass gar nicht ausgeschlossen. Daher verstand ich die Notwendigkeit gar nicht, mich darauf explizit hinzuweisen, weswegen ich dachte, dass du schlichtweg Spaß daran hast, dich über sowas zu unterhalten. Daher versuchte ich mich weiter mit dir zu unterhalten. Habe mich da vertan, es ging dir wohl darum, dass wir uns auf Ganon allein beziehen sollten und nicht so allgemein.

  • Mir hat das Teilnehmen auch sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf den nächsten Wettbewerb. Danke für die Organisation, liebes Forum-Team!

    Herzlichen Glückwunsch auch von mir an Ich-bin-Niemand ! Du hast eine sehr schöne Geschichte geschrieben und wirst zu Recht belohnt.


    LG Maronus

    Maroni ist die Mehrzahl von Maronus. Esst meine Brüder nicht !

  • Ich wollte mich noch für den tollen Schreibwettbewerb bedanken. Ich finde das echt klasse, dass die Foren-Mitglieder hier dazu animiert werden sich künstlerisch zu gestalten. Ob irgendwelche Bilder bzw. Grafiken machen oder nun auch etwas schreiben... Das sind echt tolle Anlasse sich künstlerisch auszutoben und ich glaube viele haben dafür auch unbekannte Gewässer betreten und das ist doch wirklich was schönes.


    Ich fand viele Geschichten echt spaßig zu lesen und es ist wirklich interessant was so alles zustande kommt wenn ein Thema vorgegeben ist. Einen herzlichen Glückwunsch an Ich-bin-Niemand für den verdienten Sieg! Aber auch die anderen Einreichungen haben mich sehr gut unterhalten.


    Tatsächlich kam ich auch zum ersten Mal dazu Fanfiction geschrieben. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mal was zu Ganondorf schreiben würde, hehe. Leider wurde ich nicht zur Deadline nicht fertig mit und konnte meine Geschichte nicht einreichen. Genau in diesen Zeitraum hatte ich echt sehr viel zu tun und habe für diese kreative Arbeit keinen Kopf gehabt. Aber trotzdem hat es mich motiviert und ich habe die Geschichte fertig gestellt. Ihr findet sie hier in der Fanzone. Tatsächlich ist sie deutlich kürzer und hat eine andere Richtung eingeschlagen. Ich bin gespannt auf eure Meinungen! :)

  • An dieser Stelle bleibt mir eigentlich nichts mehr zu sagen, außer, dass Kritik für meine Geschichte erwünscht ist. Egal, ob es Stil, Wortfindungsfehler, Wortwiederholungsfehler, Anachronismen, Rechtschreibfehler oder einfach schlechte Formulierungen sind, falls euch beim Durchlesen der Geschichte was auf der Zunge brannte, was ihr dem Verfasser gern sagen würde, bitte, ich bin euch nicht böse und kann mit Kritik umgehen. Gerne hier oder als PN.

    Du schreibst wie immer sehr bildlich. Du nimmst dir den Raum und versuchst durch Beschreibung der Hautfarbe im Mondlicht zB., das Bild beim Leser zu erzeugen, welches dir wohl selbst im Kopf ist. Mir gefällt das sehr gut und daran habe ich dir auch diesen Beitrag zugedacht.

    Deine Geschichte hat irgendwie zwei Seiten. Die ersten zwei Drittel haben wir es hier mit einem jungen Mann zu tun, der in der Wüste sitzt und weint, an sich zweifelt und sich selbst klein macht. Gleichzeitig haben wir eine gütige Naboru, die voller Zuversicht und Zuneigung zu ihm ist. Dann plötzlich dreht sich das sehr schnell: Aus dem weinerlichen Ganondorf wird auf einen Schlag der gefürchtete Anführer und aus Naboru die, welche das Unheil vorausahnt. Mir persönlich ist der Twist zu schnell und zu hart, einen etwas fließenderen Übergang hätte ich mir gewünscht.

    Ich habe glaube ich zwei/drei Rechtschreibfehler gefunden (aber ich selbst hab in meiner Geschichte viiiiel mehr, weswegen ich mir bis heute in den Arsch beißen könnte, aber egal), aber das war jetzt nichts dramatisches. Wortwiederholungsfehler sind ja immer so eine Sache; ich persönlich find Wortwiederholungen besser, als seltsam umschriebene Wörter oder komische Synonyme. Ist aber Geschmackssache, denke ich.


    Deine Geschichte ist sehr solide, wie ich finde. Da mir der Übergang vom weinenden Ganondorf zum brutalen Herrscher etwas zu krass und zu schnell ist, würde ich hier meine "Kritik" ansetzen. Leider habe ich in der Geschichte nicht erfahren, warum er so zweifelt, wieso er sich selbst so klein redet. Sicher hätte ich mir dazu noch eine Info gewünscht, aber wir haben ja auch eine begrenzte Zeichenanzahl gehabt und so kann man keine an allen Ecken und Ende ausgeschriebene Geschichte präsentieren.