Euer Fazit über Twilight Princess

  • Ich habe Zelda TP vor einiger Zeit nochmal gespielt und würde es mittlerweile sogar als wirklich guten Zelda-Titel bezeichnen. Es hat zwar immer noch seine Macken, jedoch liefert es in meinen Augen ein überaus zufriedenstellendes Gesamtbild ab. Der wohl wichtigste Punkt für meinen Sinneswandel dürfte die Welt sein. Diese hatte ich immer als leer und langweilig bezeichnet, und viele leere Flächen hat sie auch immer noch. Nur bekam die Welt dadurch auch ihre Glaubhaftigkeit, da sie sich nicht wie eine Aneinanderreihung vieler verschiedener Gebiete anfühlte, sondern wie ein großes Land. Während es in Majora’s Mask zum Beispiel einen Sumpf gab, der direkt neben einem Schneegebiet war (ist trotzdem meine Lieblings-Zeldawelt), hatte man in Twilight Princess zwischen solchen Gebieten richtige Übergänge. Klar gab es in diesen kaum was zu erforschen, das war aber auch gar nicht nötig. Es gab genug zu erledigen; ob der Anteil an Sidequests groß genug war, sei mal dahingestellt. Das Spiel hat trotzdem einen großen Umfang. Ansonsten sehe ich den Wolf immer noch als mageres Element des Spiels, was ja auch nicht perfekt ist. Trotzdem hat es große Stärken wie den realistischen Look, die Dungeons, die Atmosphäre oder auch die Gestaltung der einzelnen Gebiete. Jedenfalls hatte ich wirklich viel und langen Spaß bei meinem Replay.

  • Ich schäme mich für meinen 4 Jahre alten Beitrag hier, auch wenn ich inhaltlich mit diesem Einzeiler noch übereinstimme :D


    Twilight Princess bekommt von mir als erstes Zelda Game natürlich nochmal unbewusst Pluspunkte. Bis heute konnte es sich auf Platz 3 meiner liebsten Zelda Games halten (4, wenn man OoT Master Quest mitzählt) und das verdankt der Titel hauptsächlich den brillianten Bosskämpfen und coolen Tempeln, dazu tolle Grafik. Ich mag Cel-Shading einfach nicht und optisch ist TP solchen Titeln wie SS und TWW um Längen voraus. Ich liebe die düstere Umgebung, ebenso wie bei Majoras Mask, meinem Zelda Game Nr. 1 und Top Spiel Nr. 2 aller Zeiten. Der Wolf war gewöhnungsbedürftig und das Sammeln des Strahlentaus mehr umständlich und nervig, aber als man später frei wechseln konnte, wurde er besser in Rätsel integriert, da man beispielsweise in der Wüstenburg einen ausgeglichenen Wechsel zwischen beiden, Mensch und Tier, hatte.


    Bemängeln kann ich hier eher den geringen Schwierigkeitsgrad, welcher sich damals als absoluter Anfänger nicht so stark bemerkbar gemacht hat wie heutzutage. Ich hatte damals 2 Game Overs im Waldschrein und ich weiß nicht mal mehr wieso. Ebenso hat es an Nebenquests gefehlt. Das Quellwasser und der Maro Markt waren ganz ok, aber nichts besonderes. Sehr uncool war aber das Sammeln aller 60 Geisterseelen, wo ich mich abgerackert habe, um einmalig 200 Rubine zu bekommen, obwohl ich schon 30 Truhen bei diesem Rubinüberschuss zurücklassen musste, selbst mit 1000er Börse, weil man ja noch Goldinsekten gesammelt hat.


    Zurück zum Positiven: Die Drillhöhle war klasse. 50 Ebenen Action, besonders zwei vollgepackt mit Eisgegnern hatten es in sich. Magierüstung sei dank he he, ich kam ganz gut durch. Aber die Etagen 41-50...BOAH, das war schwer. Ich hab glaube ich 2 oder 3 blaue Elixiere gebraucht, welche ich zum Glück noch hatte. Aber geschafft ist geschafft und das hat das klasse angefühlt.


    Auch die Dungeons Items wie Gleiter oder Kopierstab waren sehr cool für den jeweiligen Tempel. Außerhalb war der Einsatz eher mager, aber wurst, man hat was Innovatives gehabt und die Tempel dafür geliebt. Sehr gefeiert habe ich ja den Doppelhaken aus Kumula, dem besten Tempel im ganzen Spiel. Ausführlich hatte ich schon alles im entsprechenden Kumula-Thread erwähnt, wie sehr sich meine Meinung über diese Himmelsstadt beim zweiten Durchspielen zum positiven geändert hat. Auch der Seeschrein war dann richtig gut gemacht, zusammen mit der Wüstenburg sind das die besten. Schloss Hyrule mit seinem Regen und der Musik hat des Weiteren für eine Wahnsinns-Atmosphäre zum Ende hin gesorgt.


    Die Spielzeit war generell sehr gut, ich hab über 50 Stunden gebraucht für die (fast) 100%. Bei den Minispielen kam ich nicht immer auf das beste Ergebnis. Die Murmelbahn war immer wieder das gleiche, nur gespiegelt, ungespiegelt, wieder gespiegelt, wieder ungespiegelt usw. nur mit geringerem Zeitlimit. Bei Durchgang 6 oder 8 hab ich dann aufgehört, es war so langweilig...theoretisch gesehen habe ich also vom Sammeln her die 100% geschafft.


    Ich selbst bevorzuge die Gamecube Version, da ich lieber diesen schönen Controller in der Hand halte als Wii FB + Nunchuck. Habs bei einem Kumpel gespielt und besonders die Schildattacke habe ich nicht ordentlich geschafft. Und diese leitet ja den Helmspalter ein, einer der nützlichsten okkulten Künste. diese haben das Game kampftechnisch einfach bereichert. Die Riesenwirbelattacke hat richtig reingehauen, auch wenns nur zum Rasenmähen war, und den Rundumhieb habe ich instant benutzt xD Das Blankziehen war sehr stark, aber mir zu unsicher.


    Was das HD Remake nun mit sich bringt, das werden wir ja bald sehen. Für nötig gehalten hätte ich es noch nicht, aber ich gönns jedem, der sich drauf freut ^^


    EDIT: @Kadaj Es war andersrum, Zanto wurde von Ganondorf ausgenutzt. Letztendlich war Ganondorf dann doch der finale Boss und Zanto nur der Endgegner im letzten Dungeon (Schattenpalast).

  • Nun ich hab das Spiel bisher nur einmal durchgespielt und das war eben als es erschien und ich noch die Wii hatte. Aber ich erinnere mich noch, dass ich viel Spaß dran hatte und die Grafik war bei dem Spiel noch nicht so schlimm wie bei den zuletzt erschienen Zelda Spielen. In meinen Augen sieht das einfach zu sehr nach Comic aus. Diese ganze düstere Schattenwelt die neben der normalen existiert und die beiden Welten sich kurzzeitig überschneiden war gut inszeniert. Ich habs mit der Wii Steuerung gespielt und es ging eins a. Die Level haben Spaß gemacht, die beiden Endbosse haben Spaß gemacht aber, wenn ich mich recht erinnere, dass Zanto Ganondorf benutzt hat lässt das Ganondorf, den ultimativen Bösewicht im Zelda Game etwas schwächer wirken. Dennoch waren die Kämpfe gut und Midna hat mich nicht so genervt wie es bei anderen der Fall war.


    EDIT: @Trakon stimmt ich wusste noch, dass Ganondorf der allerletzte Endgegner ist aber nicht mehr genau wie rum das Machtspielchen war. Vielen Dank für die Info.

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    Zitat

    Original von Megaolf


    "Extrablatt - Zufälliger Zelda Forum User fühlt sich durch Megaolf provoziert"

  • Mein Fazit über TP...


    In meinem Beliebtheitsranking schneidet dieses Spiel insgesamt eher schlecht ab.


    Auf den ersten Blick gefällt es mir auch total. Link ist halbwegs erwachsen, er hat wieder sein eigenes Haus. Epona ist da. Der Wolf!!!! Die Grafik find ich auch gut (auch jetzt nach über 10 Jahren noch). Und Hyrule wirkt insgesamt ziemlich groß.
    Doch bei näherer Betrachtung gibt es ganz viele Stellen, die ich enttäuschend und schlecht find.


    1. Ordon
    Viel zu klein und viel zu wenig Interaktionsmöglichkeiten. Hier hätte man noch einiges mehr machen können. Ein Großteil der Bewohner sind unwichtig. Es gibt kaum etwas zu entdecken und insgesamt ist es da eher langweilig. Außerdem spielen die Ereignisse in Ordon nur anfangs eine Rolle, später gar nicht mehr.


    2. Hyrule-Stadt
    Nette Idee und komplexer als in OoT. Doch auch hier wie in Ordon zu wenig zu entdecken, was irgendwie von Bedeutung ist. Irgendwas fehlt mir hier. Gut finde ich die hektisch herumlaufenden Leute überall.


    3. Wolf-Link
    Darauf hatte ich mich damals am meisten gefreut. Ich stellte mir all die Möglichkeiten vor, die sich dadurch eröffnen würden. Leider kann der Wolf nur ein bisschen schnüffeln und sich in Löcher graben. Als Wolf kannst du z.B. mit der Tierwelt reden. Wieso hat man daraus nicht ein paar Sidequest gemacht oder es sonst irgendwie ausgebaut? Wozu diese Funktion, wenn man sie nicht braucht? So wäre es spannend gewesen, mal mehr über Epona zu erfahren.


    4. Kumula
    Bevor ich mir das Spiel kaufte, erfuhr ich von einem Freund, dass es einen Dungeon in den Wolken gibt. Letztlich ist Kumula aber nur ein normaler Tempel. Hätte es da nicht mehr Bezug auf die Wolken und den Wind geben können?
    Immerhin ist Argorok ein ziemlich gelungener Gegner.


    5. Hyrule
    Wie ich eingangs schon schrieb, wirkt Hyrule erstmal echt groß. Doch eigentlich ist es nicht so. Gerade im nördlichen Teil der Karte gibt es einfach nur einen langen, schmalen Korridor, der auch so öde ist. Bisauf das Vergessene Dorf gibt es hier rein gar nichts, was irgendwie auffällt.


    6. Zeug zum Sammeln
    Ich find immer Spiele gut, bei denen ich was suchen und sammeln kann (bei GTA VICE CITY habe ich immer die versteckten Päckchen gesucht, der Rest hat mich nicht interessiert :D). In TP kann man Goldene Insekten sammeln. Die sind aber allesamt extrem leicht zu finden und es sind auch nur 24. Anders ist es da mit den Geisterseelen. Alle 60 zu finden ist schon eine zeitintensive Herausforderung, die mir auch Spaß gemacht hat. Erst zum Ende des Spiels kann man die letzten finden. Doch das, was du dafür kriegst, ist richtig blöd. Denn von dem Giovanni kriegt man nur Rubine. Doch im Endgame brauchst du überhaupt keine Rubine mehr.
    Ein richtig tolles Item wäre doch der Wahnsinn gewesen. Oder eben "sowas" wie der Weiße Link in MM.
    Eine große Enttäuschung.


    7. unbrauchbare Items
    Davon gibt es in TP reichlich. Dieser Kopierstab oder dieser Gleiter zum Beispiel. Gerade mit letzterem könnte man viele entlegende Winkel erforschen, neue Rätsel entdecken.


    8. ein Tempel nach dem anderen
    Schon bald hat man im Spiel einen Moment erreicht, an dem man alles kennt und aufgedeckt hat und dann eigentlich nur noch die Dungeons abspielt. Auch hier folgt einer nach dem anderen. Ich persönlich fand das eher ermüdend und langweilig.


    9. Enemies
    Insgesamt sind sie fast alle viel zu leicht. Ebenso gibt es sie außerhalb der Tempel kaum. Verhältnismäßig schwer fand ich Grogor in der Goronen-Mine. Bis dahin hat man nur 4 Herzen und in diesem Stadium ist er ein echt harter Brocken.
    Immer noch richtig schwer find ich den Schattentempel, speziell der erste Teil mit der Hand. Hier muss ich mich immer noch sehr anstrengen.


    10. Ganon
    Hab ich gleich beim ersten Versuch besiegt. Besonders schwer fand ich den nicht. Und ich bin bestimmt kein besonders guter Spieler. Ich brauche oft eine Weile um zu kapieren, wie was eigentlich geht und was ich machen muss. Aber das "Tennisspiel" mit seinen Lichtkugeln ist inzwischen auch so "ausgelutscht". Das macht er ja jedes Mal. Für mich ist er hier Gähnon...


    11. Kakariko und der Friedhof
    Gerade weil ich OoT kenne, find das hier richtig schade. Auf dem Friedhof gibt es fast nichts zu tun. Und das Dorf selber sieht schrecklich aus.




    Ich könnte wohl nur einiges mehr aufzählen; aber ich belasse es jetzt mal dabei. Das für mich "schlimmste" habe ich hier aber genannt.
    TP ist nicht das schlechteste Spiel, das ich kenne. Es gibt eben auch viel, was mir gut gefällt. Link, Zelda und vorallem Ganon sehen toll aus. Midna ist auch richtig gut, obwohl ich sie anfangs einfach nur hauen möchte ;) Pluspunkte kriegt der Angelteich bei mir (auch wenn ich immer noch rätsle, warum da ein Falke fliegt - hat jemand vielleicht herausgefunden, wo es dieses Falkengras am Angelteich gibt und wie man den da einsetzen kann?).
    Begeistert war ich weiterhin von dem Heiligen Hain. Die Musik mag ich sehr und gäbe es einen solchen Wald in meiner Nähe, würde ich mich wohl oft dort aufhalten. Die Ruine vom Tempel der Zeit find ich auch klasse.


    Kürzlich habe ich meine Schwester für die Zelda-Spiele begeistern können. Zunächst habe ich ihr meinen alten Game Boy und Link´s Awakening ausgeliehen und ihr anschließend einen Nintendo 3DS mit OoT und MM geschenkt. Wenn sie damit durch ist, werde ich ihr meine WiiU mit TP und TWW ausleihen. Denn natürlich ist mir klar, dass nicht jeder so eine kritische Haltung zu TP hat wie ich und es viele einfach richtig gut finden. Abseits meiner Kritiken bin ich der Meinung, dass es jeder mal gespielt haben muss, der sich für das ganze Zelda-Gedöns interessiert. Außerdem kenne ich meine Schwester und sie wird dann BotW haben wollen. Das geht aber nicht ohne TP im Vorfeld.


    Ich bereue nicht, es gekauft oder gespielt zu haben. Doch wird TP meiner Meinung nach gar nicht seinem Potential gerecht. Da ist so viel mehr drin!

  • (auch wenn ich immer noch rätsle, warum da ein Falke fliegt - hat jemand vielleicht herausgefunden, wo es dieses Falkengras am Angelteich gibt und wie man den da einsetzen kann?)

    Tatsächlich gibt es im Angelteich kein Flötengras, der Falke dient allem Anschein nach nur zur Verschönerung des Teichs.

  • TP hat mit von Anfang an sehr gu gefallen.
    Zwar nicht mein Lieblings Zelda aber es steht weit vorne.


    Es sind sehr schöne Gebiete dabei, eine gute Story mit schönen Zwischensequenzen usw.
    Was mich ein bisschen gestört hat war der sehr einfache Schwierigkeitsgrad ( war in TP schon extrem) und Zanto wurde am Ende leider zu einer Witzfigur.
    Der Hylia See mit seiner Musik war für mich einer wenn nicht der schönste Ort.


    Der Kampf gegen Ganon(dorf) war natürlich nicht schwer aber sehr episch gemacht.


    Alles in allem ein Zelda Spiel das ich mehrmals durchgezockt habe

  • Hyrokkin: TP gehört neben OoT, MM und TWW zu meinen liebsten Zeldas. Dein liebstes Zelda ist ich denke mal BotW, dass mich recht oft enttäuscht, aber trotzdem ein gutes Spiel bleibt für mich.


    Mich würds mal interessieren was du (vorallem im Vergleich zu BotW?) an Twilight Princess gelungen findest. Dein Beitrag hat zwar recht spezifische Schwächen des Spiels aufgezählt, aber die deiner Meinung nach positiven Seiten des Spiels wurden von dir recht allgemein gehalten (vermutlich weil man dabei nicht so den Dampf ablassen kann :D ). Aber da würden mich mal die Genauigkeiten interessieren, hehe.


    Was ich an deinen aufgezählten negativen Punkten auffällt ist, dass ich eigentlich kaum was dagegen sagen kann: Das was du über das Spiel sagst ist wahr. Für mich sind die Punkte aber beim ersten Durchgang nie so sehr ins Gewicht gefallen. Ich schätze hier sind wir auf die Wand der Subjektivität getroffen.

  • Warum auch immer, aber seit ungefähr einer Woche geistert Twilight Princess in meinem Kopf herum. Ich habe sogar davon geträumt. Vermutlich werde ich demnächst doch nochmal den Game Cube rauskramen und mal durch die Welt streifen.


    Bis jetzt müssen GP-Videos auf YouTube herhalten und einige davon habe ich mir angesehen. Nach wie vor finde ich, dass TP ganz viel Potenzial hatte. Aber wenn ich mir die Oberwelt anschaue, dann kommt die mir so seltsam vor. Kann sich irgendjemand vorstellen, dass dieses Hyrule in Friedenszeiten irgendwie aktiv genutzt wird? Dass Familien zum See fahren und einen schönen Sommerausflug machen? Dass man zwischen Kakariko, Ordon und Hyrule-Stadt pendelt, wegen Arbeit oder Familie? Dass es vielleicht Feste mit Zora, Goronen und Hylianern gibt? Ich nicht. Es fühlt sich an, als hätte Hyrule keine Historie, keine Kultur. Das liegt nicht nur an den wenigen NPCs, sondern auch an der zerstückelten Oberwelt. Zum Hylia-See kommst du nicht so ohne weiteres, zur Wüste oder in die Schneeberge ebenfalls nicht. An den vier Quellen, die ja recht beeindruckend sein müssten, wäre man Bewohner in Hyrule, gibt es keine Menschenseele. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass diese Quellen irgendwie besucht oder verehrt werden.


    Vielleicht setze ich falsche Maßstäbe. TP ist inzwischen weit über 10 Jahre alt und möglicherweise waren mehr Leben usw. einfach nicht drin und hätte den Rahmen gesprengt. Aber in OoT kam mir das alles nicht so vor, wobei es hier auch nicht gerade super belebt zugeht.


    Ich glaube, Twilight Princess made in 2020 wäre bombastisch. Davon bin ich überzeugt.

  • Japp das sehe ich ähnlich. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie ich mich damals auf TP gefreut habe und wie enttäuscht ich war. Die Enttäuschung war aber nicht, weil ich es für ein schlechtes Zelda hielt. Vielmehr war es so, dass mir die Midna Passagen überhaupt nicht gefallen haben und das Hyrule so verdammt Düster und Tod ist. Es ist ja nahezu bedrückend und macht einen traurig. Ich wollte in dem Augenblick immer zurück ins OoT - Hyrule. Auch Wind Waker bot drei Jahre vorher sooo viel mehr Leben, so dass ich mich mit dem Hyrule in TP gar nicht anfreunden konnte.


    Trotzdem lechze ich nach einem Switch Port. Ich hätte mal wieder richtig Bock auf TP. Die Dungeons sind nämlich Klasse und wie gesagt, es ist alles andere als ein schlechtes Zelda.

  • Ich glaube, meine Gedanken dazu in einem anderen Thread schon verewigt zu haben, bin mir aber nicht ganz sicher.


    Das Spiel lockte mit schöner Grafik, sodass es das Verlangen danach schürte. Wirklich viel habe ich nicht vom Spiel gesehen bis es schließlich raus kam. Die Grafik hatte mich zuerst verzaubert, auch wenn sie schließlich mehr und mehr einen schwermütigen Charakter bekam, denn für mich wirkte es irgendwie so, als hätte sich ein leichter Grauschleier über alles gelegt. Das passt auch zu dem, was hier kürzlich beschrieben wurde, dass es einfach nicht lebendig wirkt. Reitet der Spieler durch Kakariko so ist da nichts los, da wirkt Ordon noch etwas angenehmer.


    Es ist nun aber nicht so, als würde das auf alles zutreffen. Ein paar Charaktere haben Leben eingehaucht bekommen wobei mir vor allem die Bewohner aus Ordon im Gedächtnis verblieben sind. Midna hat mir auch gefallen. Sie ist nicht so fies, wie sie mir zu Anfang vorkam, allerdings denke ich auch, dass sie keine anderen Optionen hatte als den einzigen geeigneten Fremden zu benutzen, dem sie aber erst mal nicht trauen darf, weil sie diesen einfach noch nicht kennt. Also macht sie ihm klar, dass er ebenso keine andere Wahl hat, außer das zu tun, was sie ihm sagt. Klingt etwas nach Erpressung, doch im Endeffekt haben sie ja beide Nutzen daraus gezogen und mit der Zeit war die Beziehung dann doch um Welten freundlicher. Es gibt jedoch auch einige eigenartige Charaktere, wie eben das kleine Kind, welches ziemlich intelligent und geschäftstüchtig ist.


    Meistens hatte ich jedoch das Gefühl, dass Link kaum Beziehungen hatte. Am Anfang geht es noch gut. Er hat eine gute Freundin, welche sich auch um Epona sorgt, die Kinder möchten mit ihm anhängen, indem sie ihm erklären, wie man kämpft. Link hilft bei den Tieren, bekommt einen Auftrag, in Ordon geht es also wirklich gut. Aber außerhalb scheint es doch wesentlich schwerer zu sein, mit jemanden warm zu werden. wenngleich es wenige Ausnahmen gab....natürlich auch Midna darunter. Wenn ich so an Darunia denke, welcher Link kumpelhaft auf die Schultern schlug oder Ruto, welche ihn sogar gleich zu ihrem Verlobten erklärte, ist das schon ein starker Kontrast. Oder habe ich die Szenen aus Twilight princess nur nicht mehr präsent?


    Ansonsten ist es eben ein Zelda, Oot-ähnlich mit einer großen Ebene, die einzelnen Gebiete drum herum, wie auch mehrere Dungeons. Ungewöhnlich mag sein, dass es nicht vier Herzteile sind, die es für einen Herzcontainer braucht, doch das ist eher ein unwichtiges Detail. Neben der schwermütigen Atmosphäre, auch bei den unbefallenen Gebieten schon, gibt es zudem dazu passende Gruselelemente, was ich generell schon mag....nur hätte ich gerne den Kontrast dazu stärker miterlebt.


    Subjektives Fazit: Twilight princess macht Spaß und ist auch ein gutes Spiel, jedoch muss ich dafür wirklich in der passenden Stimmung sein. Nicht umsonst sei hier die schwermütige Stimmung erwähnt.

  • Ich habe das Spiel vor Jahren das erste Mal gespielt, als ich mir damals die Wii zugelegt hatte. Ich kann nicht mehr genau sagen wie mein Eindruck damals war, denn meine Erinnerungen an mein Spielerlebnis damals, haben sich als total falsch herausgestellt. Ich hatte es als ein kurzes (3-4 Verliese) , ziemlich düsteres Spiel in Erinnerung in dem man zur Hälfte die Wolfgestalt spielte. Dementsprechend hatte ich lange Zeit eine völlig falsche Meinung von dem Spiel.


    Denn als ich es vor ca 1 Jahr nochmals herausnahm, hatte ich ihm nochmals eine Chance geben wollen, schon eben weil meine Erinnerungen an das Spiel total lückenhaft war. Und ich muss sagen, ich musste meine Meinung ändern, denn es hatte u.a. viel mehr Verliese und war somit größer als ich es in Erinnerung hatte. Die kompletten Verliese zur Beschaffung der Spiegelscherben waren mir wohl komplett entfallen. Es ist immer noch sehr düster, doch spielt man es doch nicht soviel als Wolf wie ich in Erinnerung hatte. Man spielt doch überwiegend in der menschlichen Gestalt.


    Allerdings muss ich sagen, gehört es nun nach Auffrischung meiner Erinnerung, immer noch nicht zu meinen liebsten Teilen, auch wenn meine Meinung insgesamt nicht mehr so negativ ist wie früher (zählte es bis dahin zu den schlechtesten Teilen).

  • The legend of Zelda Twilight Princess gehört definitv zu den Spielen der Reihe, die ich sehr gerne immer wieder spiele. Ich mag die Atmosphäre des Spiels, die Figuren, die meisten Tempel, den Umfang und die Größe der Welt.


    Was mich am meisten störte, war der Umstand, alle neuen Gebiete stets erst als Wolf zu durchstreifen, auf der Suche nach diesen ... Käfern.

    Ein Kumpel sagte damals, dass man sich zuerst das Recht erarbeiten musste, die Gebiete Hyrules zu erforschen. Ja, netter Gedanke, aber nein... DAS war wirklich NERVIG...


    Einer der größten Pluspunkte: MIDNA. Meiner Meinung nach die beste Begleiterin für Link, die jemals auftauchte! Jedes mal, wenn sie in einer Frequenz auftauchte, musste ich schmunzeln undnder Abschied von ihr am Ende war wirklich gut in Szene gesetzt.


    Waren alle Tempel gut? Mitnichten. Allen voran der Schattentempel war eine Katastrophe... aber die meisten Tempel waren unterhaltsam und gut entworfen!


    Die Welt bot viel zu entdecken. An vielen Stellen fand man an einer Felswand oder einer Klippe einen Hinweis für ein neues Item, um damit dann eine Höhle etc. zu finden. Die Belohnungen waren nicht immer berauschend, aber der Entdeckerdrang wurde auf jeden Fall bedient.


    Die Ortschaften haben mir alle durchweg gefallen. Ob Ordon oder Kakariko... alle Städte und Dörfer hatten ihren Charme. An Kakariko mochte ich vor allem den Western-Flair. Besonders, als die gegnerische Horde einfiel.


    Insgesamt ist das Spiel mehr als solide, hat hier und da mit Schwächen zu kämpfen, aber ist trott allem gut gelungen.

    Ich werde es hier auch nicht mit Oot vergleichen, da dieses Game eh immer als Maß aller Dinge genommen wird - was bei dem Spiel an sich kein Wunder ist :z17:

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


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  • Mit Twilight Princess hatte ich viel spass, auf dem Gamecube und der WiiU. Die Wii Version hat mich wütend gemacht :grin:. Ich habe es auch nie auf der Wii durchgespielt, Bomben werfen hat mich so abgenervt, dass ich relativ schnell die Flinte ins korn geschmissen hab und es wieder auf dem Cube gespielt habe bis die WiiU Version draußen war.

    Das setting gefiel mir äußerst gut, als das Spiel auf dem Cube rauskam war gerade Alttp mein Lieblingszelda (Wie ich mal woanders erwähnte, das ist kompliziert bei mir und wechselt und irgendwie mag ich alle die ich gespielt habe).

    Dabei habe neben dem "normalen" durchspielen der Story überall bezüge zu Alttp gesucht, die timeline gabe es ja offiziell noch nicht. Ich wollte unbedingt das es sich hier um die Schattenwelt aus alttp handelt und die Spiele in Verbindung stehen. Das war spannend.

    Zusätzlich war das für mich der Schwanensang des Gamecube, ich liebe den Würfel.

    Für mich gefühlt der letzte Titel der auf dem Cube rauskam, weil es das letzte Spiel war auf das ich so gehyped war das noch für den Cube rauskam. Ich hatte im Vorfeld alles verschlungen was TP anging, Zeitschriften gekauft usw.

    Die Grafik hat mich fasziniert, dass der Würfel das noch so hinbekommen hat.

    Beim ersten durchspielen war ich hellauf begeistert.

    Bei weiteren durchlaufen fand ich das sammeln des Taus etwas übertrieben und nervig, das wurde in der Wii U Version dann ja verkürzt.

    Die Oberwelt fühlte sich sehr leer an und wie Qin hier im Thema vor einiger Zeit gepostet hat, es fühlte sich nicht so "echt" an sondern eher wie ein Bausatz. Da fehlte etwas substanz, die Orte waren für sich toll aber zusammengefügt mschte das als Welt nicht so wirklich Sinn.

    Ich denke im nächsten Jahr gebe ich TP auf der WiiU mal wieder einen Durchlauf. Ich finde es gut auch wenn die extreme Begeisterung vom ersten hype Durchlauf leider etwas verschwunden ist.

    Ich könnte ja mal wieder nach Alttp Parallelen suchen. :w00t:

  • Twilight Princess ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Einerseits gibt es Dinge, die mir in diesem 3D-Zelda ausgesprochen gut gefallen haben, andererseits finde ich das Game in gewissen Punkten relativ schwach.


    + Midna! Sie ist eine interessante Begleiterin, die natürlich gut in die Welt passt. Ich würde sie - selbst zu Beginn - nicht mal als unsympathisch bezeichnen, aber frech ist sie natürlich schon, haha. Als Ganzes sagt mir ihr Charakter zu und mir gefällt, dass sie plottechnisch großen Raum einnimmt.

    + Manche Szenen! Optisch und auditiv gibt es Stellen im Spiel, die für Augen und Ohren mehr als befriedigend sind. Die Boss-Kämpfe sind da z.B. zu nennen. Richtig schwer war zwar kein Boss, ich fand die Kämpfe aber ziemlich gut in Szene gesetzt. Die Spinne mit dem verwundbaren Auge ist nun wahrlich keine Neuerung mehr; der Kampf gegen Armoghoma im Zeittempel war aber tatsächlich recht witzig umgesetzt. Mein Favourite ist wohl Argorok. Den Kampf fand ich richtig episch! Spontan fällt mir ansonsten auch der Angriff von Zanto nach dem 3. Lichtgeist ein oder der Moment, nachdem man King Bulblin von der Eldinbrücke stößt.

    + Die Dungeons! Die Tempel haben mir in TP ziemlich gut gefallen. Sie sind abwechslungsreich, vom Umfang her passend und der Atmosphäre entsprechend gestaltet. Diese führen allerdings auch gleich zu meinem nächsten Punkt und zwar...


    - ...die Dungeon-Items! Mit Gleiter, Kopierstab und Co. hat Nintendo die wohl unnötigsten Items ever kreiert. Wenn sie außerhalb des Tempels noch gut genutzt worden wären, okay... aber so bleiben sie für mich relativ uninteressant.

    - Die Welt als Gesamtes! Leider - wirklich leider, denn das ist ein sehr großer Minuspunkt - ist Nintendo imo hier kein gutes Worldbuilding gelungen. Die Ebenen sind groß und leer, die Dörfer und Städte sind trostlos. Der westernartige Style von Kakariko z.B. hat mir leider auch gar nicht gefallen. Aus dem düsternen Setting hätte man mehr machen können. Große Gebiete werden viel zu wenig genutzt, z.B. die Wüste oder die Schneelandschaft! Da hätte man soviel daraus machen können, echt schade.


    Es gibt noch weitere Punkte, die ich anführen könnte, die ich aber nun weder besonders hervorheben noch irgendwie negativ ankreiden möchte. Beispiel Musik: Der OST hat einige tolle Tracks, TP ist aber nicht das Zelda mit meinen Lieblingsmusikstücken.


    Insgesamt ist Twilight Princess für mich trotz einiger positiver Punkte das schwächste 3D-Zelda. Es ist nicht schlecht gemacht, Gott bewahre, aber man hätte viel mehr daraus machen können. Für mich ist TP - zumindest was die World angeht - das Zelda mit dem größten verschenkten Potential.

    - Seit dem 06.02.2014 in einer butterwampigen Matschkuchen-Partnerschaft mit silberregen -

  • Konsole: Wii


    Im Kontext des Releases

    Ich messe Spiele/ Filme immer danach, was sie sein möchten bzw. was diese suggerieren und bewerte dann das, was mir präsentiert wird. So können kleine Indie-Spiele teilweise "besser" sein als Triple-A-Titel.



    Steuerung: 81/ 100 Punkten

    Die ersten Bewegungen mit der Wii-Fernbedienung waren ungewohnt, aber das legte sich überraschend schnell. Ein Großteil der Steuerung wurde nämlichen mit dem linken Nunchuk-Controller bedient und der Analog-Stick war bekannt intuitiv. Spannender dagegen war die Steuerung über die Sensorleiste - eine Neuerung des Spielerlebnis. Das hat mein Spielempfinden aber vielmehr negativ beeinflusst, weil der Kontakt nicht zuverlässig stabil geblieben ist. Ab und zu musste ich mit der Fernbedienung den Kontakt aktiv suchen, bevor ich bestimmte Aktionen ausführen konnte. So war beispielsweise das Zielen beim Bogenschießen oder Greifhaken die zuverlässige Stabilität meine größte Sorge - das sollte es aber nicht sein.

    Darüber hinaus hatte ich leider, verstärkt auf dem Pferd oder auf dem Boot, nicht immer das Gefühl die vollständige Kontrolle über die Figur oder die Kamera zu haben. Wobei ich hier auf einem doch hohen Niveau kritisiere.



    Story: 90/100

    Für einen Zelda-Ableger ist die Gesamthandlung düster gestaltet und hat mehr Tiefgang als bisherige Abenteuer mit Link. Die neue Begleiterin Midna spielt dabei eine essenzielle Rolle und dürfte neben Link die Hauptfigur des Spiels sein. Das ist insofern spannend, da eine solche Gewichtung und Tiefgang auf einen anderen Charakter als die üblichen drei Verdächtigen etwas Neues ist.

    Twilight Princess verpasst es zwar einigen Stellen (wie Kumula, das Vergessene Dorf oder Zeitschrein) mehr Hintergrund oder einen gelungeneren Abschluss zu verleihen, um das Worldbuilding glaubwürdiger auszubauen, aber dennoch stimmt die Gesamthandlung. Dafür gibt es andere "sekundäre" Momente, die herausstechen - wie der Tod der Zora-Königin oder der Überfall in Kakariko.

    Die grundlegenden Figuren werden grandios eingeführt, die Handlung wird glaubhaft vorangetrieben, die Motive sind deutlich und das Finale ist eine Wucht. Mir gefällt der Spannungsbogen, welcher konsequent von Anfang bis Ende aufgebaut und durchgezogen wird.

    Darüber hinaus gehört zu diesem Punkt auch Inszenierungen oder Darstellungen von Figuren. Diese reichen von durchschnittlich bis herausragend und arbeiten stets mit einer hohen Wertigkeit. Einige außerordentliche Momente sind da beispielsweise die Anfangssequenz des "Vergessenen Dorfes", das Finale rund um Ganondorf oder das Auftauchen von Zanto in der Höhle des Lichtgeistes Ranelle. Ich denke, dass generell das Gesamtbild vieler Bosse in Twilight Princess allein dadurch verstärkt wird, weil deren Inszenierungen und Optik (z. B. Oktapesco oder Matronia) brillant sind.



    Charaktere: 93/100

    Ein Zelda mit vielen tollen und wichtigen Charakteren, die die Handlung tragen.

    Link, Midna und Zelda als Protagonisten sind sehr gut inszeniert - vor allem gefällt mir das Setup für unseren Helden unglaublich gut.

    Zanto und Ganondorf als Gegenspieler auf der anderen Seite sind einige meiner favorisierten Antagonisten der Zelda-Reihe - sie sind boshaft, mächtig, arrogant und strahlen einen gewissen Grad an Bedrohlichkeit aus. Das Spiel gibt den Bösewichten immer wieder Screentime und bauen dadurch in der Handlung eine Präsenz auf.

    Wenn selbst eine Figur wie Thelma oder der Postbote im Gedächtnis hängen bleibt, dann haben die Entwickler bei den Entwürfen und Umsetzungen einiges richtig gemacht. Generell weisen viele Nebencharaktere spezielle Merkmale auf, die prägnant sind und den jeweiligen Figuren eine gewisse Einzigartigkeit verleihen - Agnetha, Thelma, der Postbote, die Clowns Dumnus und Toby, usw. Die meisten Leute sind zwar sehr schrullig und gewöhnungsbedürftig, aber irgendwo sind es alle herzhafte Charaktere und weisen eine gewisse Prägnanz auf.



    Spielzeit: 95/100

    Ich war ungefähr 50-55 Stunden mit dem gesamten Spiel beschäftigt - für einen Zelda-Ableger eine überdurchschnittlich hohe Zeit. Und tatsächlich war ich überrascht, wie lange ich lediglich für die Haupthandlung, ohne Nebenaufgaben, beschäftigt war. Doch die Handlung plätscherte nicht vor sich her, sondern verlief durchweg flüssig und ich hatte immer etwas zu tun.

    Generell lässt Twilight Princess gut in Abschnitte aufteilen und das Spiel gibt gerade für Casual-Gamer viele Möglichkeiten das Spiel zu pausieren - sei es der Strahlentau, die Dungeons, zahlreiche Sequenzen oder Missionen, die als Aufbau zu einem Dungeon dienen.

    Ein schöner Spielfluss im Sinne einer Spielerfahrung mit einer tollen Balance aus Haupt- und Nebenaufgaben. ich hatte nie das Gefühl, dass etwas zu kurz oder zu lange dauert.



    Schwierigkeitsgrad: 79/100

    Meine größte Kritik am Spiel ist der doch eher einfache Schwierigkeitsgrad. Ich bin zwar ein Zelda-Veteran, aber selbst bei meinem ersten Durchspielen kam ich nicht in die Nähe eines Game Overs. Der ausgeteilte Schaden der Gegner ist teilweise lächerlich gering und der Spieler kann nur durch äußere Faktoren in ernsthafte Schwierigkeiten - Abgründe, Löcher, o. Ä. - geraten. Aber selbst da gibt es meistens Herzen in der Nähe, die die Gesundheit wieder auffüllen. Eingehender Schaden ist gering, gegnerische Ausdauer bestenfalls durchschnittlich, Kampfmuster meistens schlicht und transparent - die Feinde im Spiel sind nicht fordernd. Gerade bei den Bossen war ich dahingehend ein wenig enttäuscht.

    Deutlich besser sind dagegen die Hürden in Form von Rätsel und Aufgabe. Und diese schwanken sehr stark in ihrer Komplexität. Mal sind diese offensichtlich und einfach gestaltet, mal sind sie sehr versteckt und kompliziert und dem Spieler wird an manchen Stellen ein hohes Tempo abverlangt - gefiel mir. Generell haben mir die Rätsel deutlich mehr Probleme bereitet als die "lebendigen" Feinde - hat mir dennoch eine Menge Spielspaß bereitet.



    Motivationskurve: 100/100

    Das Spiel weiß zu begeistern und den Spieler voranzutreiben. Nach jeder bestandenen Aufgabe belohnt die Handlung den Spieler mit neuen Informationen und neuen Zielen und ich hatte durchweg Lust weiter zu machen. Da der Schwierigkeitsgrad nicht gerade hoch ist, gibt es kaum Punkte im Spiel, die den Spieler frustrieren oder zu einem Spielabbruch führen. Dadurch wird das kognitive Belohnungssystem dauerhaft aktiviert und hält die Laune über weite Strecken oben, was zu einem reibungslosen Spielfluss führt. Was meistens ebenfalls belohnt wird, ist der Erkundungsdrang. An vielen neuen Stellen findet der Spieler Sachen wie Herzteile, Seelen, Rubine, Gegner, Pfeile, Bomben - einziger Manko sind unter Umständen die doch viel platzierten Rubine, die irgendwann inflationär wirken.

    Persönlich hatte ich bei meinem Durchlauf zu keinem einzigen Zeitpunkt keine Lust auf das Spiel oder war vom Spiel per se genervt - Top!



    Technik (Grafik / Sound): 85/100

    Die visuelle Darstellung ist großartig und der Sprung zum realistischen Look ist fantastisch gelungen. Eine solche detaillierte und farbenprächtige Gestaltung von dem Helden Link war mir bis zum Zeitpunkt von Twilight Princess fremd. Das überträgt sich aber auf die gesamte Welt in Hyrule - egal ob die Dungeons wie Zeitschrein oder Schloss Hyrule, manche Ortschaften wie Ordon oder Stadt Hyrule oder andere Figuren. Persönlich gefällt mir aber die Schattenwelt nicht durchweg. Der düstere und dunkle Look wirkt an manchen Stellen eher flächig und matschig, selten sind Details erkennbar und allgemein ist es für mich kein schöner Anblick.

    Ein weiterer negativer Aspekt sind die weitläufigeren Gebiete, welche stellenweise leer wirken. Ich habe den Eindruck, dass die "3D-Zelda-Spiele" gerne eine weite Welt suggerieren möchten, aber es nicht schaffen diese auch glaubwürdig mit Leben im vollen Rahmen auszufüllen - das ist aber Kritik auf wirklich hohem Niveau.


    Zur musikalischen Begleitung habe ich eine eher schwankende Meinung, aber finde die Musik durchgehend wertig und allgemein weist sie immer eine hochwertige Qualität auf. Ich kann mich nicht daran erinnern jemals im Spiel das Gefühl gehabt zu haben, eine billige Melodie zu hören. Selbst wiederverwertete Musik war stets sinnvoll eingearbeitet oder wurde gut zu einem Remix gemischt. Jedoch begleitet die Musik den Spieler zu großen Teilen lediglich, spielt eher im Hintergrund und trägt sehr selten die Handlung oder bestimmte Stellen des Spiels. Tatsächlich hätte ich mir während der Dungeons (Stichwort: Zeitschrein) oder Bosse eine dominantere Musik gewünscht, die eine gewisse Bedrohlichkeit erzeugt oder die Dramatik verstärkt.




    Gesamteindruck/Wertung: 90/100

    Was ich an diesem Spiel für einen Zelda-Ableger unheimlich schätze sind die Figurenkonzeptionen, die Charakterentwicklungen und die Inszenierungen - wirklich großes Kino. Das hat mir von Anfang an sehr viel Freude bereitet und konstant meine Motivation hoch gehalten. Ebenfalls finde ich die Labyrinthe und Aufgaben, welche essenzielle Merkmale des Spiels sind, unterhaltsam gestaltet. Ein durchschnittlicher Schwierigkeitsgrad mit schöner visueller Gestaltung sorgt für einen sehr angenehmen Spielfluss.

    Für eine perfekte Bewertung fehlte mir eine höhere Komplexität und stellenweise eine dramatischere Musik. Das Spiel weist für mich an einigen wenigen Stellen große Lücken auf, aber dennoch ist Twilight Princess für jeden Zelda-Veteran ein Muss und empfehle es jedem Casual-Gamer.

    Ich mag Signaturen nicht, weil sie die Scroll-Leiste ohne Kontext verlängern.

  • Dr.Clent (hier, weil es im anderen Thread eher off Tonic wäre)

    Wenn du TP HD noch nicht gespielt hast, dann wäre dies ein absoluter Tipp meinerseits an dich – sofern du irgendwann an eine Wii U gerätst. Die Grafik sieht gut aus, die Menüführung über das Pad funktioniert sehr gut und der Extradungeon mit dem Wolf macht viel Spaß. Ich finde, dass hier wirklich ganze Arbeit geleistet wurde. Die aufgebesserte Grafik lieferte schöne, neue Details und lässt das Spiel in einem ganz neuen Licht erstrahlen. Natürlich bleibt die düstere Atmosphäre erhalten, das muss man eben mögen.

    "Nenn mich ruhig beim Namen. Das bedeutet mir nichts."


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  • Dr.Clent  Ich-bin-Niemand

    Wobei dazu gesagt werden sollte das der extra Dungeon an das Wolf Amiibo gekoppelt ist.

    Aber selbst ohne den Dungeon ist TP HD jeden Cent wert, auch wenn glaube ich die Neupreise mittlerweile gestiegen sind. Liegt bei Amazon jetzt bei 79,99 Euro, dürfte an der damaligen "Unbeliebtheit" der Wii U liegen.

    Die Menüführung über das Pad ist ein Segen, den zum Glück manche Spiele damals genutzt haben. Das fand ich sowieso immer klasse bei den WiiU Spielen, das Menüführung den Spielfluss nicht mehr so stört.

    Ich fand das HD remaster hat das Spiel nochmal gut aufgewertet.

  • Das mit dem Amiibo war mir nicht mehr bewusst. Hatte in Erinnerung, dass man eben seine Ergebnisse auf dem Amiibo speichern kann, nicht aber dass man ihn braucht, um den Dungeon überhaupt erst betreten zu können. Habe es aber extra nochmals nachgegooglet. Es stimmt, dass man ihn zum Öffnen braucht.

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